Die DEZA in Kürze

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Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit setzt die Aussenpolitik des Bundesrats in der Humanitären Hilfe, der Entwicklungs- und Ostzusammenarbeit sowie auf multilateraler Ebene um. Für 2021–2024 verfolgt die internationale Zusammenarbeit der Schweiz vier strategische Ziele. Diese richten sich nach den entwicklungspolitischen Herausforderungen und beruhen auf der besonderen Expertise der Schweiz.

Die DEZA richtet ihre Tätigkeit darauf aus, Armut und Not zu verringern sowie globale Risiken einzudämmen. Die angestrebte Entwicklung soll die natürlichen Ressourcen für nachfolgende Generationen bewahren.  Ihren Schwerpunkt setzt die DEZA in fragilen und von Konflikten betroffenen Regionen, wo bis 2030 weltweit fast zwei Drittel der Armen leben werden. Die DEZA unterstützt die Länder dabei, Armut und Entwicklungsprobleme zu bewältigen. So ermöglicht sie benachteiligten Bevölkerungsgruppen einen besseren Zugang zu einer guten Grundversorgung, insbesondere zu Bildung und Gesundheitssystemen. Die DEZA beteiligt sich an der Lösung von Umweltproblemen und schafft Perspektiven für junge Menschen und Frauen, sowohl durch Berufsbildung als auch durch Einkommensförderung.

Die internationale Zusammenarbeit der Schweiz 2021–2024 hat vier strategische Ziele:

  1. Wirtschaftliche Entwicklung
    zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum, zur Erschliessung von Märkten und zur Schaffung von menschenwürdigen Arbeitsplätzen beitragen
  2. Klimawandel und Umwelt
    den Klimawandel und dessen Auswirkungen bekämpfen sowie die natürlichen Ressourcen nachhaltig bewirtschaften
  3. Menschliche Entwicklung
    Leben retten, eine hochwertige Grundversorgung sicherstellen – namentlich Bildung und Gesundheit – sowie zur Verminderung der Ursachen von Flucht und irregulärer Migration beitragen
  4. Frieden und Gouvernanz
    Frieden, Rechtsstaatlichkeit und Geschlechtergleichstellung fördern

IZA-Strategie: Jobs, Klima, Migration und Rechtsstaat

Humanitäre Hilfe

Leben retten und Leiden lindern: So lautet der Auftrag der Humanitären Hilfe des Bundes. Sie orientiert sich am humanitären Völkerrecht und an den international anerkannten humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Neutralität, Unparteilichkeit und Unabhängigkeit.

Im Zentrum des Handelns stehen die Opfer von Krisen, Katastrophen und Konflikten. Die Humanitäre Hilfe ist Ausdruck der Schweizer Solidarität mit Menschen in Not. Sie stützt sich auf gemeinsame Werte wie der unantastbaren Würde jedes einzelnen Menschen.

Die Humanitäre Hilfe basiert auf drei Pfeilern:

  • Sofort- und Überlebenshilfe (Nothilfe)
  • Nachhaltiger Wiederaufbau
  • Katastrophenvorsorge und Vorbeugung

Das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe leistet durch Soforteinsätze direkte Hilfe oder stellt multilateralen Organisationen Spezialisten zur Verfügung.

Humanitäre Hilfe und Schweizerisches Korps für Humanitäre Hilfe

Ostzusammenarbeit

Die Schweiz leistet mit der Ostzusammenarbeit einen Beitrag zur Förderung von Demokratie und sozialer Marktwirtschaft in fünf Ländern des Westbalkans und acht Ländern der früheren Sowjetunion. Die Ostzusammenarbeit umfasst die Transitionszusammenarbeit und den Schweizer Beitrag an die neuen Mitgliedstaaten der EU. Die Zusammenarbeit zwischen der DEZA und dem SECO im Bereich der Transition stärkt die Zivilgesellschaft und fördert Rechtsstaatlichkeit, Demokratie sowie soziale Marktwirtschaft. Damit trägt die Schweiz zur Stabilität in politisch bewegten Regionen bei und ermöglicht den Menschen bessere Lebensperspektiven.

Mit dem Schweizer Beitrag investiert die Schweiz in Stabilität und Wohlstand der erweiterten EU, verringert wirtschaftliche und soziale Ungleichheit und trägt zur besseren Bewältigung der Migrationsbewegungen bei. Am 3. Dezember 2019 hat das Parlament einen zweiten Schweizer Beitrag an ausgewählte EU-Mitgliedsstaaten bewilligt. Solange die EU diskriminierende Massnahmen gegen die Schweiz erlässt, geht die Schweiz jedoch keine finanziellen Verpflichtungen ein.

Ostzusammenarbeit

Der Schweizer Erweiterungsbeitrag

Bereich Südzusammenarbeit

Die Südzusammenarbeit trägt mit bilateraler Entwicklungszusammenarbeit zur Reduktion der Armut in den vier Schwerpunktregionen Osteuropa, Nordafrika und Mittlerer Osten, Subsahara-Afrika und Asien (Zentral-, Süd- und Südostasien) bei. Prioritär ist der Zugang benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu Grundversorgung (Gesundheit und Bildung), Infrastruktur (Wasser) wie auch zu Beschäftigung und Einkommensmöglichkeiten.

In über 800 Programmen und Projekten konzentriert sich die Südzusammenarbeit auf zehn Themen. Die Aktivitäten orientieren sich an den jeweiligen Bedürfnissen der Partnerländer:

  1. Friedensentwicklung, Konfliktprävention und Förderung der Menschenrechte
  2. Grundbildung und Berufsbildung
  3. Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung
  4. Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
  5. Wasser
  6. Gesundheit
  7. Migration
  8. Klimawandel
  9. Gleichstellung von Frau und Mann
  10. Gute Regierungsführung (Demokratisierung, Dezentralisierung, Rechtsstaatlichkeit)

Bereich Südzusammenarbeit

Globale Zusammenarbeit

Mit ihrer Arbeit auf multilateraler Ebene – mit Organisationen wie zum Beispiel der UNO, der Weltbank und regionalen Entwicklungsbanken – trägt die Schweiz zur Lösung der immer komplexer werdenden Entwicklungsfragen bei.

In den Globalprogrammen in den Bereichen Klimawandel und Umwelt, Ernährungssicherheit, Migration und Entwicklung sowie Wasser und Gesundheit verbindet die DEZA die Armutsreduktion mit der Lösung globaler Aufgaben.

Multilaterale Zusammenarbeit

Globalprogramme

Dokumente