Sudan

Der Sudan ist seit mehreren Jahrzehnten Schauplatz humanitärer Operationen. Das Hauptziel der DEZA im Sudan besteht darin, Leben zu retten und die Opfer vor bewaffneten Konflikten und Naturkatastrophen zu schützen. Die DEZA konzentriert ihre Hilfe auf die Bereiche Ernährungssicherheit und Landwirtschaft, Nothilfe und Schutz der Zivilbevölkerung.

Karte von Sudan
© EDA

Die Machtkämpfe und die gewaltsamen Auseinandersetzungen der letzten Jahrzehnte haben die Armut und die Verletzlichkeit der Zivilbevölkerung im Sudan verschärft.

Die Schweiz ist vor allem durch ihre humanitäre Hilfe vor Ort präsent. Die Projekte der DEZA beruhen auf einer integrierten Kooperationsstrategie, die die Aktivitäten der Politischen Direktion des EDA und des Staatssekretariats für Migration (SEM) umfasst.

* geplant; Gesamtbetrag aufgrund der zur Verfügung stehenden Daten
DEZA-Angaben ohne Programmbeiträge an schweizerische NGOs
.. = keine Angaben | – = Betrag ist Null oder Betrag < 5'000

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Ernährungssicherheit und Landwirtschaft

Erhöhung der Widerstandsfähigkeit der verletzlichsten Bevölkerungsgruppen

In den Regionen Darfur, Südkordofan/Abyei, Blauer Nil und im Osten des Sudan ist die Ernährungssicherheit der Zivilbevölkerung wegen der anhaltenden Konflikte und der dadurch bedingten gewaltsamen Vertreibungen immer wieder gefährdet. Die Dürren infolge der unregelmässigen Regenfälle und die Übernutzung der Weiden erhöhen die Unsicherheit der Bevölkerung zusätzlich.

Die DEZA unterstützt das Welternährungsprogramm (WFP) und andere UNO-Organisationen bei der Verteilung von Nahrungsmitteln und Saatgut. Zudem fördert sie Projekte zur Impfung des Viehbestands, namentlich jene des IKRK, da die Zucht für zahlreiche sudanesische Familien eine wichtige Existenzgrundlage bildet.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Nothilfe

Zugang zur Grundversorgung

Die gewaltsamen interethnischen Auseinandersetzungen in Darfur (seit 2003) und die Gewaltausschreitungen im Süden des Landes (seit 2011) führten zur Vertreibung von Tausenden von Menschen. Diese haben nur einen sehr beschränkten Zugang zu Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung. Die Situation der übrigen Bevölkerung des Landes ist jedoch kaum besser. Die DEZA setzt sich für eine bessere Grundversorgung ein, die alle Staatsebenen des Sudan einbezieht, angefangen bei den lokalen Behörden und Gemeinden.

Die DEZA stellt ihren UNO-Partnern auch Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) zur Verfügung.  

Katastrophenvorsorge, Nothilfe und Wiederaufbau

Humanitärer Zugang und Schutz

Schutz für Binnenvertriebene und Flüchtlinge

Der Schutz der Zivilbevölkerung bei bewaffneten Konflikten gehört zu den Prioritäten der Schweiz im Sudan. Die Gewalt in Darfur und in den Bundesstaaten Südkordofan/Abyei und Blauer Nil zwangen Tausende von Menschen, ihre Häuser zu verlassen. Die Spannungen haben direkte Auswirkungen auf die Integrität der einzelnen Menschen. Die Kämpfe wirken traumatisierend, vor allem auf Kinder. Die Schweiz engagiert sich dafür, dass alle Parteien das humanitäre Völkerrecht beachten. In Zusammenarbeit mit dem IKRK und dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) setzt sie sich bei Behörden und bewaffneten Gruppen dafür ein, dass die Opfer geschützt werden und die humanitäre Hilfe Zugang zu ihnen erhält.

Schliesslich engagiert sich die Schweiz für die Flüchtlinge und Migrantinnen und Migranten am Horn von Afrika. Die DEZA setzt sich gemeinsam mit dem SEM für die grundlegenden Bedürfnisse dieser Personen ein. Unterstützt werden auch die Gemeinschaften, in denen sie Aufnahme finden.

Fragilität und Gewalt behindern die Armutsbekämpfung

Geschichte der Zusammenarbeit

20 Jahre humanitäre Hilfe

Die Humanitäre Hilfe der Schweiz ist seit 1994 im Sudan präsent. Vor und nach der Paraphierung der Friedensabkommen zwischen der Regierung und dem «Sudan Peoples’ Liberation Movement» im Jahr 2005 konzentrierten sich die Anstrengungen auf den Süden des Landes sowie auf die im Zentrum gelegenen Nuba-Berge. Seit 2003 befasst sich die DEZA auch mit den Folgen des Kriegs in Darfur. Die Hilfe für die Bevölkerung setzt sich zu gleichen Teilen aus Nothilfe- und Wiederaufbauprojekten zusammen. 2004 wurde ein Büro in Khartum und 2006 ein weiteres in Juba eröffnet, um die Aktivitäten der Humanitären Hilfe und der übrigen Schweizer Akteure zu koordinieren. Nach der Teilung des Landes im Jahr 2011 verdoppelte die DEZA das Budget, das bis zu diesem Zeitpunkt für den Sudan allein vorgesehen war.

Aktuelle Projekte

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Vom Krieg vertriebene Bäuerinnen und Bauern erarbeiten sich eine wirtschaftliche Perspektive

Marktsituation in Darfur im Sudan.

01.04.2016 - 31.12.2017

Seit über 13 Jahren herrschen im Sudan schwere Konflikte, die die Menschen zur Flucht zwingen und ihre wirtschaftlichen Grundlagen zerstören. Die DEZA unterstützt ein Wiederaufbauprogramm der UNO im Sudan, mit dem unter anderem die wirtschaftliche Situation von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verbessert wird.

Land/Region Thema Periode Budget
Sudan
Humanitäre Hilfe
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Wiederaufbau und Wiedereingliederung
Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten
HUMANITÄRE HILFE
MULTISEKTOR oder QUERSCHNITT-THEMA
Wiederaufbau / Wiedereingliederung
Ländliche Entwicklung

01.04.2016 - 31.12.2017


CHF 1'000'000



Darfur Community Peace and Stability Fund (DCPSF)

01.08.2016 - 31.12.2017

The Darfur Community Peace and Stability Fund (DCPSF) is a UNDP managed trust fund for Darfur. The latter exists since 2007. It supports community-level peacebuilding activities and fosters social cohesion. Results show that conflicts are reduced and livelihoods as well as access to basic services are enhanced. It synergizes the undertakings with other multilateral humanitarian funding tools and operations of other partners. Last but not least the DCPSF accelerates transition from relief to recovery.


WFP - Food Aid Swiss Dairy Products (Sudan)

01.01.2016 - 31.12.2018

Food aid is a means of tackling undernutrition and malnutrition. With food aid, SDC – through Swiss Humanitarian Aid – puts the humanitarian mission to "save lives and alleviate suffering" into practice.


Secondment Fund Sudan 2016-17

01.01.2016 - 31.03.2018

Despite years of assistance, the humanitarian needs remain acute in several fragile regions of Sudan. This is due to continued armed conflict, lack of human security – especially that of children –, poor food security and livelihoods, and very rudimentary basic services. This consequently leads to ever increasing internal displacement and multiple emergencies. The deployment of Swiss experts (secondees) to multilateral organizations strengthens the effectiveness and the efficiency of the humanitarian response, and bolsters measures for early recovery and better resilience.


WFP - Food Aid Swiss Dairy Products (Sudan)

01.01.2015 - 31.12.2017

Through the usage of food aid in the form of Swiss dairy products, Swiss Humanitarian Aid contributes to the prevention and treatment of malnutrition, undernourishment, and disease. The SDC’s Humanitarian Aid administers the credit granted by parliament for a yearly amount of some CHF 20 million destined for the purchase of Swiss dairy products and their use for the benefit of the needy. Its task is to ensure a sustainable, targeted, and closely monitored food aid.

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