Jemen

Die Konflikte im Jemen haben verheerende Folgen für die Menschen und verursachten eine der weltweit schlimmsten humanitären Krisen. Das Land gehört zu den Schwerpunktregionen der Humanitären Hilfe der DEZA, deren Engagement sich vor allem auf die Bereiche Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene sowie Schutz der Zivilbevölkerung konzentriert. 

Der Jemen, eines der ärmsten Länder des Nahen Ostens, ist immer wieder von zahlreichen natürlichen und von Menschen verursachten Katastrophen betroffen und hat nun auch mit einer Hungersnot zu kämpfen. Aufgrund des Bevölkerungswachstums, massiver Vertreibungen und schlechter Wasserbewirtschaftung entwickelt sich die Wasserknappheit zu einem gravierenden Problem zunehmenden Ausmasses. Der fehlende Zugang zu Trinkwasser ist der Hauptgrund für Mangelernährung, Morbidität und Mortalität in ländlichen Gebieten. Der im März 2015 entbrannte Konflikt verschlimmert die Lage zusätzlich. Heute benötigen fast 19 Millionen Menschen dringend Hilfe.

Das humanitäre Engagement der Schweiz im Jemen konzentriert sich auf die Bereiche Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene sowie Schutz der Zivilbevölkerung. Ausserdem setzt sich die Schweiz für die Stärkung der Ernährungssicherheit ein.

Besserer Zugang zu Trinkwasser, sanitären Anlagen und Hygiene

Der Jemen gehört weltweit zu den Ländern mit den knappsten Wasserressourcen. Schlechte Bewirtschaftung, andauernde Konflikte, massive Vertreibungen und Unsicherheit haben die Wasserknappheit verschärft. Weil es an staatlichen Strukturen fehlt, wird Grundwasser immer öfter willkürlich abgepumpt, so dass öffentliche Wasserversorgungsanlagen nicht mehr funktionieren.

Das humanitäre Engagement der Schweiz umfasst nicht nur Soforthilfe, sondern setzt sich auch für eine nachhaltige Nutzung der begrenzten Wasserressourcen ein.

Die DEZA unterstützt multilaterale Organisationen wie das Internationale  Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und internationale NGOs bei der Verbesserung des Zugangs zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen. Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe vermitteln vor Ort Fähigkeiten und Wissen zu Wasserbewirtschaftung, Prävention von wasserbürtigen Krankheiten und nachhaltige Nutzung von Wasser.

Wasser – Eine lebenswichtige Ressource in Gefahr

Schutz von Frauen, Kindern und anderen verletzlichen Bevölkerungsgruppen

Die Menschen im Jemen leiden unter der rücksichtslosen bewaffneten Gewalt, die nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten unterscheidet. Streumunition, Drohnen und Landminen haben unverhältnismässig viele Opfer in der Zivilbevölkerung gefordert und Schäden an zivilen Einrichtungen verursacht. Die Schweiz appelliert weiterhin an alle Konfliktparteien, das humanitäre Völkerrecht zu beachten.

Die bestehende Ungleichbehandlung der Geschlechter im Jemen hat durch den Konflikt zugenommen. Die Fälle sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt nehmen zu. Die Schweiz fördert Schutzmassnahmen für Frauen, Jugendliche und Binnenvertriebene, wie Schutzunterkünfte, Beratung und medizinische Versorgung.

Katastrophenvorsorge, Nothilfe, Wiederaufbau und Schutz

Herangehensweise und Partner

Seit das Büro der Humanitären Hilfe in Sanaa im Dezember 2014 aufgrund der Verschlechterung der Sicherheitslage geschlossen wurde, werden die Aktivitäten im Jemen an der Zentrale in Bern koordiniert. Einige Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) sind jedoch weiterhin für kurzfristige Missionen im Jemen im Einsatz, andere werden an UNO-Organisationen oder an das IKRK entsandt.

Der finanzielle Beitrag der Humanitären Hilfe an den Jemen geht grösstenteils an multilaterale Partner, namentlich an das IKRK, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) und das Welternährungsprogramm (WFP).

Aktuelle Projekte

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Alleviating suffering of the affected population in Khamer, Yemen, through provision of integrated WASH services

01.07.2016 - 30.06.2017

Community feedback to Oxfam mobilisation teams indicated that, while households in Khamer see water as an urgent need, they prioritise income, cash and access to livelihoods opportunities above all in the current volatile conflict. In order to respond to identified needs, Oxfam identified a livelihoods and income generating approach to large scale works that will provide water to communities in a sustainable manner as well as amechanism for income generation and skills training.


Institutionalisation of the Field School approach

01.12.2015 - 31.12.2017

SDC and FAO have been instrumental in promoting the Farmer Field School (FFS) approach in Eastern Africa and SDC is recognized as the key donor in harmonization and policy mainstreaming of the approach that serves more than 10’000 groups in the region. Its sustainability will now be further enhanced by setting up a regional FS knowledge hub that provides support to further integrate it in public and private extension service providers.


Land Governance Program

01.10.2014 - 31.12.2018

SDC will support the institutional capacities of the Intergovernmental Authority on Development (IGAD) Secretariat to formulate a regional land governance policy framework in an inclusive and participatory bottom-up process. This task will be facilitated by the Land Policy Initiative that is the mandated body by the African Union to implement the Declaration on Land. The Land Policy Initiative is contract partner and will technically assist IGAD.


IGAD-FAO Partnership Programme (PP) on Building Resilience for (Agro-) Pastoralist Communities

01.06.2014 - 31.12.2020

IGAD and FAO will jointly contribute to build resilience of communities in the Horn of Africa’s cross-border areas by addressing marketing and trade, transboundary animal diseases and natural resources management. It will also contribute to strengthen the capacity of IGAD specialized agencies to lead the regional agenda for the improvement of cross-border pastoral livelihoods.


Institutional Strengthening of IGAD

31.05.2014 - 31.12.2020

The Intergovernmental Authority on Development (IGAD) is a sub-regional organization in the Horn of Africa. In line with Switzerland’s decision to increase its engagement with IGAD, the proposed contribution aims at strengthening the organization institutionally based on its political legitimacy, thematic relevance and capacity to contribute to peace and development in one of the world’s most fragile regions.


Building Regional and National capacities for improved Migration Governance in the IGAD Region

01.05.2014 - 31.03.2018

The Regional Migration Policy Framework, adopted in 2012, provides Member Governments of IGAD a good document to better govern migration and protect migrants within the Horn of Africa. However, their capacities to implement this strategy are limited. Switzerland will support IGAD to enhance their cooperation and coordination as well as build their capacities to address existing gaps of implementation. This will improve the wellbeing and protection of migrants in the region.

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