Mongolei

Die DEZA unterstützt die Mongolei bei der Umsetzung der nationalen Dezentralisierungsreform und fördert die Bürgerbeteiligung in politischen Prozessen. Das Schweizer Engagement gilt ausserdem einer nachhaltigen Vieh- und Landwirtschaft sowie der Verbesserung der ökonomischen Verhältnisse in ländlichen Gebieten.

Karte der Mongolei
© EDA

Die Mongolei befindet sich an einem kritischen Punkt ihres Entwicklungsprozesses. Nach einer relativ friedlichen Demokratisierung und einer Transformation vom sozialistischen in ein marktwirtschaftliches System, erlebt die Mongolei einen Minenboom. Die Zukunft des Landes hängt davon ab, ob die Mongolei den neuen Reichtum in ein nachhaltiges und sozial gerechtes Wirtschaftswachstum umsetzen kann. Das Land hat diese Herausforderung angenommen und wichtige Reformen eingeleitet.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Verbesserte Einkommen und Lebensbedingungen für die ländliche Bevölkerung

Durch gesteigerte Produktivität in Land- und Viehwirtschaft, einen erleichterter Zugang zu Märkten und der Verminderung von Produktionsrisiken trägt die DEZA mit einem breiten Projektportfolio zur Verbesserung der Lebensbedingungen für die ländliche Bevölkerung bei. Beispiele solcher Projekte sind die Förderung des Kartoffelanbaus oder eine Viehversicherung, welche die DEZA zusammen mit der Weltbank finanziert. Über 16'000 Hirtenhaushalte haben ihre Nutztiere versichert und sind so wirksam gegen einen Totalausfall ihrer Lebensgrundlage geschützt.

Die DEZA setzt einen klaren Fokus auf die Stärkung von kollektiven Organisationsformen, wie Hirtenkooperativen, und des Unternehmertums. Seit 2004 unterstützt sie die Hirten in der Organisation eines nachhaltigen Weidelandmanagements. Das Resultat sind über 60'000 Hirtenfamilien, welche sich in 680 Weidelandgruppen und 50 Hirtenkooperativen organisiert haben und so mehr Einkommen generieren.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Berufsbildung

Erleichterter Zugang zum Arbeitsmarkt

Die DEZA unterstützt die nationale Reform des Berufsbildungssektors der Mongolei mit der Überarbeitung von Lehrplänen in den Provinzen im Westen des Landes. Durch eine stärkere Miteinbeziehung des Privatsektors soll die Berufsbildung praxisrelevanter werden. Daneben fördert die DEZA das Angebot für Trainings und Weiterbildungen für Hirten und Hirtinnen mittleren Alters, welche keinen Zugang zum regulären Berufsbildungssystem haben.

Grund- und Berufsbildung

Staatsreformen, lokale Gouvernanz und Bürgerbeteiligung

Zufriedene Bürger durch gute Regierungsführung und Beteiligung

Die DEZA unterstützt die Mongolei durch Projekte in der durch die Regierung veranlassten Umsetzung der Dezentralisierungsreform. In sämtlichen Provinzen und Gemeinden werden Mitglieder der Exekutive und der Legislative in ihre neuen Kompetenzen eingeführt. Daneben fördert die DEZA zivilgesellschaftliche Organisationen und eine aktive Bürgerbeteiligung in politischen Prozessen wie zum Beispiel Gemeindeversammlungen.

Anwaltschaft und gute Regierungsführung

Geschichte der Zusammenarbeit

Von der «dzud»-Katastrophenhilfe zur Unterstützung der Dezentralisierungsreform

Das Engagement der DEZA in der Mongolei begann im Jahr 2001, mit einem humanitären Einsatz für die vom «dzud» betroffenen Hirten. Ein «dzud» ist ein Wetterphänomen, das letztlich zum Absterben der Nutztierbestände führt und damit die Existenz der ländlichen Bevölkerung bedroht. Die DEZA entschied sich im Jahr 2004 für ein längerfristiges Engagement um die strukturellen Probleme des Weidelandmanagements anzugehen. Zu diesem Zweck eröffnete sie ein Kooperationsbüro in Ulaanbaatar.

Die erste Kooperationsstrategie 2007–2012 war auf das nachhaltige Management natürlicher Ressourcen und auf die Schaffung von alternativen Einkommensquellen für die ländliche Bevölkerung fokussiert. Während dieser Periode begann in der Mongolei der Minenboom, weshalb die Dringlichkeit von soliden wirtschaftlichen und politischen Institutionen für ein transparentes Management des Rohstoffsektors stieg.

Aktuelle Projekte

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Geschlechtsspezifische Gewalt in der Mongolei anprangern und bekämpfen

Porträt von zwei mongolischen Sozialarbeiterinnen

01.05.2016 - 30.04.2020

In der Mongolei hat die häusliche Gewalt seit den 2000er Jahren wieder zugenommen. Mangels Daten ist es aber schwierig, das genaue Ausmass zu erfassen. Gleichzeitig herrscht eine Kultur der Straflosigkeit vor. Die DEZA leistet mit einer nationalen Umfrage zur Verbesserung der Datengrundlagen einen wichtigen Beitrag. Das Engagement zielt zudem auf eine Stärkung der Handlungsfähigkeit  staatlicher Institutionen, die Bereitstellung fachkundiger Dienstleistungen sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Land/Region Thema Periode Budget
Mongolei
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Schutz und Zugang
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
Menschenrechte
Menschenrechte

01.05.2016 - 30.04.2020


CHF 4'390'000



Verantwortungsvoller und nachhaltiger Bergbau

Auf der Suche nach Gold bohrt ein Bergarbeiter ein Loch in den Fels.

01.01.2015 - 31.12.2019

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des informellen Bergbausektors zu Beginn der 2000er-Jahre lancierte die mongolische Regierung mit der Unterstützung der DEZA im Jahr 2005 ein Projekt zur Förderung des nachhaltigen Kleinbergbaus. Das Projekt hat zum Ziel, diese Tätigkeit zu formalisieren und zu legalisieren und die Kapazitäten der Bergleute auszubauen.

Land/Region Periode Budget
Mongolei

01.01.2015 - 31.12.2019


CHF 5'465'000



Green Gold and Animal Health Project consolidation

Green Gold Mongolia

01.01.2017 - 31.12.2020

The project aims to consolidate and upscale good practices of sustainable rangeland management, marketing of livestock products and improved animal health in order to contribute to improved livelihood of herder’s households, representing 70% of the rural population. SDC intends to secure and end its investments in the livestock sector in Mongolia by increasing sustainability of herder’s organisations and by ensuring institutionalisation of sustainable rangeland management and improved animal health systems.


Strengthening of Representative Bodies in Mongolia (SRB)

15.12.2016 - 31.12.2020

The project aims to make Mongolia’s sub-national local assemblies (khurals)[1] more responsive and accountable to citizens, ensuring youth participation and realising the rights of the poor and marginalised. A comprehensive capacity-development strategy will be implemented that addresses the legal and institutional environment, the organisational capacity of local councils and the competencies of locally elected politicians. Gender equality and pro-poor approaches are mainstreamed in the project’s design and in its results framework.

 

 

[1] Sub-national self-governing bodies/ local assemblies/local parliaments (khurals) = aimag khurals (21) and soum khurals (356)

 

 


Global Credit for Outlook 2020 and Culture

01.07.2016 - 31.12.2018

The Swiss Cooperation Office (SCO) in Mongolia aims to utilise a flexible and efficient tool to pilot new areas, forms and modalities of cooperation for the strategic strengthening of the programme in view of the development of the new Country strategy and post- 2020 cooperation. Culture projects will support local initiatives that strengthen cultural and artistic diversity.


Vocational Skills Development (VSD II)

01.03.2016 - 28.02.2019

The second phase of the project focuses on consolidating the results achieved thus far in the development of the short-term skills development and career guidance services. Moreover it will upgrade the schools’ capacities in provision of long-term vocational trainings in the selected most demanded occupations. Interventions in six Western aimags, Ulaanbaatar, Darkhan, South-Gobi and Choir will enhance the employability of around 180’000 young and adult women and men.  


Inclusive and sustainable vegetable production and marketing (VEGI)

01.03.2016 - 31.12.2019

Built on the successful SDC support of the potato sector, the VEGI project intends to contribute to poverty alleviation through a growing vegetable sector in Mongolia. Supports for increased and diversified production, storage, processing, marketing, consumption and a conducive legal framework will contribute to improved livelihood of rural households and to a more diversified economy. In order to foster its poverty focus, the VEGI project promotes vegetable gardening and consumption by poor households in peri-urban areas as well.


Vocational Education and Training Phase II (VET II)

Mongolia-VETschool-vegetableprocessing

01.01.2016 - 31.12.2019

VET II aims to contribute to equitable and sustainable social and economic development in Mongolia through the promotion of youth employment. The project will be integrated into public systems to improve youth employment policies and their implementation, benefiting all young men and women. A pro-poor and gender equality focus is mainstreamed in the project’s design and its results framework.


Mainstreaming Social Accountability in Mongolia (MASAM)

01.05.2015 - 30.04.2019

The project aims to mainstream social accountability for more transparent, accountable and effective public resource management at national and local levels by (1) increasing the capacity of CSOs to hold government to account; and (2) strengthening the institutionalization of social accountability by improving the effectiveness, formalization and sustainability of disclosure and participation mechanisms. Through social accountability, citizens in poor localities will have increased access to public decision-making processes and quality services.


Governance and Decentralisation Programme Phase II (GDP II)

01.04.2015 - 31.12.2018

Governance and Decentralisation Programme Phase II (GDP II) aims to support Mongolia’s decentralisation reform process by fostering local governments which are empowered, democratic, and accountable to citizens, and which provide sustainable services responding to citizens’ needs. GDP II is working in close collaboration with Mongolian counterpart organizations to strengthen national ownership. The programme is expected to have a nationwide impact, benefitting all local governments as well as citizens (men and women) of Mongolia. A pro-poor and gender equality focus is explicitly mainstreamed in the programme’s design and its results framework.


Scholarships Programme in Mongolia

20.10.2014 - 31.05.2018

Access to a higher education is a key element in the poverty reduction strategy of the Mongolian Government. Well-educated people can work in the secondary and tertiary sectors, the later already contributing about 50% to the GDP of Mongolia. Yet because many herders live at a subsistence or even lower level, higher education is not affordable without a reduction in animal numbers below the minimum level for an absolute minimal living standard.

 


Education for Sustainable Development (ESD)

01.12.2013 - 31.12.2017

Education for sustainable development (ESD) project is SDC and Government of Mongolia co-funded project that aims to mainstream ESD principles in Mongolia and to support creating legal and institutional framework that is conducive for sustainable development.

“Education for sustainable development” project will closely collaborate with 628 schools, government organizations, private sector and civil society organizations for promoting and mainstreaming sustainable development which defined as “Development that meets the needs of the present generation without compromising the ability of future generation to meet their own needs”.

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