Sri Lanka

Wiederaufbau und nachhaltige Entwicklung nach dem bewaffneten Konflikt im Norden des Landes, Verbesserung der Lebensumstände von Arbeitsmigrierenden sowie Friedensförderung und Menschenrechte sind Schwerpunkte in den Bemühungen der Schweiz für Sri Lanka.

Karte von Sri Lanka

Im Mai 2009 wurde der bewaffnete Konflikt im Norden Sri Lankas offiziell für beendet erklärt. Seitdem ist die Mehrheit der über 500‘000 intern Vertriebenen in ihre Ursprungsgebiete im Norden und Osten des Landes zurückgekehrt. Nach einer Phase der humanitären Hilfe richtet die DEZA den Fokus auf mittel- und langfristig ausgerichtete Entwicklungsziele. Für die Umsetzung ist die DEZA zum einen mit eigenen Mitarbeitenden vor Ort vertreten, zum anderen arbeitet sie mit lokalen und internationalen Partnerorganisationen zusammen.

Wiederaufbau und Rehabilitation

Ganzheitlicher Ansatz zur Rehabilitation von Gemeinden

Durch umfassende Wiederaufbaumassnahmen und die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen werden die Lebensumstände von Bevölkerung und rückkehrenden Vertriebenen nachhaltig verbessert.

Die Tätigkeitsfelder umfassen dementsprechend Reparatur und Wiederaufbau von Häusern und Infrastruktur wie etwa Schulen, Kindergärten und kleinen Gemeindezentren. Präventionsmassnahmen wie die Erhöhung von Hausfundamenten oder die Montage sturmfester Dächer dienen der Verminderung der Auswirkungen von Naturereignissen. Die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten und die Stärkung der lokalen Bauern-, Fischer- Jugend- und Frauenorganisationen sind ebenfalls Teil des ganzheitlichen Ansatzes zur Rehabilitation von Dorfgemeinschaften.

Katastrophenvorsorge, Nothilfe und Wiederaufbau

Migration

Schutz und Hilfe für Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten

Zugunsten der nachhaltigen Entwicklung des Landes werden Massnahmen zur Stärkung und Verbesserung des Schutzes und der Lebensumstände von Arbeitsmigrierenden und betroffenen Familien umgesetzt. Einerseits unterstützt die Schweiz die Umsetzung der Gesetze für Arbeitsmigrierende durch die Behörden, andererseits hilft sie lokalen Sozialhilfeorganisationen bei der Verbesserung ihrer Dienstleistungsangebote für die zurückgebliebenen Familien. Zudem wird der Dialog mit den Zielländern und die Reintegration von Rückkehrenden gefördert und vereinfacht.

Migration

Friedensförderung und Menschenrechte

Unterstützung des politischen Dialogs und der Rechtsstaatlichkeit

Für eine nachhaltige Entwicklung in Richtung Wohlstand und Frieden sind der Schutz der Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit unabdingbar. Der politische Dialog wird gefördert, um politische Reformen anzustossen sowie Prozesse zur Beilegung von Konflikten zu vereinfachen und zu stärken. Politische Reformen und ein erfolgreicher Versöhnungsprozess sind Grundlage für einen nachhaltigen und umfassenden Frieden. Dazu gehören Ausbildung und Stärkung von nationalen und internationalen Menschenrechtsorganisationen sowie Angebote zum konstruktiven Austausch.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Geschichte der Zusammenarbeit

Von der humanitären Hilfe zur Entwicklungszusammenarbeit

2001 reagierte die Schweiz auf den bewaffneten Konflikt in Sri Lanka mit der Entsendung eines Experten für Friedensförderung in die Schweizer Botschaft in Colombo. Das Schweizer Engagement wurde wenig später durch einen Experten für Menschrechte ergänzt. 2003 eröffnete die DEZA ein Programmbüro in Colombo und ein Projektbüro in Jaffna. Nach dem Tsunami 2004 setzte die Schweiz ein Wiederaufbauprojekt von Häusern für über 10‘000 betroffene Familien um, welches bis 2011 andauerte.

Im Nachgang zu den bewaffneten Auseinandersetzungen unterstützt die DEZA heute in betroffenen Gebieten zusammen mit Partnerorganisationen humanitäre Aufbauprojekte für über 2‘000 Familien. Zudem ist die Schweiz der einzige bilaterale Geldgeber, der im Norden des Landes eine ständige Niederlassung unterhält.

Aktuelle Projekte

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Decent work, protection and well-being for migrant workers and their families in Sri Lanka

01.03.2016 - 29.02.2020

Labour migration is highly significant for the development of Sri Lanka. This program contributes to safe and regular migration, better protection of migrant workers and an increased contribution of migration to development. This is achieved through improved policies and legal frameworks related to labour migration and better service provision to migrant workers and their families. The experiences of this program will feed and substantiate regional and global policy dialogue on migration and development.

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