Zentralafrikanische Republik

Die Zentralafrikanische Republik wird immer wieder von Krisen heimgesucht, die das Leben der Bevölkerung erschweren. Das Land gehört zu den prioritären Einsatzgebieten der Humanitären Hilfe der Schweiz.

Unter den politischen Unruhen, den gewaltsamen Auseinandersetzungen und den Menschenrechtsverletzungen, welche die Zentralafrikanische Republik seit 2013 erschüttern, leidet die ganze Bevölkerung. Mehr als die Hälfte der Einwohnerinnen und Einwohner sind Kinder. Das Engagement der DEZA konzentriert sich auf das Gesundheitswesen und den Schutz der Zivilbevölkerung. Die Aktivitäten werden vom Kooperationsbüro in N’Djamena (Tschad) koordiniert. Im Jahr 2014 erhöhte die Schweiz ihre Unterstützung für ihre prioritären multilateralen Partner sowie für mehrere NGO.

Medizinische Versorgung

Prävention von Krankheiten bei Konfliktopfern

Die DEZA finanziert in Paoua im Westen des Landes ein Spital, das von der NGO Ärzte ohne Grenzen betrieben wird. Hier werden Binnenvertriebene behandelt, die vor den Kämpfen geflohen sind. Sie leiden nicht nur unter Macheten- und Schussverletzungen, sondern auch unter den prekären Verhältnissen, die sie anfällig für Krankheiten wie Malaria machen. Im Spital erhalten sie die nötige Behandlung.

Schutz der Zivilbevölkerung

Schutz und Prävention von Konflikten

Die DEZA unterstützt verschiedene Nothilfemassnahmen für Konfliktopfer, darunter mehrere Programme von multilateralen Partnern zum Schutz der Zivilbevölkerung. Dazu gehören das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, das Welternährungsprogramm und das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge. 

Im Nordwesten des Landes finanziert die DEZA ein Projekt des dänischen Flüchtlingsrats. Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und das Risiko erneuter Kampfhandlungen und interkonfessioneller Konflikte zu senken.

In Bangui finanziert die DEZA ein Projekt der Schweizerischen Stiftung für Minenräumung, mit dem die Bevölkerung für die Risiken im Zusammenhang mit explosiven Kriegsmunitionsrückständen sensibilisiert werden soll. Die Stadt ist voll von Granaten, die auf den Märkten frei erhältlich sind.

Unterstützung der Medien

Unabhängiger Radiosender

Über die Stiftung Hirondelle unterstützt die DEZA seit mehreren Jahren den lokalen Radiosender «Ndeke Luka», der als einer der wenigen Stationen auch in Krisenzeiten das ganze Land abdeckt.

Geschichte der Zusammenarbeit

Bewältigung der wiederkehrenden Krisen

Die DEZA verfolgt die Situation in der Zentralafrikanischen Republik seit 2009 aufmerksam und unterstützt mehrere multilaterale Partner. Im Juni 2013 verstärkte die DEZA ihre Präsenz in der Region durch die Entsendung einer Expertin des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH). Sie ist im Kooperationsbüro der DEZA in N’Djamena (Tschad) stationiert und regelmässig in der Zentralafrikanischen Republik im Einsatz. Dank ihrer Präsenz vor Ort verfügt die DEZA über Informationen aus erster Hand. Zudem kann die Schweiz so enge Kontakte zu den übrigen Akteuren der Region aufrechterhalten.

Aktuelle Projekte

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Consortium Sécurité alimentaire NO

01.07.2016 - 30.11.2017

Par son appui financier au projet du Consortium formé par Solidarités International, Action Contre la Faim et le Danish Refugee Council, la DDC contribue à l’amélioration de la sécurité alimentaire et des conditions de vie de populations les plus vulnérables du nord-ouest de la RCA et avant tous des femmes, et au renforcement de leurs stratégies de résilience.

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