Messung und Verbesserung der Wirksamkeit: das Beispiel Niger

Ein Schulmädchen im Niger schreibt mit Kreide an die Wandtafel.
Das Programm zur Verbesserung der Bildungsqualität im Niger erleichtert den Zugang zur Schule für Mädchen. © DEZA

Anhand der Empfehlungen der Evaluation ihres Programms zur Verbesserung der Qualität der Bildung im Niger konnte die DEZA die Wirksamkeit ihrer Aktivitäten deutlich verbessern.

Um die festgelegten Ziele zu erreichen, führte die internationale Zusammenarbeit der Schweiz Kontrollmechanismen ein, die dazu dienen, ihre Programme während der Durchführungsphase zu begleiten und deren Wirksamkeit zu messen. Die internen und externen Evaluationen sind solche Managementmassnahmen zur Messung der Ergebnisse. Sie erlauben Korrekturen an den laufenden Aktivitäten und eine Erweiterung des Spektrums aktueller und zukünftiger Projekte.

Die DEZA führt jedes Jahr über 100 Projektevaluationen mit externen Expertinnen und Experten über ihr gesamtes Portfolio durch. Gemäss einer Analyse weisen 80 bis 85% der evaluierten Projekte der DEZA zufriedenstellende bis sehr gute Ergebnisse auf. Was die übrigen 15 bis 20% anbelangt, konnte die DEZA entsprechende Massnahmen ergreifen, die Aktivitäten oder Ziele neu definieren oder sogar gewisse Projekte einstellen.

Das 2011 lancierte Programm der DEZA zur Verbesserung der Bildungsqualität im Niger wurde aufgrund der Ergebnisse der 2014 durchgeführten externen Evaluation angepasst. Die Evaluation hob Stärken und Schwächen des Projekts hervor und zeigte Verbesserungspotenzial auf. In der laufenden zweiten Phase des Programms liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung der Qualität des nigrischen Bildungssystems. Obwohl im Niger die Bruttoschulbesuchsquote steigt, verlassen immer noch mehr als 80% der Schülerinnen und Schüler die Schule, ohne die grundlegenden Kompetenzen, namentlich in Mathematik und Französisch, erworben zu haben. Dank dem Programm wurden 4500 Schülermentorinnen und -mentoren ausgebildet, und 13‘400 Lehrkräfte erhielten eine Weiterbildung.

Mitwirkung aller Akteure des Bildungssystems

Die Evaluation zeigte, dass die Massnahmen im Bereich der Ausbildung der Lehrpersonen, die den Schwerpunkt des Projekts bildete, nicht ausreichend waren, um den Wissenserwerb bei den Schülerinnen und Schülern zu verbessern. Aus diesem Grund wurde das Programm erweitert, um alle Akteure des Bildungssystems zu integrieren. Dabei wird auf einen systemischen Ansatz zur Verbesserung der Bildungsqualität gesetzt. Heute nehmen 22 Gemeinden und rund 300 dezentrale Schulkomitees aktiv am Programm teil. Dadurch werden die dezentralen Strukturen und die Eltern in den Schulbetrieb und die Beurteilung der Lehrpersonen einbezogen. Mit den Akteuren vor Ort (Regionaldirektionen, Gemeinden, Lehrerseminare) werden Verträge unterzeichnet, um ihr Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

Der Beitrag an den gemeinsamen Bildungsfonds

Die Evaluation zur Wirksamkeit des Programms ergab eine weitere Schwachstelle: Die DEZA wird zu wenig in die Überlegungen über die Ausrichtung des nigrischen Bildungssystems einbezogen. Um die nationale Politik des nigrischen Staates zu stärken, nimmt die DEZA seit 2014 gemeinsam mit der Globalen Partnerschaft für Bildung und der französischen Entwicklungsagentur (AFD) am gemeinsamen Bildungsfonds teil. Der Fonds verfügt über Mittel in der Höhe von 100 Millionen USD. Der Beitrag der DEZA beläuft sich auf fünf Millionen CHF. Diese Beteiligung stärkt die Rolle der Schweiz: «Wir wollen über den politischen Dialog die Qualität des nigrischen Bildungssystems stärken und Bildungsalternativen einführen, die auf den Kontext abgestimmt sind», erklärt Chantal Nicod, Chefin der Abteilung Westafrika der DEZA.

Anpassung an die Sicherheitslage

Die Evaluation von 2014 ergab zudem, dass das Programm die Notlage in der Region Diffa im Osten des Landes berücksichtigen muss. Der Klimawandel und die Präsenz bewaffneter Gruppen sind Ursachen für die Nahrungsmittelkrise und die massiven Vertreibungen: In der Region Diffa können Tausende Flüchtlingskinder und vertriebene Kinder nicht zur Schule gehen.

Die Berücksichtigung der sicherheitsrelevanten Aspekte führte zu einer Anpassung des Engagements der DEZA hin zu einem Notprogramm, das in Zusammenarbeit mit der Humanitären Hilfe der Schweiz durchgeführt wird. Programmschwerpunkt bildet die Unterstützung von Schulen für vertriebene Kinder und von regionalen Strukturen der Bildungsverwaltung. Mobile Klassenzimmer wurden eingerichtet, um den Kindern einen sicheren Zugang zum Schulunterricht zu gewährleisten. Dank dem Programm konnten 10‘000 vertriebene Kinder wieder eingeschult werden.

Aktuelle Projekte

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Bessere Ausbildung erleichtert die berufliche Eingliederung von Jugendlichen im ländlichen Raum

Drei junge Nigrer auf einer Plantage.

01.01.2017 - 31.12.2021

Die DEZA engagiert sich für die Verbesserung des Grund- und Berufsbildungssystems im Niger. Über 1,5 Millionen Jugendliche in ländlichen Gebieten sind heute davon ausgeschlossen. Ob sie künftig auf dem Arbeitsmarkt Fuss fassen können, hängt von der erfolgreichen Verbindung einer qualitativ hochstehenden Grundbildung und eines auf den Bedarf der Bevölkerung abgestimmten Berufsbildungsangebots ab.

Land/Region Thema Periode Budget
Niger

Dosso und Maradi

Berufsbildung
Beschäftigung & Wirtschaftsentwicklung
Bildung
Berufsbildung
Schaffung von Arbeitsplätzen
Grundbildung
BILDUNG
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
BILDUNG
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Politik und Verwaltung im Beschäftigungsbereich
Primarschulbildung

01.01.2017 - 31.12.2021


CHF 14'500'000



Programme d’appui à la Qualité de l’Education (PAQUE)

01.04.2019 - 31.12.2022

La qualité de l’enseignement et de la formation est préoccupante au Niger et se traduit par des compétences très faibles des élèves. La contribution de la Suisse au Fonds Commun Sectoriel de l’Education et de la Formation, soutenue par un dialogue politique fort et le partage d’innovations promues par la Suisse, appuiera les réformes essentielles pour améliorer la qualité du système. Ceci facilitera les perspectives d’emploi des jeunes et contribuera à prévenir l’extrémisme violent au Niger.


Accès aux populations vulnérables grâce au soutien au Service Aérien Humanitaire des Nations Unies (UNHAS)

01.01.2019 - 30.11.2024

L’UNHAS est le service aérien des Nations Unies qui appuie la mise en œuvre d’interventions humanitaires ainsi que du développement économique et social en faveur des populations les plus vulnérables et marginalisées du Niger. L'UNHAS facilite et sécurise au Niger l'essentiel des déplacements des agents des programmes respectifs, leur permettant de rejoindre les régions reculées du pays et leurs populations rapidement et en toute sécurité.


Allocation of SDC Funding to ICRC Operations in 2019

01.01.2019 - 31.12.2019

In line with the Good Humanitarian Donorship (GHD) principles, Switzerland recognizes the necessity of predictable and flexible funding to respond to changing needs in humanitarian crises. SDC funding to ICRC operations allows the International Committee of the Red Cross (ICRC) to respond proactively and to provide immediate protection and assistance for people affected by armed conflict and other situations of violence.


RAAYI: Appui aux médias du Niger pour une opinion citoyenne

01.11.2018 - 31.10.2023

Au Niger, en dépit de la consécration de la liberté de la presse par la constitution et l’émergence d’un pluralisme médiatique, les médias n’arrivent pas à satisfaire les besoins en information des citoyens, encore moins à répondre aux attentes des jeunes et des femmes. Ce programme améliore l’accès des populations à une information de qualité, leur permettant de participer à la construction de la démocratie et à la stabilité du pays en promouvant une culture de paix.


Programme d’Appui au Développement Culturel (PADEC)

01.10.2017 - 30.09.2021

Ce programme vise à contribuer à la constitution d’un pool de professionnels de la culture afin d’induire un changement significatif dans la vision et la pratique culturelle, la promotion de la paix civile et la lutte contre la précarité des jeunes. Des emplois dans le métier de la culture et de l’art seront créés et des spectacles artistiques de meilleure qualité seront organisés, et impulseront des changements sociétaux.


Intervention en santé mentale et soutien psychosocial pour les migrants au Niger

15.08.2017 - 28.02.2019

2016 environ 200,000 migrants sont passés par le Niger sur l’axe Niger-Lybie/Algérie. Ces migrants sont souvent exposés à des violations graves des droits de l’homme et des traumas. Seule une petite proportion des migrants bénéficie d’une forme d’assistance couvrant les besoins essentiels (santé, abri, nourriture). Une réponse aux traumatismes subis est quasi inexistante. Par ce co-financement, la Suisse contribue donc au renforcement d’une réponse santé mentale/psychosociale ainsi que d’autres services de protection pour les migrants au Niger pour préserver leur bien-être et le potentiel de développement humain.


Appui aux organisations paysannes (OP) du Niger pour une meilleure sécurité alimentaire et nutritionnelle

01.02.2017 - 31.01.2021

Confrontées aux évolutions climatiques et à la pression croissante sur les ressources naturelles, les exploitations familiales (EF) n’assurent plus la sécurité alimentaire du pays. Le programme appuie les organisations paysannes (OP), principales structures de soutien des EF, afin de moderniser l’agriculture, améliorer les politiques sectorielles et la gouvernance des OP et contribuer à la sécurité alimentaire du Niger. 330'000 personnes bénéficieront de ce programme.


Programme d’Hydraulique Rurale – Appui Au Secteur Eau et Assainissement (PHRASEA) Phase 2

01.01.2017 - 31.12.2021

Moins de 50% des nigériens ont accès à l’eau potable et seuls 7% disposent de conditions d'assainissement de base. La croissance démographique galopante, la dispersion de la population sur le territoire et la précarité des finances publiques sont des contraintes empêchant l'accès des populations à ces services de base. Le PHRASEA vient en appui aux efforts du gouvernement, en misant sur la maitrise d’ouvrage des communes.


Allocation of SDC Funding to WFP Operations in 2017

01.01.2017 - 31.12.2017

In line with the Good Humanitarian Donorship (GHD) principles, Switzerland recognizes the necessity of predictable and flexible funding to respond to changing needs in humanitarian crises. SDC funding to WFP operations allows the World Food Programme (WFP) to respond proactively and to provide immediate food assistance in life-threatening situations.


Soutien au Dispositif National de Prévention et de Gestion des Catastrophes et Crises Alimentaires au Niger (DNPGCCA) – Phase 5

01.05.2016 - 31.12.2019

Au Niger, plus de 3 millions de personnes sont affectées chaque année par l'insécurité alimentaire et nutritionnelle. Ces crises entrainent les ménages dans un cercle vicieux de pauvreté et de vulnérabilité. Pour faire face à ce défi, les autorités du Niger ont créé un dispositif national de prévention et de gestion des catastrophes et crises alimentaires. La Suisse accompagne ce Dispositif afin de soutenir durablement la sécurité alimentaire des populations les plus vulnérables.


Programme d’Appui à la Qualité de l’Education Formelle (PAQUE)Phase II

01.12.2014 - 31.12.2019

L’éducation au Niger est dans un état déplorable : étudiants en décrochage ou sortant de l’école sans les acquis de base, enseignants non formés et rencontrant les mêmes difficultés que leurs élèves, encadrement pédagogique inexistant, etc. La seconde phase du Programme d’Appui à la Qualité de l’Education Formelle permettra de réformer le système éducatif en soutenant la mise en place de dispositifs efficaces pour la formation et l’encadrement des enseignants.

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