Mehrwert Swissness – wirksame Entwicklungszusammenarbeit im Kampf gegen Malaria

Articolo, 25.04.2016

Seit der Jahrtausendwende gibt es im Kampf gegen Malaria zwar einige Erfolge zu verzeichnen. So konnte die Todesrate weltweit um fast die Hälfte gesenkt werden. Dennoch rafft die Krankheit nach wie vor jedes Jahr 438‘000 Menschen dahin. Der 10. Weltmalariatag am (heutigen) 25. April 2016 richtet deshalb den Fokus auf die Bedrohung, unter der auch heute noch rund die Hälfte der Weltbevölkerung in über 97 Ländern zu leiden hat. Obwohl die Krankheit vermeidbar und behandelbar ist, stirbt noch immer jede zweite Minute ein Kind an Malaria. Es ist daher dringend nötig, bei aller Befriedigung über die erzielten Fortschritte auch über die bestehenden Herausforderungen und über die Zukunft bei der Bekämpfung dieser tödlichen Krankheit nachzudenken.

Manuel Sager, Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit. © Eva Flury Photography

Es hat einige Symbolkraft, dass am Anlass zum diesjährigen Weltmalariatag in Bern Vertreterinnen und Vertreter der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, der Wissenschaft, der Industrie, aus Partnerländern und der Weltgesundheitsorganisation WHO teilnehmen. Denn nur wenn alle Partner kooperieren, lässt sich erfolgreich gegen Malaria ankämpfen. Und unsere Beteiligung in der weltweiten Malariabekämpfung ist ein sichtbares Beispiel dafür, wie wirksam die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit vorgeht und wie ihre Investitionen einen Mehrwert erzielen, der weit über die eigentliche finanzielle Unterstützung hinausgeht.

Mehrwert Swissness

Die Beispiele zeigen es: Aus dem Zusammenspiel einer starken Innovationskraft, ausgewiesener Expertise in (tropen-)medizinischer Forschung, einer starken Zivilgesellschaft und langjähriger Felderfahrung in von Malaria betroffenen Regionen ergeben sich wirksame Instrumente im Kampf gegen die tödliche Krankheit.

Koordiniert vorgehen: Die DEZA und die Swiss Malaria Group

Heute haben wir die historische Gelegenheit, mit koordinierten Aktivitäten der Malaria in näherer Zukunft ein Ende zu setzen. Das ambitionierte Ziel der Weltgesundheitsorganisation WHO lautet, die Malaria bis zum Jahr 2030 weltweit um 90% zu reduzieren. Erreicht werden kann dies nur durch intelligente Partnerschaften, die sektorenübergreifend und global agieren. In unserem Land bringt deshalb die Swiss Malaria Group Schweizer Forschungsinstitutionen, die Privatwirtschaft und die Zivilgesellschaft unter Federführung der DEZA zusammen, um diesem Ziel näher zu kommen. Die DEZA fungiert dabei als Brückenbauerin, um die wichtigen Akteure an einen Tisch zu bringen und eine zielgerichtete politische wie technische Dynamik zu entfachen. Heute wird der Schweiz in der Forschung und Entwicklung eine wegweisende, weit über unsere Grenzen hinaus anerkannte Vorreiterrolle in der Forschung und Entwicklung neuer Medikamente zugesprochen. Unser Land ist – global gesehen – einer der wichtigsten Akteure im Kampf gegen Malaria. Dass dadurch auch internationale Forschungsmittel generiert und Arbeitsplätze in der Schweiz geschaffen werden, zeigt die weitreichende Relevanz der Entwicklungszusammenarbeit auch für unser Land.

Die Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz basiert auf Schweizer Werten wie Qualität, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und nachhaltiges Engagement. Sie hilft mit, Swissness in eine globalisierte Welt hinauszutragen. Auch auf dem globalen politischen Parkett wird die Schweiz in vielen entwicklungsrelevanten Dossiers gut und gerne als innovative, verlässliche und glaubwürdige Partnerin wahrgenommen. Der (heutige) Weltmalariatag ist uns Aufforderung, in unserem Engagement nicht nachzulassen und den Kampf gegen die Malaria mit unseren Partnern und in unseren Partnerländern konsequent und wirkungsvoll weiterzuführen – damit die Bedrohung durch diese tödliche Krankheit bald endgültig der Vergangenheit angehört.