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Veröffentlicht am 30. April 2026

Bilaterale Beziehungen Schweiz–Burundi

Die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Burundi sind gut. Sie konzentrieren sich hauptsächlich auf die Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen von Gesundheits- und Jugendprogrammen.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die Schweizer Diplomatie konzentriert sich in Burundi vor allem auf die Entwicklung. Die Schweiz unterhält vor Ort ein Kooperationsbüro und führt ein Kooperationsprogramm mit Fokus auf die Bereiche Gesundheit und Jugend durch.

Die Schweiz hat eine Afrika-Strategie für den Zeitraum 2025–2028 ausgearbeitet. In der Region der Grossen Seen, zu der auch Burundi gehört, engagiert sich die Schweiz für Entwicklung und Friedensförderung. In Burundi trägt sie zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Bevölkerung bei. Sie fördert eine flächendeckende und hochwertige Gesundheitsversorgung, eine inklusive und effiziente lokale Gouvernanz und eine Berufsausbildung, die Erwerbsmöglichkeiten schafft.

Datenbank Staatsverträge

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen der Schweiz und Burundi sind sehr bescheiden. Die Schweiz importiert hauptsächlich Kaffee aus Burundi.

Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise SGE

Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation

Forschende aus Burundi können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.

Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende und Kunstschaffende, SBFI

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Im Rahmen des Kooperationsprogramms Schweiz–Burundi 2026–2029 engagiert sich die Schweiz für Frieden, Stabilität und Armutsreduktion. Sie trägt zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zum sozialen Zusammenhalt bei. Sie unterstützt die Stärkung der demokratischen Prozesse, die Achtung der Menschenrechte, den Zugang zu hochwertigen Gesundheitsdiensten und die wirtschaftliche Integration von jungen Menschen. Durch den Einsatz ihrer aussenpolitischen Instrumente – Diplomatie, Entwicklungszusammenarbeit, Friedensförderung und Menschenrechte sowie humanitäre Hilfe – will die Schweiz die Kapazitäten der Bevölkerung in der Region stärken.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Schweizerinnen und Schweizer in Burundi

Ende 2024 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 28 Schweizerinnen und Schweizer in Burundi und 528 burundische Staatsangehörige in der Schweiz.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Die Schweiz anerkannte Burundi am Tag seiner Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1962. Von 1972 bis 1990 führte sie in Bujumbura ein Konsulat.

1969 wurde ein bilaterales Abkommen über Entwicklungszusammenarbeit abgeschlossen. Es bildete die Grundlage für die Durchführung von Projekten in den Bereichen Infrastruktur, Handwerk, Gesundheit, sozialer Wohnungsbau und Landwirtschaft durch die Schweiz.

Dieses Engagement wurde ab den 1990er-Jahren durch humanitäre Hilfe verstärkt. Das 2001 in Bujumbura eröffnete Büro wurde 2007 in ein Kooperationsbüro umgewandelt.

Von 2006 bis 2025 gehörte Burundi zum Kooperationsprogramm in der Region der Grossen Seen in Ostafrika. Seit 2026 besteht ein bilaterales Kooperationsprogramm Schweiz–Burundi.

Burundi, Historisches Lexikon der Schweiz

Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis

Dokumente

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Die Helpline EDA beantwortet als zentrale Anlaufstelle Fragen zu konsularischen Dienstleistungen.