Gültig am:
Publiziert am: 14.06.2019

Diese Reisehinweise sind überprüft und bestätigt worden. Die Einschätzung der Lage ist unverändert gültig.


Reisehinweise für die Salomoninseln

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Auch wenn die Situation ziemlich stabil ist, sind politische Unruhen mit Ausschreitungen, vor allem in der Hauptstadt Honiara, nicht völlig auszuschliessen.

Verfolgen Sie die Entwicklung der Lage vor und während der Reise in den Medien. Meiden Sie grössere Menschenansammlungen und Demonstrationen jeder Art, und halten Sie sich strikt an die Anweisungen der Behörden (allfällige Ausgangssperren etc.).

Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Informieren Sie sich vor Reisen in die ländlichen Gebiete von Guadalcanal und nach Malaita bei den lokalen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage.

Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg bilden in einigen Landesteilen nach wie vor eine Gefahr. Halten Sie sich deshalb an die Strassen und häufig benutzten Wege, und informieren Sie sich bei den lokalen Sicherheitsbehörden und/oder der Bevölkerung.

Kriminalität

Diebstähle, Einbrüche und bewaffneten Raubüberfälle kommen vor, besonders auf den Inseln Guadalcanal (hauptsächlich Honiara) und Malaita. Vermehrt wird Gewalt angewendet. Auch Sexualdelikte sind zu verzeichnen. Gefährdet sind vor allem allein reisende Frauen.

Unter anderem werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Seien Sie nachts nicht zu Fuss unterwegs, speziell in Honiara.
  • Verzichten Sie auf nächtliche Überlandfahrten.
  • Lassen Sie sich bei Überlandreisen vorzugsweise von einem ortskundigen Führer begleiten.
  • Besonders Frauen wird empfohlen, nicht alleine zu reisen.
  • Fahrten (auch mit Taxi und Bus) von Honiara aus nach Osten über den Alligator Creek hinaus und westlich weiter als White River sind zu unterlassen. Der beliebte Strand von Boneghi sollte nur mit lokalen Reiseführern besucht werden.
  • Verzichten Sie auf Besuche der Armenviertel in Honiara.

Die Polizei verfügt über beschränkte Mittel und kann deshalb in Notfällen oft nur mit zeitlicher Verzögerung eingreifen.

Verkehr und Infrastruktur

Es herrscht Linksverkehr. Ausserhalb der Hauptstadt Honiara ist der Strassenzustand oft schlecht. Das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer bildet ein zusätzliches Unfallrisiko.

Die Sicherheitsvorkehrungen der Schiffsverbindungen sind mangelhaft (Überbelegung, ungenügende Ausrüstung).

Die Qualität der Sicherheitsvorkehrungen und des Materials für den Wassersport ist sehr unterschiedlich. Informieren Sie sich bei den lokalen Anbietern über die Sicherheitsmassnahmen und über deren Versicherungsdeckung und überprüfen Sie die Sportgeräte.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Gleichgeschlechtliche Handlungen sind verboten. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden hart bestraft. Die Haftbedingen sind prekär.

Kulturelle Besonderheiten

Auf den Salomon-Inseln sind zahlreiche lokale Traditionen erhalten geblieben. Passen Sie Verhalten und Kleidung den örtlichen Gepflogenheiten Ihres Aufenthaltsortes an.

Naturbedingte Risiken

Die Salomon-Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Vulkanausbrüche und Erdbeben können ausser Verwüstungen auf dem Land auch Tsunami auslösen. Tsunami, die durch Erdbeben im südostasiatischen Raum ausgelöst werden, können auch die Salomoninseln erreichen.

Vor allem zwischen November und März treten tropische Wirbelstürme auf.
Beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden.
Solomon Islands Meteorological Services
Possible Threats to Solomon Islands

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist nur beschränkt gewährleistet. Ernsthafte Krankheiten und Verletzungen werden mit Vorteil im Ausland (z.B. Australien) behandelt. Es empfiehlt sich deshalb, sicherheitshalber vor der Abreise auch ein australisches Touristenvisum einzuholen. Krankenhäuser verlangen eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (Kreditkarte oder Vorschusszahlung).

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Nützliche Adressen

Zollvorschriften der Salomoninseln: Customs & Excise

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Generalkonsulat in Sydney, Australien
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Es gibt keine Vertretung der Salomon-Inseln in der Schweiz. Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilt die Botschaft der Salomon-Inseln in Belgien. Sie informiert auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.: avenue E. Lacomblé 17, B-1040 Brüssel, Tel. 0032-2-7327085.

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.