Gültig am:
Publiziert am: 30.09.2019

Die Lagebeschreibung ist aktualisiert worden. Die Empfehlungen bleiben unverändert gültig.


Reisehinweise für Syrien

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen nach Syrien und von Aufenthalten jeder Art wird abgeraten.

Schweizer Staatsangehörige, die beschliessen, im Land zu bleiben oder entgegen der Empfehlung des EDA nach Syrien zu reisen, müssen sich bewusst sein, dass die Schweiz praktisch keine Möglichkeiten zur Erbringung von Dienstleistungen oder Hilfeleistungen in Notfällen hat.

Die in Syrien wohnhaften schweizerischen Staatsangehörigen werden durch die Schweizer Botschaft in Beirut (Libanon) betreut: Tel. +961 1 324 129.
Schweizer Botschaft in Beirut

Helpline EDA

In Syrien herrscht ein bewaffneter Konflikt. Luftangriffe, schwere Kämpfe zwischen syrischen Sicherheitskräften, deren Verbündeten und bewaffneten Oppositionsgruppen sowie Kämpfe zwischen verschiedenen Oppositionsgruppen fordern täglich Todesopfer und Verletzte. Der Norden des Landes ist besonders schwer davon betroffen.

Praktisch täglich werden Anschläge verübt. Grosse Gebiete sind vermint.

Das syrische Staatsgebiet wird nur teilweise von der syrischen Regierung kontrolliert. Vor allem im Norden des Landes üben verschiedenen Gruppierungen mit unterschiedlichem Hintergrund die Kontrolle aus, darunter auch extremistische Bewegungen, die dem «Islamischen Staat» (IS) und der al-Qaida nahe stehen.

Das Entführungsrisiko (teilweise mit Todesfolge) durch terroristische und kriminelle Gruppierungen ist für in- und ausländische Personen hoch. Beispiele:

  • wiederholt: Massenentführungen von einheimischen Personen
  • zwei jordanische Staatsangehörige im Mai 2019
  • ein jordanischer Staatsangehöriger im November 2017
  • ein italienischer Staatsangehöriger im Februar 2016
  • eine deutsche Journalistin im Oktober 2015
  • drei spanische Journalisten im Juli 2015

Für ihre Freilassung wird Lösegeld und/oder die Freilassung von Gefangenen gefordert. Die Extremistengruppe IS hat mehrere entführte ausländische Journalisten und Entwicklungshelfer umgebracht.

Wer illegal nach Syrien einreist, muss mit Haftstrafen von bis zehn Jahren und / oder hohen Geldbussen rechnen.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Beirut
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.