Gültig am:
Publiziert am: 14.07.2016

Reisehinweise für Indien

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

 

Grundsätzliche Einschätzung

Bei Reisen nach Indien ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Kriminalitätsrate ist hoch.

Zwischen religiösen beziehungsweise ethnischen Gemeinschaften bestehen latente Spannungen, die sich teilweise ohne grosse Vorwarnung in lokalen, gewaltsamen Zusammenstössen entladen und auch auf andere Ortschaften oder Bundesstaaten überspringen können. Das Potenzial von Eskalationen besteht vor allem zwischen hinduistischen und muslimischen Bevölkerungsgruppen, wie die Unruhen in Uttar Pradesh (Muzzafaranagar) von Anfang September 2013 gezeigt haben. Seit Dezember 2014 waren jedoch auch mehrere Angriffe hinduistischer Fundamentalisten auf christliche Kirchen zu verzeichnen.

Auch wegen lokaler sozialer, wirtschaftlicher und politischer Spannungen kann sich die Sicherheitslage in einzelnen Regionen rasch verändern. Verspätungen und Behinderungen des Reiseverkehrs können die Folge sein.

Im Falle von Strassensperren und Streiks bleibt den Reisenden nichts anderes übrig, als sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die schweizerischen Vertretungen in New Delhi, Mumbai und Bangalore haben bei Blockaden nur eng begrenzte - je nach Situation gar keine - Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.

Verschiedene Attentate haben in den letzten Jahren zahlreiche Tote und Verletzte gefordert. Die terroristischen Angriffe in Mumbai vom 26. bis 29. November 2008 richteten sich erstmals auch gezielt gegen Ausländer. Am 13. Februar 2010 wurde in Pune ein Anschlag auf ein Bäckerei-Café verübt, das bei Ausländern beliebt ist. Seither haben weitere Anschläge Todesopfer und Verletzte gefordert, unter anderem am 7. September 2011 beim Delhi High Court und auf einem Markt in Hyderabad im Februar 2013. Trotz erhöhter Sicherheitsmassnahmen ist im ganzen Land mit weiteren Anschlägen zu rechnen, besonders in den Grossstädten und Touristenorten. Vor allem in öffentlichen Transportmitteln (z.B. Züge, Bahnhöfe, Flughäfen), grossen Menschenansammlungen, religiösen Stätten, auf Märkten, in Hotels und Restaurants ist erhöhte Vorsicht und risikobewusstes Verhalten angezeigt. Beachten Sie auch die Rubrik
Terrorismus und Entführungen

Zwischen Indien und Pakistan bestehen langjährige und anhaltende politische Spannungen. Die beiden Regierungen haben verschiedene vertrauensbildende Massnahmen angeordnet. Eine Lösung des Konflikts ist aber noch nicht erkennbar und eine erneute Verschlechterung der Situation kann nicht ausgeschlossen werden.

Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die aktuelle Lage an Ihren Reisezielen, befolgen Sie die Anweisungen der indischen Behörden und Ihrer Reiseagentur. Meiden Sie grössere Menschenansammlungen und Demonstrationen jeder Art.

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Grenzgebiet zu Pakistan: Teile der Grenze sind vermint. Von Reisen in die gesamte Grenzregion zu Pakistan wird weiterhin abgeraten. Eine Ausnahme bildet der einzige, für Ausländer geöffnete Grenzübergang zwischen Indien und Pakistan in Wagah zwischen Amritsar und Lahore.

Jammu & Kashmir: Der Konflikt mit Pakistan um das umstrittene Grenzgebiet einerseits und mit verschiedenen Unabhängigkeitsbewegungen andererseits besteht weiter. Trotz eines im November 2003 erklärten Waffenstillstands kommt es regelmässig zu bewaffneten Zwischenfällen entlang der Waffenstillstandslinie (Line of Control), die auch zivile Todesopfer fordern. Seit 2013 gab es mehrmals gegenseitige Artilleriebeschüsse, denen allein im Oktober 2014 über 20 Personen auf beiden Seiten der Line of Control zum Opfer fielen.
Unruhen, Minen und Überfälle fordern immer wieder Todesopfer. Ausserdem besteht das Risiko von Bombenattentaten. Die politischen und ethnisch-religiösen Spannungen sind hoch. Phasen vordergründiger Ruhe können jederzeit von Unruhen oder Gewalttaten unterbrochen werden. So sind Anfang Juli 2016 bei gewaltsamen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften zahlreiche Personen getötet oder verletzt worden. Ähnliche Ereignisse waren auch 2013 und 2014 zu verzeichnen. Die Streitkräfte verfügen über besondere Vollmachten: Sie dürfen z.B. Personen ohne Haftbefehl verhaften oder auf Personen schiessen, die die öffentliche Ordnung missachten. Bei Unruhen setzen sie scharfe Munition ein und verhängen Ausgangssperren. Von Reisen in den Teilstaat Jammu & Kashmir, also auch ins Kashmirtal, wird abgeraten.
Eine Ausnahme bildet Ladakh unter folgenden Bedingungen: Die Anreise erfolgt per Flugzeug oder auf der direkten Hauptstrasse von Manali nach Leh, Sie meiden die Grenzgebiete zu Pakistan weiträumig, und halten sich strikt an die weiter unten aufgezählten, allgemeinen Vorsichtsmassnahmen.

Nordosten: In Teilen dieser Region kommt es immer wieder zu Attentaten und Gefechten zwischen den indischen Sicherheitskräften und Rebellen verschiedener ethnischer Gruppen. In Assam fordern Attentate und bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen ethnischen Bevölkerungsgruppen immer wieder Todesopfer und Verletzte, z.B. im Dezember 2013 im Karbi Anglong Distrikt und im Mai 2014 in den Distrikten Kokrajhar und Baksa. Im Dezember 2014 töteten Rebellen zahlreiche Bewohner zweier Dörfer in den Distrikten Sonitpur und Kokrajhar. Auch in der Provinzhauptstadt Guwahati sind Anschläge verübt worden. Im Nordosten verfügen die Streitkräfte über besondere Vollmachten: Sie dürfen z.B. Personen ohne Haftbefehl verhaften oder auf Personen schiessen, die die öffentliche Ordnung missachten. Von Reisen in die Teilstaaten Assam, Tripura, Nagaland, Manipur und Meghalaya wird abgeraten. In den übrigen Gebieten ist erhöhte Vorsicht geboten.

Andhra Pradesh, Bihar, Chhattisgarh, Jharkhand, Madhya Pradesh, Maharashtra, Orissa, Uttar Pradesh, West Bengal: In abgelegenen Regionen dieser Bundesstaaten sind Maoisten-/Naxalitengruppen aktiv und kontrollieren zeitweise einzelne Gebiete. Diese Gruppierungen werden von der indischen Regierung als verbotene terroristische Organisationen eingestuft. Attentate und Überfälle auf Dorfbewohner und Behörden nehmen zu, vor allem in Chhattisgarh und im Süden von West Bengal. Im März 2012 sind zum ersten Mal zwei ausländische Touristen in Orissa entführt worden. Zeitweise werden Touristenreisen in einzelne Gebiete verboten. Informieren Sie sich vor und während einer Reise bei den lokalen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage und die Gebiete, die nicht bereist werden dürfen. Lassen Sie grösste Vorsicht walten und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.

Kriminalität

Aus dem ganzen Land werden sehr viele Vergewaltigungen und andere Sexualdelikte gemeldet. Opfer werden vermehrt auch Ausländerinnen und Ausländer.

Die Kleinkriminalität nimmt zu. Raubüberfälle auf Taxipassagiere kommen vor.
In den Touristenzentren Goa, Agra und Jaipur (Rajasthan) kommt es immer wieder zu Betrügereien durch Händler, die den Versand von sog. Edelsteinen nach Europa anbieten.
In Goa sind bewaffnete Raubüberfälle, Betrügereien, Beschaffungskriminalität und Straftaten nach Zufallsbekanntschaften in Bars relativ häufig.

Beachten Sie im ganzen Land unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Die Kriminalitätsrate kann je nach Ort und Stadtteil erheblich variieren. Informieren Sie sich bei Bekannten, Geschäftspartnern oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten, und erkundigen Sie sich, ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten.
  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Seien Sie in den Ballungszentren, in Touristenorten sowie auf Märkten auf der Hut vor Dieben.
  • Besondere Vorsicht ist in öffentlichen Transportmitteln und Bahnhöfen geboten (Diebstähle, Sexualdelikte, Belästigungen).
  • Es ist ratsam, Taxis beim Hotelempfang zu bestellen. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte auf unnötige Fahrten verzichtet werden. Lassen Sie die Flughafentransfers vorzugsweise durch Ihr Reisebüro organisieren oder benutzen Sie den hoteleigenen Transferdienst.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen Unbekannte Getränke oder Esswaren anbieten. Es kommt vor, dass diese mit Betäubungsmitteln versetzt werden, um das Opfer zu berauben.
  • Schenken Sie dem Sicherheitsaspekt bei der Wahl der Unterkunft grosse Aufmerksamkeit. Viele Pensionen und kleine Hotels verfügen über keinen Sicherheitsdienst. Zu viel Sparsamkeit kann Ihre Sicherheit beeinträchtigen.
  • Seien Sie nachts nicht alleine unterwegs.
  • Unternehmen Sie Trekking Touren ausschliesslich in grösseren Gruppen und lassen Sie sich von einem anerkannten, ortskundigen Führer begleiten.
  • Frauen wird generell zu erhöhter Vorsicht geraten. Dies gilt auch, wenn sie in ausschliesslich weiblichen Gruppen reisen. Mit männlicher Begleitung werden sie weniger belästigt; Vorsicht bleibt aber dennoch geboten
  • Es ist in jedem Fall von Vorteil, sich von einem anerkannten Führer begleiten zu lassen.
  • Wiederholt sind Betrügereien durch zweifelhafte lokale Reise-Anbieter gemeldet worden. Lesen Sie die Vertragsbedingungen genau durch und lassen Sie sich nicht zu einem Vertragsabschluss drängen. Lehnen Sie Angebote von selbsternannten Reiseführern ab.
  • Reiseagenturen können sich freiwillig beim Ministry of Tourism registrieren lassen. Falls Sie trotzdem von einem Reiseanbieter betrogen wurden, haben Sie die Möglichkeit, sich beim Ministry of Tourism zu beschweren-

Ministry of Tourism; approved travel trade operators
Ministry of Tourism; Travel Trade devision

In den indischen Gewässern und im Indischen Ozean ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
maritime Piraterie

Verkehr und Infrastruktur

Im Juni/Juli 2013 und im Sommer 2014 haben schwere Überschwemmungen in verschiedenen Landesteilen massive Schäden angerichtet und zahlreiche Todesopfer und Verletzte gefordert. Besonders betroffen sind Uttarakhand, Uttar Pradesh, Andra Pradesh und Kerala. Die Instandstellung der Infrastruktur wird längere Zeit in Anspruch nehmen. Informieren Sie sich vor Reisen in die betroffenen Regionen bei Ihrem Reiseveranstalter über die Durchführbarkeit der Reise.

Die meisten Strassen sind in schlechtem Zustand. Während der Monsunzeit (Juni bis September/Oktober) muss mit überschwemmten und unpassierbaren Strassen gerechnet werden. Mangelhaft gewartete Fahrzeuge und das unberechenbare Verhalten der verschiedensten Verkehrsteilnehmer (Autos, Lastwagen, Fuhrwerke, Fahrräder, Fussgänger, Elefanten, Kamele, Kühe etc.) stellen ein hohes Unfallrisiko dar - auch bei Reisen mit Überlandbussen. Für Reisen mit einem Personenwagen ist es empfehlenswert, einen Wagen mit Chauffeur zu mieten. Von nächtlichen Überlandfahrten wird in jedem Fall abgeraten.

Öffentlicher Verkehr: Die teilweise veraltete Infrastruktur des Eisenbahnnetzes hat wiederholt zu schweren Unfällen geführt. Die Sicherheitsvorkehrungen von Touristenbooten, Schiffs- und Fährverbindungen sind oft mangelhaft (Überbelegung, ungenügende Ausrüstung).

In abgelegenen Gebieten bestehen oft nur beschränkte Telefon- und Internetverbindungen.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Die Rechtsprechung kann sich in den einzelnen Bundesstaaten stark unterscheiden. Erkundigen Sie sich bei ortsansässigen Bekannten, Geschäftspartnern, Reiseleitern oder im Hotel über die lokal gültigen Bestimmungen.

Gleichgeschlechtliche Handlungen sind strafbar.

Es ist verboten, die indische Flagge zu beleidigen, zu missbrauchen oder zu beschädigen. Ebenfalls verboten sind respektlose Äusserungen und Handlungen gegenüber der indischen Verfassung.

Die Gesetze über den Alkoholkonsum variieren von einem Bundesstaat zum anderen: Es bestehen unterschiedliche Altersgrenzen, in einigen Staaten ist Alkohol generell verboten (z.B. Gujarat) und in anderen darf Alkohol nur mit einer Bewilligung konsumiert werden (z.B. Maharashtra).

Satellitentelefone dürfen nur mit einer Bewilligung der indischen Behörden benutzt werden; auch diese Bestimmungen sind nicht in allen Bundesstaat gleich. Zuwiderhandlungen werden mit Haftstrafen geahndet. Es ist verboten, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Gefängnisstrafen geahndet (keine Begnadigungsmöglichkeit).

Für schwere Delikte kann die Todesstrafe verhängt werden, z.B. bei Mord oder Raub mit schwerer Körperverletzung oder bei Gruppenvergewaltigung.

Juristische Verfahren können sich über Jahre hinziehen. Die Haftbedingungen sind prekär (überfüllte Zellen, schlechte hygienische Verhältnisse etc.).

Bergbesteigungen müssen durch die Zentralregierung bewilligt werden. Vergewissern Sie sich, dass die Organisatoren einer Expedition alle Vorschriften einhalten, auch jene für die Versicherung einer allfälligen Bergrettung.
Indian Mountaineering Foundation

Kulturelle Besonderheiten

Indien ist ein grosses Land mit verschiedenen alten Kulturen und Religionen, mit eigenen Sitten und Verhaltensregeln, die vom westlichen Besucher Anpassungs- und Einfühlungsvermögen fordern. Passen Sie Kleidung und Verhalten den lokalen Gepflogenheiten an. Informieren Sie sich in Reiseführern, bei Ihrem Reisebüro oder vor Ort über die Verhaltensregeln und die genauen Bestimmungen.

Naturbedingte Risiken

Erdbeben können im ganzen Land auftreten. Als besonders gefährdet gilt die nördliche Landeshälfte. Tsunami, die durch Erdbeben im südostasiatischen Raum ausgelöst werden, können auch Indien erreichen.

Während des Sommermonsuns (Juni bis September/Oktober) muss vor allem im Norden des Landes mit teils sehr starken Regenfällen gerechnet werden. Sie können Überschwemmungen, Erdrutsche, Schlamm- und Geröll-Lawinen und Infrastrukturschäden verursachen. Besonders in der Nähe von Flüssen kann sich die Situation sehr rasch ändern.

Die Ostküste wird immer wieder von heftigen Wirbelstürmen (besonders Oktober bis Dezember) heimgesucht, die Überschwemmungen und Verwüstungen verursachen.

Der Reiseverkehr kann über längere Zeit beeinträchtigt werden. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter, beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden. Unternehmen Sie Trekking-Touren in Begleitung von lokalen, erfahrenen Reiseführern.

National Disaster Management Authority (Informationen über Naturkatastrophen und Verhaltensregeln)
Pacific Tsunami Warning Center PTWC
India Meteorological Department
Weltorganisation für Meteorologie (WMO)

Unterschätzen Sie im Himalaya die Symptome der Höhenkrankheit nicht.

Sollte das Land während Ihres Aufenthalts von einer Naturkatastrophe heimgesucht werden, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die nächste schweizerische Vertretung (Botschaft in New Delhi, Generalkonsulat in Mumbai oder Bangalore).

Medizinische Versorgung

Ausserhalb der Grossstädte ist die medizinische Versorgung nicht überall gewährleistet. Eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen können sich als nützlich erweisen. Personen mit einem negativen Rhesusfaktor können unter Umständen nur mit Schwierigkeiten eine Bluttransfusion erhalten. Wählen Sie wenn möglich private Krankenhäuser; sie sind in der Regel besser ausgerüstet als die staatlichen. Sie verlangen jedoch teilweise einen Kostenvorschuss oder eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Besondere Hinweise

Einige Regionen dürfen nur mit einer Sonderbewilligung bereist werden. Die indische Botschaft in Bern erteilt Auskunft, welche Gebiete betroffen sind, und wie die Bewilligung beantragt werden kann.
Bureau of Immigration: Restricted Protected Areas

Für Ferienreisen bis zu 30 Tagen können schweizerische Staatsangehörige online ein e-Tourist Visum beantragen. Die Einreise mit dem e-Tourist Visum muss über bestimmte Flughäfen erfolgen. Weitere Auskünfte erteilt die indische Botschaft in Bern.
e-Tourist Visa

Nützliche Adressen

Notruf Polizei: 100
Sicherheitshelpline der Bahnpolizei (Railway Protection Force): 135

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizerische Vertretungen in Indien
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.