Rega schulte Piloten der rumänischen Luftrettungsdienste

Projekt abgeschlossen
Rega-Instruktoren üben mit Piloten der rumänischen Luftrettungsdienste während Flügen
Rega-Instruktoren üben mit Piloten der rumänischen Luftrettungsdienste unter anderem die Bedienung der Seilwinde während Flügen. © REGA

Die Schweizerische Rettungsflugwacht organisierte und koordinierte Weiterbildungen für rumänische Piloten. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem Wissen half sie, die Sicherheit und Qualität der rumänischen Luftrettungsdienste zu verbessern.

Land/Region Thema Periode Budget
Rumänien
Soziale Sicherheit erhöhen
Verschiedene soziale Dienstleistungen
01.09.2012 - 31.12.2016
CHF 1'500'800

Hinweis: Die Texte in allen Rubriken, mit Ausnahme «Erreichte Resultate», beschreiben die Situation vor Projektbeginn.

Flugrettungen erfordern hohe Sicherheitsstandards und ein grosses Wissen. In der Vergangenheit ist es in Rumänien bei Rettungsaktionen zu schwerwiegenden Unfällen gekommen. Die Verantwortlichen haben Sicherheitsmängel und operationelle Probleme erkannt und die Zusammenarbeit mit der Schweiz gesucht. Der rumänische Mobile Dienst für Notfälle, Reanimierung und Bergung (SMURD) hat die Rega für Aus- und Weiterbildungen engagiert. 

Training in Schweizer Flugsimulator 

In Rumänien schulte die Rega zwei rumänische Fluglehrpersonen, die ihre erworbenen Erfahrungen an weitere rumänische Piloten weitergeben können. Ausserdem absolvierten 28 Piloten der rumänischen Luftrettungsdienste Trainingseinheiten in einem Flugsimulator im Trainingszentrum der Schweizer Luftwaffe auf dem Militärflugplatz Emmen. Ende 2013 hatten bereits alle 28 Piloten die Trainingseinheiten im Flugsimulator absolviert und ihre Kompetenzen verbessert. Die Rega führte zudem Flugkurse in Rumänien durch, zum Beispiel für Windeneinsätze und Rettungseinsätze in Bergregionen. 

Nachhaltige Verbesserung der Organisation 

Die Rega schulte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der rumänischen Luftrettungsdienste in den Bereichen neue fliegerische Verfahren, Kommunikation, Organisation und Sicherheitsmanagement sowie Organisationskultur. Dadurch sollten die Rettungseinsätze sicherer, effizienter und schneller erfolgen, um bei Unfällen keine lebenswichtigen Minuten zu verlieren. Angehende Lehrpersonen der rumänischen Rettungskräfte nahmen an medizinischen Weiterbildungskursen der Rega teil, unter anderem zu den Themen Reanimation, «European Trauma Course» und Behandlung von Neugeborenen.

Die rasche und richtige Reaktion bei Notfällen und schnelle Transportwege können Leben retten. Gleichzeitig verhindern sie hohe gesellschaftliche Folgekosten. Davon profitieren sowohl die rumänische Bevölkerung wie auch Touristinnen und Touristen. Dank dem Projekt hat die rumänische Flugrettung vergleichbare operationelle Fähigkeiten wie andere europäische Flugrettungsorganisationen. Die Rega brachte ihre langjährigen Erfahrungen und im internationalen Vergleich hohen Qualitätsstandards mit ein. Sie leistete einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Qualität der rumänischen Luftrettungsdienste.

1,5 Millionen CHF

Die Schweiz steuerte rund 1,5 Millionen CHF zum Projekt bei, das zum Thematischen Fonds Gesundheit der Schweiz gehört. Die Schweiz zahlte mit dem Fonds 10 Millionen CHF an vier Gesundheitsprojekte. Die Projekte verbessern den Zugang der Bevölkerung zu sozialen Dienstleistungen und erhöhen deren Qualität.

In dieses Projekt flossen keine Gönnerbeiträge der Rega ein. Die Finanzierung wurde vorwiegend von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA geleistet.