Amerikas-Ticker: Krisen und Katastrophen
Auch der amerikanische Doppelkontinent ist immer wieder von Krisen und Katastrophen betroffen. Die Schweiz unterstützt betroffene Menschen und Partnerländer mit humanitärer Hilfe und setzt sich bei der Bewältigung akuter Notlagen ein. Der Ticker gibt einen Überblick über wichtige Entwicklungen.
25.08.2026 – Erdbeben in Venezuela: Humanitäre Hilfe der Schweiz – eine Rückschau
Zwei Erdbeben forderten am 24. Juni 2026 in Venezuela mehr als 6000 Todesopfer und verursachten grosse Zerstörung. Die venezolanischen Behörden lancierten einen internationalen Hilfsappell. Die DEZA entsandte sofort die Rettungskette Schweiz. Mitglieder des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe und Fachleute aus der Region führten die Nothilfe fort. Rückschau auf die humanitäre Hilfe der Schweiz.
21.08.2026 – Erdbeben in Venezuela: 24 Stunden und 10 Minuten
Als um 3.50 Uhr das Telefon klingelt, beginnt für Ruedi Ott ein Wettlauf gegen die Zeit. Innerhalb von Stunden muss der stellvertretende Logistikchef der Schweizer Rettungskette zusammen mit Dutzenden Kolleginnen und Kollegen einen hochkomplexen Einsatz organisieren: 80 Spezialistinnen und Spezialisten, acht Rettungshunde und 18 Tonnen Material sollen möglichst schnell ins Erdbebengebiet in Venezuela gelangen. Jede Stunde zählt – und jedes Glied der Rettungskette muss funktionieren. Ein langer Tag steht bevor.
12.08.2026 – Schweiz leistet finanzielle Unterstützung für humanitäre Hilfe nach dem Erdbeben in Kolumbien
Nach dem Erdbeben in Kolumbien hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) eine Million Franken zur Unterstützung der humanitären Hilfe bereitgestellt. Im Rahmen einer Sofortmassnahme werden 500'000 Franken an das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) sowie an mehrere lokale Nichtregierungsorganisationen überwiesen, die in den besonders betroffenen Regionen Chocó, Cali und Eje Cafetero tätig sind. In einem zweiten Schritt werden weitere 500'000 Franken eingesetzt, um die Grundbedürfnisse der Bevölkerung in den verwüsteten Gebieten zu decken.

Die Schweizer Vertretung in Bogotá steht mit den zuständigen Behörden vor Ort in Kontakt. Dem EDA liegen derzeit keine Informationen über mögliche Schweizer Opfer vor. Die Abklärungen sind noch im Gang. In Kolumbien sind rund 2'800 Schweizer Staatsangehörige als Auslandschweizer und -schweizerinnen registriert. Auf der Plattform Travel Admin haben sich rund 140 Personen als Reisende registriert.
Über die Helpline des EDA gingen bislang ein Dutzend Anrufe ein (Fragen zu Reisehinweisen, Verhaltensempfehlungen, Angehörigen, die noch nicht erreicht werden konnten). Das EDA leistet hier im Rahmen des konsularischen Schutzes Unterstützung.
An die in Kolumbien registrierten oder sich dort als Touristen aufhaltenden Schweizer Staatsangehörigen wurde eine Mitteilung versandt; zudem wurde die Website der Vertretung aktualisiert. Sie verweist die Schweizer Staatsangehörigen auf weitere Informationen.
11.08.2026 – Bundespräsident Parmelin kondoliert nach dem Erdbeben in Kolumbien
Nach dem Erdbeben in Kolumbien mit dem Epizentrum nahe San José del Palmar im westkolumbianischen Departamento Chocó hat Bundespräsident Guy Parmelin im Namen der Schweizer Bevölkerung sein Mitgefühl mit den Opfern und ihren Angehörigen ausgedrückt.
Nach dem Erdbeben haben die kolumbianischen Behörden den nationalen Notstand ausgerufen. Schweizer Staatsangehörige vor Ort sind gehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. In Notfällen wenden Sie sich bitte an die Polizei (Tel: 123) oder an die für den Zivilschutz zuständige lokale Behörde: Grupo de Protección, +57 601 375 23 51.
Die Schweiz verfolgt die Lage in Kolumbien nach dem schweren Erdbeben aufmerksam. Die zuständigen Stellen prüfen derzeit, ob und in welcher Form die Schweiz Unterstützung leisten kann. Dazu gehört auch die Möglichkeit, Fachspezialistinnen und -spezialisten zu entsenden.
02.07.2026 – Erdbeben in Venezuela: Rettungskette beendet ihren Einsatz, Schweiz setzt ihre humanitäre Hilfe fort
Die Zahl der Opfer der beiden starken Erdbeben in Venezuela steigt weiter an, und die Zerstörungen sind beträchtlich. Die Rettungskette Schweiz, die seit vergangenem Freitag im Einsatz war, um verschüttete Menschen zu bergen, hat ihren Einsatz beendet und kehrt in die Schweiz zurück. Die Schweiz setzt ihre Nothilfe fort und entsendet zur Unterstützung der Überlebenden Fachleute des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe.
29.06.2026 – Die Schweizer Rettungskette setzt ihren Einsatz in Venezuela fort
26.06.2026 – Rettungskette Schweiz ist in Caracas eingetroffen

Die Rettungskette Schweiz ist am Freitag, 26. Juni, in der venezolanischen Hauptstadt Caracas eingetroffen. Das Team der Rettungskette Schweiz besteht aus 80 Spezialistinnen und Spezialisten, darunter auch 22 Angehörige der Armee. Mit ihren Fähigkeiten im Bereich Urban Search and Rescue sind sie in der Lage, einen Beitrag zu diesem Rettungseinsatz zu leisten und Opfer aus Trümmerlagen zu bergen. Im Einsatz stehen ebenfalls acht Suchhunde. Insgesamt hat die Rettungskette Schweiz rund 18 Tonnen Rettungsmaterial nach Venezuela gebracht.
Nach ihrer Ankunft kurz vor Mittag hat die Schweizer Rettungskette in Abstimmung mit den venezolanischen Behörden sofort mit den Vorbereitungen für ihren Einsatz begonnen. Ihre Aufgabe wird es sein, Opfer des Erdbebens in den Trümmern aufzuspüren, sie zu bergen und zu retten. Die Einsatzorte werden in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden festgelegt.
Für diese erste Such- und Rettungsphase hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des EDA 1,5 Millionen Franken aus den Nothilfemitteln freigegeben. Um der betroffenen Bevölkerung in Venezuela zu helfen, prüft sie zudem weitere Unterstützungsmassnahmen.
Dem EDA liegen derzeit keine Informationen über mögliche Schweizer Opfer vor. Die entsprechenden Abklärungen dauern an. Bislang sind bei der Helpline des EDA einige Anfragen eingegangen.
Die Schweizer Botschaft in Venezuela ist operationell.
25.06.2026 – Rettungsteam fliegt mit Suchhunden in die Erdbebenregion
Die Schweiz hat den venezolanischen Behörden ihre Unterstützung angeboten, nachdem diese einen internationalen Hilfsaufruf lanciert hatten. Die venezolanischen Behörden haben das Schweizer Hilfsangebot angenommen und ausdrücklich begrüsst. Der Einsatz der Rettungskette Schweiz wird nun umgesetzt: Ein Team von 80 Spezialistinnen und Spezialisten mit acht Suchhunden sowie 18 Tonnen Rettungsmaterial reist nach Venezuela. Der Abflug erfolgt am Freitagmorgen um 02.00 Uhr ab Zürich mit einem Airbus 340-300. Die Ankunft in Caracas ist für 10 Uhr Ortszeit vorgesehen. Die Rettungskette Schweiz wird nach ihrer Ankunft die Vorbereitungen für ihren Einsatz in Abstimmung mit den venezolanischen Behörden aufnehmen. Ihr Auftrag besteht darin, nach Erdbebenopfern in den Trümmern zu suchen, sie zu bergen und zu retten.
Bild- und Videomaterial von der Verladung des Materials wird ab morgen Vormittag über diesen Link zur Verfügung gestellt.
25.06.2026 – Erdbeben in Venezuela: Stellungnahme des Bundesrats und Mobilisierung der Rettungskette Schweiz
Bundespräsident Guy Parmelin hat im Namen der Landesregierung Stellung zum verheerenden Erdbeben in Venezuela genommen. Die Gedanken des Bundesrats sind bei den Opfern, ihren Familien und der gesamten betroffenen Bevölkerung.
Humanitäre Hilfe
Die Schweiz hat den venezolanischen Behörden ihre Unterstützung angeboten, nachdem diese einen internationalen Hilfsaufruf lanciert hatten. Der Delegierte des Bundesrates für humanitäre Hilfe hat beschlossen, die Rettungskette Schweiz mit 80 Mitgliedern und acht Suchhunden sowie 18 Tonnen Rettungsmaterial zu mobilisieren. Der Auftrag der Rettungskette Schweiz ist, Erdbebenopfer in den Trümmern zu suchen, zu bergen und zu retten.
Da der venezolanische Luftraum für die meisten europäischen Fluggesellschaften geschlossen ist, laufen derzeit Abklärungen, um möglichst rasch einen Flug für den Transport der Schweizer Rettungskräfte und ihrer Ausrüstung zu organisieren.
Schweizerinnen und Schweizer vor Ort
Die Schweizer Botschaft steht mit den zuständigen Behörden in Venezuela in Kontakt. Dem EDA liegen derzeit keine Informationen über Schweizer Opfer vor. Entsprechende Abklärungen sind im Gang.
Aktuell sind auf Travel Admin fünf Schweizer Reisende registriert. Im Auslandschweizerregister sind rund 1'000 Personen angemeldet.
Schweizer Staatsangehörige vor Ort sind gehalten, die Anweisungen der lokalen Behörden zu befolgen. In dringenden Fällen kann die Helpline EDA rund um die Uhr unter +41 800 24 7 365 / +41 58 465 33 33 oder per E-Mail helpline@eda.admin.ch kontaktiert werden.
Die Reisehinweise des EDA raten seit längerem von touristischen und anderen nicht dringenden Reisen nach Venezuela ab. Von Reisen in einzelne Landesteile wird generell abgeraten
Das Schweizer Botschaftspersonal ist wohlauf. Die Botschaft bleibt heute aus Sicherheitsgründen geschlossen ist aber operationell.

News Amerikas
Hier finden Sie News zu den aktuellsten Aktivitäten des EDA auf dem amerikanischen Doppelkontinent.

Amerikas-Strategie: Stärkung der Partnerschaften auf dem amerikanischen Kontinent
Mit der Amerikas-Strategie 2026–2029 stärkt die Schweiz ihre Beziehungen zu einem geopolitisch und wirtschaftlich wichtigen Doppelkontinent.

Amerikas-Ticker: Politik
Die politischen Beziehungen der Schweiz zu Nord-, Mittel- und Südamerika sind vielfältig und entwickeln sich laufend weiter. Im Fokus stehen der politische Austausch mit Partnerländern sowie bilaterale und multilaterale Kontakte. Der Ticker zeigt die wichtigsten Aktivitäten und Entwicklungen der Schweizer Aussenpolitik in der Region.

Amerikas-Ticker: Wohlstand und Innovation
Die Schweiz verbindet mit den Staaten des amerikanischen Doppelkontinents enge Wirtschafts-, Wissenschafts- und Innovationsbeziehungen. Im Fokus stehen die Förderung von Handel und Investitionen, die Zusammenarbeit in Forschung und Innovation sowie der Austausch zu neuen Technologien und zukunftsweisenden Themen. Der Ticker gibt einen Überblick über wichtige Aktivitäten und Entwicklungen und zeigt, wie die Zusammenarbeit zum Wohlstand und zur Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz und ihrer Partner beiträgt.
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Staatssekretariat STS-EDA
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