Cybersicherheit
Digitale Technologien bieten Chancen, bergen aber auch Risiken. Der Cyberraum wird vermehrt für kriminelle, machtpolitische und nachrichtendienstliche Zwecke missbraucht. Angriffe über digitale Netzwerke auf Infrastrukturen können Länder destabilisieren. Die Schweiz fördert Sicherheit und Stabilität im Cyberraum im Einklang mit der Strategie Rüstungskontrolle und Abrüstung und setzt zugleich die Nationale Strategie zum Schutz vor Cyberrisiken um.
Cybersicherheit befasst sich mit allen Aspekten der Sicherheit in der Informations- und Kommunikationstechnologie. Dies umfasst die gesamte mit dem Internet und vergleichbaren Netzen verbundene Informationstechnik und schliesst darauf basierende Kommunikation, Anwendungen, Prozesse und verarbeitete Informationen mit ein.
Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass durch internationale Kooperation von staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren im Bereich Cybersicherheit ein offener, freier und sicherer digitaler Raum erhalten und geschützt wird. So kann auch das Risiko von Cyberangriffen zwischen Staaten reduziert werden. Mit dem internationalen Genf verfügt die Schweiz über einen wichtigen Standort für Digitalisierungs- und Technologiedebatten. Sie verfolgt einen Multistakeholder-Ansatz, der auch Akteure aus der Privatwirtschaft und Wissenschaft in die Diskussionen einbezieht.
Strategie Rüstungskontrolle und Abrüstung
Mit ihrer «Strategie Rüstungskontrolle und Abrüstung» identifiziert die Schweiz den Cyberraum als wichtigen neuen Konfrontationsschauplatz. Nicht nur in Zeiten des bewaffneten Konflikts, sondern gerade in Friedenszeiten zeigt sich ein breites Spektrum an Operationen zur Einflussnahme und Machtausübung. Dieses erstreckt sich von Spionage, politischem Druck, Wahlbeeinflussungen über finanzielle und wirtschaftliche Druckausübung und die Beeinträchtigung des gesellschaftlichen Zusammenhalts durch Desinformation bis hin zur Lahmlegung kritischer Infrastrukturen.
Die Strategie formuliert folgende Ziele, welche die Schweiz zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit zur Stärkung des offenen, sicheren und friedlichen Cyberraums verfolgt:
- Anerkennung, Einhaltung und Durchsetzung des Völkerrechts, insbesondere des humanitären Völkerrechts und der Menschenrechte, im Cyberraum.
- Förderung der Umsetzung der bestehenden freiwilligen Normen für verantwortungsvolles Staatenverhalten im Cyberraum und, wo sinnvoll, deren Weiterentwicklung
- Weiterentwicklung vertrauensbildender Massnahmen.
Strategie Rüstungskontrolle und Abrüstung
Strategie Digitalaussenpolitik
Cybersicherheit ist ein wichtiges Thema der Aussenpolitik. Die Strategie Digitalaussenpolitik definiert Cybersicherheit als eines der vier Aktionsfelder der Schweiz im digitalen Raum.
Strategie Digitalaussenpolitik
Nationale Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyberrisiken
Die Wahrung der aussen- und sicherheitspolitischen Interessen der Schweiz muss auch im Cyberraum sichergestellt werden. Die Schweiz engagiert sich daher sowohl auf diplomatischer als auch auf technisch-operativer Ebene wie auch im Bereich der Aus- und Weiterbildung für die Stärkung der internationalen Kooperation zur Minimierung von Cyberrisiken.
Nationale Strategie zum Schutz kritischer Infrastrukturen
2023 hat die Schweiz die nationale Strategie zum Schutz kritischer Infrastrukturen aktualisiert. Sie berücksichtigt auch Risiken aus dem Cyberraum, etwa die Möglichkeit, über digitale Netzwerke kritische Infrastrukturen wie die Strom- und Wasserversorgung oder die Telekommunikation eines Landes lahmzulegen. Sie zieht ab auf die Schaffung von ausreichenden Fähigkeiten zur Analyse der Bedrohungen und zur Unterstützung der Betreiberinnen bei der Ereignisbewältigung.