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Veröffentlicht am 1. Februar 2026

Wirtschafts- und Exportförderung

Die Schweiz unterstützt schweizerische Unternehmen bedürfnisorientiert und wirkungsvoll bei Auslandaktivitäten über die Instrumente der Handelsdiplomatie und der Exportförderung.

Als handelsorientierte, mittelgrosse Volkswirtschaft ist die Schweiz auf offene Märkte, Rechtssicherheit und Vorhersehbarkeit eines regelbasierten Weltwirtschaftssystems angewiesen. Ergänzend zum multilateralen System schliesst die Schweiz bilaterale Abkommen im Wirtschafts- und Finanzbereich ab – unter anderem Freihandels-, Investitionsschutz- und Doppelbesteuerungsabkommen. Sie erweitert damit den Zugang zu ausländischen Märkten.

Die Schweizer Vertretungen im Ausland sind in die Verhandlung und Umsetzung solcher Abkommen eingebunden. Im Rahmen der Exportförderung und des konsularischen Schutzes können sie auch einzelne Schweizer Unternehmen beraten und unterstützen.

Freihandelsabkommen

Ein Freihandelsabkommen (FHA) zielt im Wesentlichen darauf ab, den Handel zu erleichtern, indem Handelsbarrieren zwischen zwei oder mehreren Ländern abgebaut oder beseitigt werden. Der möglichst weitgehende Abbau von Zöllen ist ein zentrales Element. Viele FHA regeln auch Dienstleistungen, Investitionen sowie das öffentliche Beschaffungswesen und enthalten Bestimmungen zur Nachhaltigkeit.

Mit welchen Ländern die Schweiz ein Freihandelsabkommen abgeschlossen hat, kann jederzeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO eingesehen werden.

Investitionsschutzabkommen

Investitionsschutzabkommen (ISA) fördern Investitionen, indem sie einen gewissen Schutz vor nichtkommerziellen Risiken gewährleisten. Zu solchen Risiken zählen staatliche Diskriminierungen von Investoren des Partnerlandes gegenüber einheimischen Investoren, unrechtmässige Enteignungen oder ungerechtfertigte Behinderungen des Zahlungs- und Kapitalverkehrs.

Bis heute hat die Schweiz über 120 Investitionsschutzabkommen mit Ländern Afrikas, Lateinamerikas, Asiens und Europas abgeschlossen. Das SECO führt eine Liste der aktuellen Investitionsschutzabkommen mit anderen Ländern.

Doppelbesteuerungsabkommen

Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) vermeiden die Doppelbesteuerung von natürlichen und juristischen Personen, indem sie den Vertragsstaaten das Besteuerungsrecht für die einzelnen Einkommens- und Vermögensarten zuteilen. Sie sind deshalb ein wichtiges Element zur Förderung internationaler Wirtschaftsaktivitäten.

Die Schweiz zählt derzeit DBA mit über 100 Staaten und ist bestrebt, das Netz von Abkommen weiter auszubauen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) führt eine Datenbank mit staatenbezogenen Steuerinformationen.

Exportförderung

Die Schweiz unterstützt schweizerische Unternehmen bei der Entwicklung ihres internationalen Geschäfts, einerseits durch den vom Bund beauftragten Exportförderer Switzerland Global Enterprise (S-GE) und andererseits durch den Einsatz ihrer Vertretungen im Ausland.

Das Dienstleistungsangebot von S-GE ist auf Klein- und Mittelbetriebe (KMU) ausgerichtet. Als erste Anlaufstelle für administrative Exportfragen aller Art steht das ExportHelp-Team zur Verfügung. Alternativ stehen die Länderberater von S-GE auch direkt zur Auskunft zur Verfügung.

In ausgewählten Schwerpunktländern betreibt das EDA zusammen mit S-GE ein Netz von «Swiss Business Hubs». Diese sind in Botschaften oder Generalkonsulate integriert und bieten eine breite Palette an Dienstleistungen an, beispielsweise vertiefte Marktanalysen, die Suche nach geeigneten Vertriebspartnern im Zielmarkt, oder Unterstützung bei der Zulassung von Produkten.

Auch wo kein Swiss Business Hub besteht, bieten die Schweizer Botschaften und Generalkonsulate eine Grundversorgung an. Dieses Angebot umfasst Information, Beratung, Kontaktvermittlung, Unterstützung bei Anlässen oder bei Delegationsreisen sowie konsularischen Schutz. Nähere Angaben zu den Dienstleistungen im Rahmen der Grundversorgung befinden sich auf den Webseiten der einzelnen Botschaften unter dem Reiter «Dienstleistungen – Handelsförderung für Unternehmen».

Standortpromotion

S-GE informiert im Auftrag des Bundes und der Kantone potenzielle ausländische Investoren über die besonderen Stärken und Rahmenbedingungen des Wirtschaftsstandorts Schweiz.

Einerseits sind die Swiss Business Hubs erste Anlaufstelle für ausländische Investoren. Andererseits sprechen sie zukunftsträchtige ausländische Unternehmen, welche in innovativen Ökosystemen wie Health, Digital World, Automation, Food und Finance aktiv sind, gezielt auf Investitionschancen in der Schweiz an.

In Ländern ohne Swiss Business Hubs können sich ausländische Investoren direkt an S-GE in der Schweiz wenden.

Team Switzerland

Die Botschaft versteht sich als Teil eines «Team Switzerland» und fördert vor Ort die Vernetzung und das erfolgreiche Zusammenwirken aller Partner, die sich gemeinsam für die Interessen der Schweizer Wirtschaft einsetzen. Zu diesen gehören u. a. die folgenden Organisationen:

Kontakt

Sektion Wirtschaft
Staatssekretariat STS-EDA
Abteilung Wohlstand und Nachhaltigkeit
Bundesgasse 28
3003 Bern