Gültig am:
Publiziert am: 09.08.2019

Der Abschnitt über das Grenzgebiet zu Pakistan ist ergänzt worden (Grenzübergang Wagah).


Reisehinweise für Indien

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Bei Reisen nach Indien ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Kriminalitätsrate ist hoch.

Zwischen religiösen beziehungsweise ethnischen Gemeinschaften bestehen latente Spannungen, die sich teilweise ohne grosse Vorwarnung in lokalen, gewaltsamen Zusammenstössen entladen und auch auf andere Ortschaften oder Bundesstaaten überspringen können. Das Potenzial von Eskalationen besteht vor allem zwischen hinduistischen und muslimischen Bevölkerungsgruppen. Es waren jedoch auch wiederholt Angriffe hinduistischer Fundamentalisten auf christliche Kirchen zu verzeichnen.

Auch wegen lokaler sozialer, wirtschaftlicher und politischer Spannungen kann sich die Sicherheitslage in einzelnen Regionen rasch verändern.

Bei Streiks, Demonstrationen und Strassenblockaden kann es zu Gewaltanwendung kommen. Verspätungen und Behinderungen des Reiseverkehrs können die Folge sein. Bei Unruhen können die Behörden kurzfristig Ausgangssperren über die betroffenen Gebiete verhängen.

Im Falle von Blockaden von Strassen und Bahngeleisen sowie bei Streiks bleibt den Reisenden nichts Anderes übrig, als sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die schweizerischen Vertretungen in New Delhi, Mumbai und Bangalore haben bei Blockaden nur eng begrenzte - je nach Situation gar keine - Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.

Verschiedene terroristische Attentate haben in den letzten Jahren zahlreiche Tote und Verletzte gefordert. Im November 2018 forderte ein Attentat auf ein Gebetshaus im Distrikt Amritsar (Punjab) mehrere Todesopfer und Verletzte. Im Oktober 2018 wurden bei einem Attentat in Kolkata (West Bengal) eine Person getötet und mehrere verletzt. Im März 2017 wurden mehrere Personen durch einen Bombenanschlag auf einen Zug in der Nähe von Bhopal verletzt. Im ganzen Land ist weiterhin mit Attentaten zu rechnen, besonders in den Grossstädten und Touristenorten. Vor allem in öffentlichen Transportmitteln (z.B. Züge, Bahnhöfe, Flughäfen), religiösen Stätten, auf Märkten, in Hotels und Restaurants ist erhöhte Vorsicht und risikobewusstes Verhalten angezeigt. Beachten Sie auch die Rubrik
Terrorismus und Entführungen

Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien über die aktuelle Lage an Ihren Reisezielen, befolgen Sie die Anweisungen der indischen Behörden (z.B. Ausgangssperren) und Ihrer Reiseagentur. Meiden Sie grössere Menschenansammlungen und Demonstrationen jeder Art.

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Grenzgebiet zu Pakistan
Teile der Grenze sind vermint. Von Reisen in die gesamte Grenzregion zu Pakistan wird weiterhin abgeraten. Eine Ausnahme bildet der einzige, für ausländische Staatsangehörige erlaubte Grenzübergang zwischen Indien und Pakistan in Wagah zwischen Amritsar und Lahore. Informieren Sie sich bei den lokalen Behörden oder direkt beim Grenzposten über die Öffnungszeiten.

Jammu und Kashmir
Am 5. August 2019 hat die indische Regierung den Sonderstatus aufgehoben, der Jammu und Kashmir Teilautonomie gewährte. Die indische Regierung hat die Versammlungs- und Bewegungsfreiheit sowie die Internet- und Telefonverbindungen eingeschränkt und die Sicherheitskräfte verstärkt.
Der Konflikt mit Pakistan um das umstrittene Grenzgebiet einerseits und mit verschiedenen Unabhängigkeitsbewegungen andererseits besteht weiter. Trotz eines im November 2003 erklärten Waffenstillstands kommt es regelmässig zu bewaffneten Zwischenfällen entlang der Waffenstillstandslinie (Line of Control), die auch zivile Todesopfer fordern.
Auch Unruhen, Minen und Überfälle fordern immer wieder Menschenleben. Die politischen und ethnisch-religiösen Spannungen sind hoch. Phasen vordergründiger Ruhe können jederzeit von Unruhen oder Gewalttaten unterbrochen werden. Es besteht auch das Risiko von Attentaten: Im Februar 2019 wurden bei einem Attentat auf einen Konvoi der Polizei auf dem Srinagar-Jammu-Highway zahlreiche Personen getötet oder verletzt. Ebenfalls im Februar 2019 wurden bei einem Granatenangriff in Srinagar mehrere Personen verletzt. Im Juli 2017 wurden bei einem Anschlag auf einen Bus mit hinduistischen Pilgern mehrere Personen getötet oder verletzt.
Im Frühjahr 2018 griffen Protestierende unter anderem auch Touristenfahrzeuge und einen Schulbus an. Die häufigen Streiks beeinträchtigen den Reiseverkehr. Die Streitkräfte verfügen über besondere Vollmachten: Sie dürfen z.B. Personen ohne Haftbefehl verhaften oder auf Personen schiessen, die die öffentliche Ordnung missachten. Bei Unruhen setzen sie scharfe Munition ein, verhängen Ausgangssperren und unterbrechen die Mobiltelefon- und Internetverbindungen.
Von Reisen in den Teilstaat Jammu und Kashmir, also auch ins Kashmirtal, wird abgeraten.
Eine Ausnahme bildet Ladakh unter folgenden Bedingungen: Die Anreise erfolgt per Flugzeug oder auf der direkten Hauptstrasse von Manali nach Leh, Sie meiden die Grenzgebiete zu Pakistan weiträumig.

Darjeeling (West Bengal)
Im Bezirk Darjeeling kommt es zweitweise zu lokalen Unruhen durch separatistische Gruppierungen. Wie im Sommer 2017 können Streiks und Verkehrsblockaden den Reiseverkehr beeinträchtigen und Versorgungsengpässe verursachen. Zusammenstösse zwischen den Sicherheitskräften und Demonstranten forderten mehrere Todesopfer und Verletzte. Am 19. August 2017 kam bei Bombenexplosionen in den Städten Darjeeling und Kalimpong eine Person ums Leben und mehrere wurden verletzt. Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei Ihrem Reiseveranstalter über die aktuelle Sicherheitslage. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren). Meiden Sie Demonstrationen jeder Art.

Nordosten
Trotz Anzeichen einer gewissen Beruhigung der Lage kommt es in Teilen dieser Region noch zu lokal und zeitlich begrenzten Gefechten zwischen den indischen Sicherheitskräften und Rebellen verschiedener ethnischer Gruppen, am häufigsten in Manipur und Nagaland. Besonders in abgelegenen Gebieten kommt es sporadisch zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen ethnischen Bevölkerungsgruppen.
Im Nordosten sind wiederholt Anschläge verübt worden, zum Beispiel auf Märkte und die Eisenbahn. Zum Beispiel forderten im Oktober 2018 und Februar 2019 Anschläge in Imphal ein Todesopfer und mehrere Verletzte.
Bei Demonstrationen muss mit Gewalttaten gerechnet werden. Streiks sind häufig von Verkehrsblockaden begleitet, die Versorgungsengpässe verursachen und den Reiseverkehr behindern können. In Teilen des Nordostens verfügen die Streitkräfte über besondere Vollmachten: Sie dürfen z.B. Personen ohne Haftbefehl verhaften oder auf Personen schiessen, die die öffentliche Ordnung missachten.
Von Reisen in den Teilstaat Manipur wird abgeraten.
In den übrigen Gebieten ist erhöhte Vorsicht geboten:
Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei Ihrem Reiseveranstalter über die aktuelle Sicherheitslage. Lassen Sie sich von einer vertrauenswürdigen Person begleiten, die mit den lokalen Verhältnissen vertraut ist. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren) und meiden Sie Demonstrationen jeder Art. Teile des Nordostens dürfen nur mit einer Sonderbewilligung bereist werden. Siehe Kapitel besondere Hinweise.

Andhra Pradesh, Bihar, Chhattisgarh, Jharkhand, Madhya Pradesh, Maharashtra, Orissa, Uttar Pradesh, West Bengal
In abgelegenen Regionen dieser Bundesstaaten sind Maoisten-/Naxalitengruppen aktiv und kontrollieren zeitweise einzelne Gebiete. Diese Gruppierungen werden von der indischen Regierung als verbotene terroristische Organisationen eingestuft. Sie verüben immer wieder Sabotage-Akte auf die Infrastruktur, zum Beispiel der Eisenbahn. Attentate und Überfälle auf Dorfbewohner und Behörden kommen vor, vor allem in Chhattisgarh und im Süden von West Bengal. Auch Entführungen können nicht ausgeschlossen werden. Zeitweise werden Touristenreisen in einzelne Gebiete verboten. Informieren Sie sich vor und während einer Reise bei den lokalen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage und die Gebiete, die nicht bereist werden dürfen. Lassen Sie grösste Vorsicht walten und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.

Kriminalität

Im ganzen Land werden sehr viele Vergewaltigungen und andere Sexualdelikte verübt. Opfer werden vermehrt auch Ausländerinnen und Ausländer. Sexuelle Belästigungen kommen sehr häufig vor, besonders in öffentlichen Verkehrsmittel und grossen Menschenmengen.

Die Kleinkriminalität nimmt zu. Gewaltsame Überfälle sowie Raubüberfälle auf Taxipassagiere können überall und jederzeit vorkommen. Auch Gewalttaten mit ethnisch-religiösem Hintergrund kommen vor, teils mit Todesfolge. Vereinzelt sind Entführungen zwecks Lösegelderpressung gemeldet worden.

In Goa sind bewaffnete Raubüberfälle, Betrügereien, Beschaffungskriminalität und Straftaten nach Zufallsbekanntschaften in Bars relativ häufig.

Beachten Sie im ganzen Land unter anderem folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Die Kriminalitätsrate kann je nach Ort und Stadtteil erheblich variieren. Informieren Sie sich bei Bekannten, Geschäftspartnern oder im Hotel über die lokalen Gegebenheiten, und erkundigen Sie sich, ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten.
  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Seien Sie in den Ballungszentren, in Touristenorten sowie auf Märkten auf der Hut vor Dieben.
  • Besondere Vorsicht ist in öffentlichen Transportmitteln und Bahnhöfen geboten (Diebstähle, Sexualdelikte, Belästigungen).
  • Es ist ratsam, Taxis beim Hotelempfang zu bestellen. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte auf unnötige Fahrten verzichtet werden. Lassen Sie die Flughafentransfers vorzugsweise durch Ihr Reisebüro organisieren oder benutzen Sie den hoteleigenen Transferdienst.
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen Unbekannte Getränke oder Esswaren anbieten. Es kommt vor, dass diese mit Betäubungsmitteln versetzt werden, um das Opfer zu berauben.
  • Seien Sie vorsichtig und zurückhaltend, wenn Sie um gemeinsame Fotoaufnahmen gebeten werden. Wiederholt sind Ausländerinnen und Ausländer unter diesem Vorwand belästigt oder tätlich angegriffen worden.
  • Schenken Sie dem Sicherheitsaspekt bei der Wahl der Unterkunft grosse Aufmerksamkeit. Viele Pensionen und kleine Hotels verfügen über keinen Sicherheitsdienst. Zu viel Sparsamkeit kann Ihre Sicherheit beeinträchtigen.
  • Lassen Sie an abgelegenen Orten besondere Vorsicht walten.
  • Seien Sie nachts nicht alleine unterwegs.
  • Unternehmen Sie Trekking Touren ausschliesslich in grösseren Gruppen und lassen Sie sich von einem anerkannten, ortskundigen Führer begleiten.
  • Frauen wird generell zu erhöhter Vorsicht geraten. Dies gilt auch, wenn sie in ausschliesslich weiblichen Gruppen reisen. Mit männlicher Begleitung werden sie weniger belästigt; Vorsicht bleibt aber dennoch geboten.
  • Es ist in jedem Fall von Vorteil, sich von einem anerkannten Führer begleiten zu lassen.
  • Wiederholt sind Betrügereien durch zweifelhafte lokale Reise-Anbieter gemeldet worden. Lesen Sie die Vertragsbedingungen genau durch und lassen Sie sich nicht zu einem Vertragsabschluss drängen. Lehnen Sie Angebote von selbsternannten Reiseführern ab.
  • Reiseagenturen können sich freiwillig beim Ministry of Tourism registrieren lassen. Falls Sie trotzdem von einem Reiseanbieter betrogen wurden, haben Sie die Möglichkeit, sich beim Ministry of Tourism zu beschweren.

Ministry of Tourism; approved travel trade operators
Ministry of Tourism: Travel Trade

In den indischen Gewässern und im Indischen Ozean ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
maritime Piraterie

Verkehr und Infrastruktur

Die meisten Strassen sind in schlechtem Zustand. Während der Monsunzeit (Juni bis September/Oktober) muss mit überschwemmten und unpassierbaren Strassen gerechnet werden. Mangelhaft gewartete Fahrzeuge und das unberechenbare Verhalten der verschiedensten Verkehrsteilnehmer (Autos, Lastwagen, Fuhrwerke, Fahrräder, Fussgänger, Elefanten, Kamele, Kühe etc.) stellen ein hohes Unfallrisiko dar - auch bei Reisen mit Überlandbussen. Bei Verkehrsunfällen bilden sich sehr schnell grosse Ansammlungen von Schaulustigen, die sich gegen die Fahrzeuginsassen wenden können.
Für Reisen mit einem Personenwagen ist es empfehlenswert, einen Wagen mit Chauffeur zu mieten. Von nächtlichen Überlandfahrten wird in jedem Fall abgeraten.

Öffentlicher Verkehr: Die teilweise veraltete Infrastruktur des Eisenbahnnetzes hat wiederholt zu schweren Unfällen geführt. Die Sicherheitsvorkehrungen von Touristenbooten, Schiffs- und Fährverbindungen sind oft mangelhaft (Überbelegung, ungenügende Ausrüstung).

In abgelegenen Gebieten bestehen oft nur beschränkte Telefon- und Internetverbindungen.
Es kommt vor, dass in einzelnen Gebieten der Zugang zum Internet vorübergehend unterbrochen wird.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Die Rechtsprechung kann sich in den einzelnen Bundesstaaten stark unterscheiden. Erkundigen Sie sich bei ortsansässigen Bekannten, Geschäftspartnern, Reiseleitern oder im Hotel über die lokal gültigen Bestimmungen.

Die Gesetze über den Alkoholkonsum variieren von einem Bundesstaat zum anderen: Es bestehen unterschiedliche Altersgrenzen, in einigen Staaten ist Alkohol generell verboten (z.B. Gujarat) und in anderen darf Alkohol nur mit einer Bewilligung konsumiert werden (z.B. Maharashtra).

Es ist verboten, die indische Flagge zu beleidigen, zu missbrauchen oder zu beschädigen. Ebenfalls verboten sind respektlose Äusserungen und Handlungen gegenüber der indischen Verfassung.

Satellitentelefone und funkferngesteuerte Drohnen dürfen nur mit einer Bewilligung der indischen Behörden benutzt werden; auch diese Bestimmungen sind nicht in allen Bundesstaat gleich. Zuwiderhandlungen werden mit Haftstrafen geahndet. Es ist verboten, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Gefängnisstrafen geahndet (keine Begnadigungsmöglichkeit).

Für schwere Delikte kann die Todesstrafe verhängt werden, z.B. bei Mord oder Raub mit schwerer Körperverletzung oder bei Gruppenvergewaltigung.

Juristische Verfahren können sich über Jahre hinziehen. Die Haftbedingungen sind prekär (überfüllte Zellen, schlechte hygienische Verhältnisse etc.).

Bergbesteigungen müssen durch die Zentralregierung bewilligt werden. Vergewissern Sie sich, dass die Organisatoren einer Expedition alle Vorschriften einhalten, auch jene für die Versicherung einer allfälligen Bergrettung.
Indian Mountaineering Foundation

Kulturelle Besonderheiten

Indien ist ein grosses Land mit verschiedenen alten Kulturen und Religionen, mit eigenen Sitten und Verhaltensregeln, die vom westlichen Besucher Anpassungs- und Einfühlungsvermögen fordern. Unter anderem ist die Toleranz gegenüber gleichgeschlechtlichen Beziehungen sehr unterschiedlich.

Passen Sie Kleidung und Verhalten den lokalen Gepflogenheiten an. Informieren Sie sich in Reiseführern, bei Ihrem Reisebüro oder vor Ort über die Verhaltensregeln und die genauen Bestimmungen.

Naturbedingte Risiken

Erdbeben können im ganzen Land auftreten. Als besonders gefährdet gilt die nördliche Landeshälfte. Tsunami, die durch Erdbeben im südostasiatischen Raum ausgelöst werden, können auch Indien erreichen.

Während des Sommermonsuns (Juni bis Oktober) muss mit sehr starken Regenfällen gerechnet werden. Sie können Überschwemmungen, Erdrutsche, Schlamm- und Geröll-Lawinen und Infrastrukturschäden verursachen. Besonders in der Nähe von Flüssen kann sich die Situation sehr rasch ändern.

Die Ostküste wird immer wieder von heftigen Wirbelstürmen (besonders Oktober bis Dezember) heimgesucht, die Überschwemmungen und Verwüstungen verursachen.

Der Reiseverkehr kann über längere Zeit beeinträchtigt werden. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrem Reiseveranstalter, beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der lokalen Behörden. Unternehmen Sie Trekking-Touren in Begleitung von lokalen, erfahrenen Reiseführern.

National Disaster Management Authority (Informationen über Naturkatastrophen und Verhaltensregeln)
Indian National Centre for Ocean Information Services > Tsunami Early Warnings
India Meteorological Department
World Meteorological Organization

Unterschätzen Sie im Himalaya die Symptome der Höhenkrankheit nicht.

Sollte das Land während Ihres Aufenthalts von einer Naturkatastrophe heimgesucht werden, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die nächste schweizerische Vertretung (Botschaft in New Delhi, Generalkonsulat in Mumbai oder Bengaluru).

Medizinische Versorgung

Ausserhalb der Grossstädte ist die medizinische Versorgung nicht überall gewährleistet. Personen mit einem negativen Rhesusfaktor können unter Umständen nur mit Schwierigkeiten eine Bluttransfusion erhalten. Wählen Sie wenn möglich private Krankenhäuser; sie sind in der Regel besser ausgerüstet als die staatlichen. Sie verlangen jedoch teilweise einen Kostenvorschuss oder eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Besondere Hinweise

Einige Regionen dürfen nur mit einer Sonderbewilligung bereist werden. Die indische Botschaft in Bern erteilt Auskunft, welche Gebiete betroffen sind, und wie die Bewilligung beantragt werden kann.
Bureau of Immigration: Restricted Protected Areas

Nützliche Adressen

Notruf Polizei: 100 (Hindi und Englisch). Rufen Sie diese Nummer an, falls Sie auf einem Polizeiposten eine Anzeige erstatten müssen, auf dem kein Englisch gesprochen wird.
Bahnpolizei (Railway Protection Force), Sicherheitshelpline: 135
Indische Zollvorschriften: Central Board of Excise and Customs

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizerische Vertretungen in Indien

Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

e-Visa

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.