Hintergrund

Europakarte mit farblich hervorgehobenen Mitgliedsländern
Europa heute (2020). © DEA

Angesichts der engen und vielseitigen Verflechtung mit der EU verfolgt die Schweiz gegenüber der Union eine Interessenpolitik, welche auf einer Reihe von bilateralen Abkommen in klar umgrenzten Bereichen beruht: der sogenannte bilaterale Weg.

Dieses schrittweise, prag­matische Vorgehen erlaubt massgeschneiderte, vertrag­liche Lösungen für eine breite Palette wirtschaftlicher und politischer Fragen. Die Abkommen schaffen einer­seits einen weitgehenden gegenseitigen Marktzugang. Andererseits sind sie die Grundlage für eine enge Ko­operation in wichtigen politischen Bereichen. Der bila­terale Ansatz ermöglicht damit eine Politik der Offenheit und engen Zusammenarbeit mit den europäischen Nachbarn.

Europapolitisches Ziel der Schweiz ist, die bestmögli­chen Bedingungen für ihre Beziehungen zur EU zu schaffen. Mit dieser Absicht wurde das bilaterale Vertragswerk zwischen der Schweiz und der EU (bzw. ihren Vorgängerorganisationen) über die Jahrzehnte kontinuierlich entwickelt und vertieft. Insgesamt wur­den in mehreren Etappen rund 20 Hauptabkommen und eine grosse Zahl weiterer Verträge abgeschlossen. Dieser bilaterale Ansatz wurde in einer Reihe von Ab­stimmungen vom Volk regelmässig bestätigt.