Scheidung

Scheidung im Ausland

Grundsätzlich werden ausländische Entscheidungen über Scheidung oder Trennung in der Schweiz anerkannt, wenn sie im Staat des Wohnsitzes, des gewöhnlichen Aufenthalts oder im Heimatstaat eines Ehegatten ergangen sind oder wenn sie in einem dieser Staaten anerkannt werden (Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht IPRG, SR 291).

Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht (IPRG, SR 291)

Damit Sie eine im Ausland ausgesprochene Scheidung im schweizerischen Personenstandsregister (Register Infostar) beurkunden lassen können, sind der Schweizer Vertretung in der Regel folgende Dokumente im Original, versehen mit den gegebenenfalls erforderlichen Beglaubigungen, zwecks Übermittlung in die Schweiz vorzulegen:

  • Scheidungsurteil mit Rechtskraftvermerk
  • Entscheid über das elterliche Sorgerecht für allfällige gemeinsame Kinder mit Rechtskraftvermerk
  • Gegebenenfalls die neuen Adressangaben der geschiedenen Ehegatten

Diese Dokumente sind für die zuständige Zivilstandsbehörde bestimmt und werden nicht zurückgegeben.

Scheidung in der Schweiz

Falls Sie bei einer Schweizer Vertretung im Ausland angemeldet sind und Ihre Scheidung in der Schweiz erfolgte, müssen Sie der Vertretung die Änderung Ihres Zivilstandes melden, damit diese das Register der Auslandschweizer aktualisieren kann. Dazu sind bei der Vertretung die folgenden Dokumente (in Papierform oder elektronisch) einzureichen:

  • Fotokopie des schweizerischen Scheidungsurteils mit Rechtskraftvermerk
  • Fotokopie des Entscheids über das elterliche Sorgerecht für allfällige gemeinsame Kinder mit Rechtskraftvermerk
  • Gegebenenfalls die neuen Adressangaben der geschiedenen Ehegatten

Diese Meldung ist nicht kostenpflichtig.

Ehescheidung in Japan

Nach erfolgter Ehescheidung in Japan muss diese auch in den schweizerischen Zivilstandsregistern eingetragen werden. Senden Sie uns dazu die japanische Scheidungsurkunde „Rikon Todoke no Juri Shoumeisho“ im Original. Die Urkunde wird durch die Botschaft übersetzt, beglaubigt und zur Eintragung ins Zivilstandsregister an Ihre Heimatgemeinde(n) weitergeleitet.

Wenn Sie nach der Scheidung den Familiennamen ändern, müssen Sie dies mit einem separaten Schreiben erklären bzw. angeben, welchen Namen Sie nach der Scheidung tragen möchten. Ein entsprechendes Formular kann am Schalter der Botschaft ausgefüllt werden.

Wenn die Ehescheidung nicht im gegenseitigen Einverständnis erfolgte, muss zusätzlich zur Scheidungsurkunde noch ein Originalprotokoll (Chosho) vom zuständigen Familiengericht beigelegt werden.

Falls Sie minderjährige Kinder haben, muss ersichtlich sein, welchem Elternteil das Sorgerecht zugesprochen worden ist. (Normalerweise steht dies auf der Scheidungsurkunde)

Achtung: Sämtliche japanische Dokumente sind mit Apostille (Den Haag Abkommen vom 05. Oktober 1961) zu versehen. Die Apostille wird kostenlos durch das japanische Aussenministerium ausgestellt:

Ehescheidung in der Schweiz

Hat die Scheidung in der Schweiz stattgefunden, bitten wir Sie, die Botschaft mittels Kopie der Scheidungsurkunde zu informieren, damit Ihr Dossier entsprechend angepasst werden kann.