Fokus Entführungsrisiko in der Sahara und angrenzenden Gebieten

In grossen Teilen der Sahara und des Sahel sind bewaffnete Banden und islamistische Terroristen aktiv, die vom Schmuggel und von Entführungen leben. Sie sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen. Seit Beginn der Militärintervention in Mali am 11. Januar 2013 hat sich die Sicherheitslage in der gesamten Sahara/Sahelzone verschärft.

Das Entführungsrisiko ist in einigen Gebieten sehr hoch und nimmt noch zu.

Seit November 2009 wurden mehrere Ausländer, meistens europäischer Herkunft, in der Sahara/Sahelzone verschleppt. Es handelte sich um Touristen sowie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und ausländischen Firmen, unter anderen:

  • Am 7. Februar 2017 eine kolumbianische Ordensschwester in Karangasso (Region Sikasso, Mali)
  • Am 24. Dezember 2016 eine französische Hilfswerkmitarbeiterin in Gao (Mali)
  • Am 14. Oktober 2016 ein amerikanischer Hilfswerkmitarbeiter in Abalak, Provinz Tahoua (Niger)
  • Am 15. Januar 2016 ein australisches Ehepaar in Baraboule, Provinz Soum (Burkina Faso)
  • Am 8. Januar 2016 eine Schweizerin in Timbuktu (Mali)
  • Am 4. April 2015 ein rumänischer Staatsbürger in Tambao, Provinz Oudalan (Burkina Faso)
  • Am 18. November 2013 ein französischer Priester in Koza (Provinz Extrème Nord in Kamerun, nahe der Grenze zu Nigeria).
  • Am 19. Februar 2013 wurden in Dadanga (Kamerun), nahe der Grenze zu Nigeria, sieben französische Staatsbürger, darunter eine Familie mit vier Kindern, entführt und nach Nigeria verschleppt
  • Am 17. Februar 2013 in Jama'are (Bauchi State, Nigeria) sieben ausländische Mitarbeiter einer Strassenbaufirma
  • Am 20. Dezember 2012 im Bundesstaat Katsina (Nigeria), nahe der Grenze zu Niger, ein Franzose, Mitarbeiter einer französischen Firma
  • Am 20. November 2012 ein Franzose in Diema (Mali)
  • Anfang April 2012 algerische Diplomaten in Gao (Mali)
  • Am 15. April 2012 eine Schweizerin in Timbuktu (Mali)
  • Im Mai 2011 in Kebbi (Nigeria) ein Italiener und ein Brite und im Januar 2012 in Kano (Nigeria) ein Deutscher. Die drei Europäer waren im Auftrag von Geschäftsfirmen in Nigeria tätig. Alle drei Geiseln wurden getötet.
  • Am 25. November 2011 wurde in Timbuktu (Mali) ein deutscher Tourist getötet, als er sich gegen die Entführung wehren wollte. Ein Schwede, ein Holländer und ein britisch-südafrikanischer Doppelbürger wurden entführt.
  • Am 24. November 2011 zwei Franzosen in Hombori (Mali)
  • Am 23. Oktober 2011 drei europäische Hilfswerkmitarbeiter aus einem Flüchtlingslager bei Tindouf (Südalgerien)
  • Anfang Februar 2011 eine italienische Touristin südlich der Stadt Djanet (Algerien)
  • Am 9. Januar 2011 wurden zwei französische Staatsbürger getötet nachdem sie in Niamey (Niger) entführt worden waren.
  • Ende November 2009 drei spanische Mitarbeiter eines Hilfswerks auf der Strasse von Nouakchott nach Nouadhibou (Mauretanien)
  • Im Januar 2009 ein Schweizer Ehepaar im Grenzgebiet Mali / Niger zusammen mit anderen Mitgliedern einer Touristengruppe nach dem Besuch eines Kulturfestivals in Andéramboukane (Mali) ; eine britische Geisel wurde ermordet.

Mehrere Personen befinden sich noch immer in der Gewalt der Entführer. Dazu gehören u.a. zwei Touristen, die am 25. November 2011 in Timbuktu, Mali, entführt worden waren.

Beachten Sie deshalb unbedingt die Reisehinweise für die einzelnen Länder der Region, bevor Sie eine Reise dorthin planen.
Reiseziele
Terrorismus und Entführungen

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