Entführungsrisiko in der Sahara und Sahelzone

In grossen Teilen der Sahara und des Sahel sind bewaffnete Banden und islamistische Terroristen aktiv, die vom Schmuggel und von Entführungen leben. Sie sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen.

Das Entführungsrisiko ist in einigen Gebieten sehr hoch. 

Seit November 2009 wurden mehrere Ausländerinnen und Ausländer in der Sahara/Sahelzone verschleppt. Es handelte sich um Touristinnen und Touristen sowie Mitarbeitende von Hilfsorganisationen und ausländischen Firmen, unter anderen:

  • im Januar 2023 mindestens 20 lokale Personen in verschiedenen Dörfern in den Regionen Menaka, Mopti und Timbuktu (Mali)
  • am 23. Januar 2023 ein Arzt der Weltgesundheitsorganisation in Menaka (Mali)
  • am 12./13. Januar 2023 rund 50 Frauen in Arbinda (Provinz Soum, Burkina Faso)
  • am 19. Dezember 2022 ein Mitarbeiter eines Hilfswerks in Gao (Mali)
  • am 20. November 2022 ist in Bamako (Mali) ein deutscher Priester verschwunden. Es muss eine Entführung befürchtet werden.
  • am 28. Oktober 2022 ein Umweltschützer mit französischer und australischer Nationalität in der Region Wadi Fira (Tschad)
  • am 29. September 2022 ein Tourist mit thailändischer Nationalität in Kemparana (Region Ségou, Mali)
  • am 19. Mai 2022 eine Person mit togolesischer Nationalität sowie drei italienische Staatsangehörige in der Region Sikasso (Mali)
  • am 5. April 2022 eine amerikanische Nonne in der Provinz Namentenga (Burkina Faso)
  • am 29. Dezember 2021 ein nigrischer Hilfswerkmitarbeiter in der Nähe von Gao (Mali)
  • am 17. Juli 2021 drei chinesische und zwei mauretanische Staatsangehörige in der Region Koulikoro (Mali)
  • im Juni 2021 zwei chinesische Staatsangehörige bei Mbanga in der Region Tillaberi (Niger)
  • am 8. April 2021 ein französischer Journalist in Gao (Mali)

Mehrere Personen befinden sich noch immer in der Gewalt der Entführer.

Beachten Sie deshalb unbedingt die Reisehinweise für die einzelnen Länder der Region, bevor Sie eine Reise dorthin planen.
Reiseziele

Terrorismus und Entführungen

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.

Letzte Aktualisierung 02.02.2023

Kontakt

+41 800 24-7-365 / +41 58 465 33 33

365 Tage im Jahr – rund um die Uhr

Die Helpline EDA beantwortet als zentrale Anlaufstelle Fragen zu konsularischen Dienstleistungen.

Fax +41 58 462 78 66

helpline@eda.admin.ch

vCard Helpline EDA (VCF, 5.4 kB)

Twitter

Helpline EDA via Skype

Gratisanruf aus dem Ausland mit Skype
Hinweis: Wenn Sie Skype auf Ihrem Computer oder Smartphone nicht installiert haben, erscheint eine Fehlermeldung. In diesem Fall installieren Sie zuerst das Programm mit dem folgenden Link: 
Download Skype

Skype: helpline-eda

Zum Anfang