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MitteilungVeröffentlicht am 1. Februar 2024

Bundesrat Cassis auf offizieller Reise in Asien

Eine Reise, vier Länder, etliche Ministertreffen und zahlreiche Begegnungen in einer Region, die für die Schweiz immer wichtiger wird: Asien. Vom 5. bis 8. Februar 2024 wird Bundesrat Ignazio Cassis nach Indien, Südkorea, China und auf die Philippinen reisen. In Peking markiert der Besuch die Wiederaufnahme des jährlichen strategischen Dialogs auf Aussenministerebene. Fünf Fragen und Antworten rund um die Beziehungen zwischen der Schweiz und China sowie Fakten und Zahlen zu den langjährigen Beziehungen mit Indien, den Philippinen und Südkorea.

In einem Saal sind im Hintergrund die Flaggen der Schweiz und Chinas zu sehen. Rechts und links im Raum sitzen die Delegationen der beiden Länder an einem Tisch.

Wussten Sie, dass die erste Auslandvertretung der Schweiz in Asien 1862 in der philippinischen Hauptstadt Manila eröffnet wurde? Oder dass die diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und China vor über 70 Jahren mit einem Telegramm begannen? Auf seinen Dienstreisen begleitet Bundesrat Ignazio Cassis stets die Geschichte der diplomatischen Beziehungen zu den Ländern dieser Welt. Vom 5. bis 8. Februar 2024 wird der Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) 74 Jahre Beziehungen zu China, 75 zu Indien und über 60 zu den Philippinen und Südkorea im Gepäck haben. Tauchen wir mit ihm in diese langjährige Geschichte ein, beginnend mit China.

Fünf Fragen und Antworten rund um die Beziehungen zwischen der Schweiz und China

In einem Saal sind im Hintergrund die Flaggen der Schweiz und Chinas zu sehen. Rechts und links im Raum sitzen die Delegationen der beiden Länder an einem Tisch.

In Peking wird Bundesrat Ignazio Cassis Wang Yi treffen, den Aussenminister Chinas und Direktor der Zentralen Kommission für auswärtige Angelegenheiten der Kommunistischen Partei. Dieser Besuch findet im Rahmen des jährlichen strategischen Dialogs zwischen den Aussenministern statt. Worum geht es im strategischen Dialog? Die folgenden Fragen und Antworten veranschaulichen die Beziehungen Schweiz–China.

Medienmitteilung: Ignazio Cassis zu offiziellem Besuch in der Volksrepublik China

Engagement der Schweiz und der Philippinen

Die Schweiz und die Philippinen führen einen regelmässigen politischen Dialog. Auch wenn der letzte offizielle Besuch eines Bundesrates auf den Philippinen 2008 stattfand, entwickelt sich das Land zu einem immer wichtigeren Handelspartner der Schweiz in Südostasien. Die erste Vertretung der Schweiz wurde 1862 in Manila eröffnet. Die Schweizer Botschaft befindet sich auch heute noch dort. Sie ist Anlaufstelle für die rund 4200 Schweizerinnen und Schweizer, die auf den Philippinen leben. In diesem Jahr feiern die Schweiz und die Philippinen 67 Jahre diplomatische Beziehungen.

Ignazio Cassis und Enrique Manalo sitzen auf zwei Stühlen. Hinter ihnen die Flaggen ihrer Länder.

Im Zentrum des Besuchs von Bundesrat Ignazio Cassis in Manila wird ein Treffen mit dem philippinischen Aussenminister Enrique Manalo stehen. Die Zusammenarbeit der beiden Länder ist nicht nur durch Wirtschaftsbeziehungen geprägt, sondern auch durch ein gemeinsames Engagement für die Friedensförderung. So hatte die Schweiz im Rahmen des Bangsamoro-Friedensprozesses den Vorsitz der Kommission für Transitionsjustiz und Aussöhnung. Die Kommission wurde nach dem Bangsamoro-Friedensabkommen zwischen der philippinischen Regierung und der Befreiungsfront Moro Islamic Liberation Front (MILF) eingesetzt. Das Abkommen wurde am 27. März 2014 unterzeichnet und beendete einen seit 1970 andauernden Konflikt, der mehr als 150 000 Menschen das Leben gekostet hatte.

Medienmitteilung: Offizieller Besuch von Ignazio Cassis auf den Philippinen: Abschluss einer Reise zur Positionierung der Schweiz in Asien

Besuch in Neu-Delhi: 75 Jahre schweizerisch-indische Freundschaft

Mit rund 1,9 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohnern ist Südasien die bevölkerungsreichste Subregion des Kontinents. 2024 feiern die Schweiz und Indien das 75-jährige Bestehen ihrer diplomatischen Beziehungen. Der nach der Unabhängigkeit Indiens unterzeichnete Vertrag spricht von «immerwährender Freundschaft und dauerhaftem Frieden zwischen den Völkern». Übrigens plante bereits der damalige indische Premierminister, Jawaharlal Nehru, ein bilaterales Freihandelsabkommen. Nach mehrjährigen Verhandlungen einigten sich Indien und die Schweiz im Januar 2024 über die Grundzüge eines Freihandelsabkommens.

Ignazio Cassis und Subrahmanyam Jaishankar geben sich vor den Flaggen ihrer Länder die Hand.

Die Schweiz will ihre Beziehungen zu Indien über die wirtschaftliche Dimension hinaus diversifizieren und weiter vertiefen. Beim Treffen zwischen Bundesrat Ignazio Cassis und Aussenminister Subrahmanyam Jaishankar werden sowohl multilaterale Themen, wie die aktuellen geopolitischen Herausforderungen, als auch bilaterale Fragen auf der Traktandenliste stehen. Die Schweiz und Indien haben eine gemeinsame Sicht in Bezug auf die Möglichkeiten, die sich aus der Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation ergeben. Ein erster Dialog über die Digitalisierung hat im Übrigen bereits stattgefunden. Darüber hinaus hat die Swissnex-Aussenstelle in Bangalore eine Innovationsplattform mit Schwerpunkt auf den Themen Gesundheit, Nachhaltigkeit und digitale Transformation lanciert.

Auch die Rekordzahl an Schengen-Visa, die von der Schweizer Vertretung in Neu-Delhi ausgestellt werden, ist ein Beleg für die intensiven Beziehungen zwischen der Schweiz und Indien: im Jahr 2023 waren es beachtliche 200 000!

Republik Korea: Partner im UNO-Sicherheitsrat

Gruppenfoto mit Ignazio Cassis und dem Personal der Schweizer Botschaft in Seoul.

In Seoul, der Hauptstadt der Republik Korea, wird Bundesrat Cassis zum ersten Mal mit dem neuen südkoreanischen Aussenminister Cho Tae-yul zusammentreffen. Seit Anfang Jahr ist die Republik Korea nichtständiges Mitglied des UNO-Sicherheitsrats. Die Schweiz und die Republik Korea sind daher 2024 gleichzeitig im Sicherheitsrat vertreten.

Seit 70 Jahren ist die Schweiz ein aktives Mitglied der Überwachungskommission der neutralen Nationen in Korea (NNSC), die nach dem Waffenstillstand von 1953 gegründet wurde. Diese institutionelle Militärpräsenz, die an der Grenze zwischen den beiden Koreas stationiert ist, ist für die Überwachung des Waffenstillstands verantwortlich. Es handelt sich dabei um die älteste friedenserhaltende Mission der Schweizer Armee.

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