Die UNO – Frieden und Sicherheit
Den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren, so lautet das oberste Ziel der Organisation der Vereinten Nationen (UNO). Nach dem Zweiten Weltkrieg als System kollektiver Sicherheit gegründet, hat sich die UNO von Anfang an dafür eingesetzt.
Die UNO versteht unter Sicherheit viel mehr als einen Zustand ohne Konflikte und Waffengewalt. Entwicklung, Menschenrechte und Schutz vor Umweltrisiken sind wichtige Voraussetzungen für Sicherheit und dauerhaften Frieden. Die Friedenssicherung hat viele Facetten und umfasst sowohl eine zivile wie eine militärische Komponente.
Die Schweiz stellt der UNO Personal und Mittel zur Friedensförderung zur Verfügung. Die UNO setzt sich auf verschiedene Weise für Frieden und Sicherheit ein:
- Der Sicherheitsrat beschliesst friedenserhaltende oder friedensunterstützende Missionen.
- Der Generalsekretär der UNO kann selbst Initiativen ergreifen.
- Vertreter oder Gesandte des Generalsekretärs suchen vor Ort nach Lösungen für Konflikte, wenn möglich noch vor einem Gewaltausbruch.
- Die UNO kann auch Wirtschaftssanktionen aussprechen, wenn Verhandlungen und Mediationen versagen.
- Wenn ein Konflikt den Weltfrieden und die internationale Sicherheit bedroht, hat der Sicherheitsrat als letzten Ausweg die Möglichkeit, Militäreinsätze zu billigen (Kapitel 7 der UNO-Charta).
- Die Kommission für Friedenskonsolidierung kann post-Konfliktstaaten auf ihrem Weg zu einem anhaltenden Frieden unterstützen und den Dialog zwischen den Hauptakteuren fördern.
Mitgliedschaft im UNO-Sicherheitsrat 2023/2024
Die Schweiz war in den Jahren 2023 und 2024 nichtständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat. In seinem Schlussbericht zum Mandat der Schweiz im Sicherheitsrat zog das EDA eine insgesamt positive Bilanz: Obwohl die zweijährige Amtszeit in eine Phase geopolitischer Spannungen fiel, konnte die Schweiz Akzente setzen und mit dem Einsitz im Sicherheitsrat zur Umsetzung ihrer aussenpolitischen Ziele beitragen.
Die Mitgliedschaft im UNO-Sicherheitsrat...
- war ein wichtiges Instrument zur Förderung der aussenpolitischen Interessen und Werte der Schweiz.
- stand im Einklang mit dem friedenspolitischen Engagement und den Guten Diensten der Schweiz.
- hat das aussenpolitische Gewicht der Schweiz erhöht und bot zusätzliche Mitbestimmungsmöglichkeiten, u.a. für den volkswirtschaftlich bedeutsamen UNO-Standort Genf.
- war mit der schweizerischen Neutralität vollumfänglich vereinbar.
Dokumente
Links
- Medienmitteilung 14.03.2025: Bilanz der Schweizer Mitgliedschaft im UNO-Sicherheitsrat
- Medienmitteilung, 31.08.2022: UNO-Sicherheitsrat: Bundesrat verabschiedet Schweizer Prioritäten
- Sicherheitsrat (fr, en)
- Generalsekretär (fr, en)
- Die Vereinten Nationen zu Friedens- und Sicherheitsfragen (fr, en)
- Friedenssicherung (fr, en)
- Vertreter und Sondergesandte des Generalsekretärs (fr, en)
- Sanktionsausschüsse des Sicherheitsrats (fr, en)
- Hauptabteilung Politische Angelegenheiten (en)
- Abrüstung (fr, en)
- Kommission für Friedenskonsolidierung (KFK) (fr, en)
- Engagement der KFK in Burundi (de, fr)
Sanktionen
Die Schweiz ist als UNO-Mitglied verpflichtet, die vom Sicherheitsrat beschlossenen umfassenden oder gezielten Sanktionen zu übernehmen und umzusetzen.
Kontakt
Staatssekretariat STS-EDA
Bundesgasse 28
3003 Bern