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Veröffentlicht am 1. Februar 2026

Mediation und Dialog

Die Mediation ist Teil der Guten Dienste der Schweiz und gehört zu den aussenpolitischen Prioritäten. Die Schweiz erhält entweder Vermittlungsanfragen von Konfliktparteien oder stellt diesen ihre Dienste als Mediatorin zu Verfügung. Sie vermittelt selber oder unterstützt Verhandlungsparteien und Mediationen Dritter. Zudem fördert die Schweiz die Professionalisierung der Mediation in Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft.

Juan Manuel Santos, Präsident Kolumbiens, und FARC-Chef Rodrigo Londono besiegeln den Friedensvertrag im Juni 2016 in Havanna im Beisein von Raoul Castro.

Die Schweiz hat eine lange Tradition in der internationalen Konfliktmediation, welche tief in ihrer politischen Kultur des Dialogs und der Konsensbildung verwurzelt ist. In den vergangenen Jahren begleitete die Schweiz als international anerkannte und gefragte Partnerin über 30 Friedensprozesse in mehr als 20 Ländern.

Dabei vermittelt die Schweiz sowohl direkt bei den Konfliktparteien als auch indirekt durch das Bereitstellen von Expertinnen und Experten, die im Auftrag von internationalen Organisationen wie der UNO oder der OSZE vermitteln und Friedensprozesse unterstützen.

Im Einverständnis mit den Konfliktparteien schafft die Schweiz den nötigen Freiraum für Verhandlungen. Sie unterstützt die Parteien darin, Ursachen zu identifizieren, ihre Anliegen zu formulieren und Lösungen zu erarbeiten. Das integrative und auf Konsens ausgerichtete politische System der Schweiz trägt zur Attraktivität und Glaubwürdigkeit ihrer Guten Dienste bei. Die Schweiz wirkt weltweit. Sie wirkt professionell, effizient und meist diskret.

Unterschieden werden fünf Arten von Vermittlungsdiensten:

Schwerpunkt Religion, Politik und Konflikte

Im Rahmen ihres Engagements für Mediation und Dialog legt die Schweiz ein besonderes Augenmerk auf den Themenbereich Religion, Politik und Konflikte. Der Anteil der bewaffneten Auseinandersetzungen, bei denen Religion eine Rolle spielt, hat sich in den letzten 50 Jahren vervielfacht und betrifft heute über die Hälfe der Konflikte. Die Gründe dafür liegen nicht in erster Linie bei der Religion, sondern im Aufeinandertreffen unterschiedlicher Weltbilder. Im Zentrum der friedenspolitischen Arbeit der Schweiz zu Religion, Politik und Konflikte steht das Finden von konkreten Lösungen, welche zur Abkehr von Gewalt und dem friedlichen Zusammenleben zwischen Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen führen sollen. Dazu nimmt die Schweiz eine wertneutrale Haltung gegenüber verschiedenen religiösen Traditionen ein und schafft gemeinsame Projekte zur konkreten Zusammenarbeit und Vertrauensbildung zwischen Universitäten, Nichtregierungsorganisationen, religiösen und zivilgesellschaftlichen Gemeinschaften sowie politischen Parteien und Regierungen. Die Schweiz unterstützt weltweit friedensfördernde Projekte mit religiösen Dimensionen mit einem besonderen Fokus auf Ostafrika und das Horn von Afrika.

Vier ernst dreinschauende Männer stehen vor einer Rückwand mit dem Logo des Friedensdialogs.

17. Oktober 2023

Friedensprozess in Kolumbien: Schweiz wird Garantenstaat bei Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen

Auf Wunsch der Regierung Kolumbiens und der Rebellengruppe EMC wird die Schweiz den Verhandlungsprozess als Garantenstaat begleiten und mit ihrer Expertise unterstützen.

Kontakt

Sektion Menschenrechtsdiplomatie
Staatssekretariat STS-EDA
Abteilung Frieden und Menschenrechte
Effingerstrasse 27
3003 Bern