Bilaterale Beziehungen Schweiz–Benin
Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Benin sind gut. Im Fokus stehen die Entwicklungszusammenarbeit mit den Schwerpunkten Gouvernanz und Friedensförderung sowie die wirtschaftliche Entwicklung und der Kompetenzaufbau.
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Die Schweiz anerkannte Benin am 1. August 1960 als unabhängigen Staat und nahm im selben Jahr diplomatische Beziehungen auf. Die Schweiz und Benin haben eine Reihe von bilateralen Abkommen abgeschlossen: 2010 über die Einreise, den Aufenthalt und die Rückkehr von Personen, 1981 über die technische Zusammenarbeit, 1975 über den Luftverkehr und 1966 über Handelsverkehr, Investitionsschutz, Investitionen und technische Zusammenarbeit.
Für den Zeitraum 2025–2028 hat die Schweiz eine Afrika-Strategie ausgearbeitet.
Wirtschaftliche Zusammenarbeit
Das Handelsvolumen zwischen der Schweiz und Benin ist bescheiden: 2024 belief es sich auf 6,4 Millionen Franken, wobei die Handelsbilanz zugunsten der Schweiz ausfiel. Die Importe umfassen hauptsächlich Fahrzeuge und Maschinen sowie pharmazeutische Produkte.
Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise SGE
Zusammenarbeit im Bereich Bildung, Forschung und Innovation
Forschende und Kulturschaffende aus Benin können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende und Kunstschaffende SBFI
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Die Schweiz ist seit der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens mit der DEZA im Jahr 1981 offiziell in Benin präsent.
Das neue Schweizer Kooperationsprogramm 2026–2029 für Benin ist mit den Plänen der beninischen und der Schweizer Regierung abgestimmt. Es soll zu einer integrativen und nachhaltigen Entwicklung in Benin beitragen und die Resilienz gefährdeter Bevölkerungsgruppen gegenüber Armut, Konflikten und Klimawandel stärken. Das Programm konzentriert sich auf die zwei Schwerpunkte Gouvernanz und Frieden sowie Wirtschaft und Kompetenzaufbau. Ein besonderer Fokus liegt auf den Themen sozialer Zusammenhalt, Konfliktprävention, Geschlechtergleichstellung und Auswirkungen des Klimawandels.
Schweizer Kooperationsprogramm 2026–2029 für Benin (fr)
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Schweizerinnen und Schweizer in Benin
Ende 2025 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 61 Schweizerinnen und Schweizer in Benin und 425 beninische Staatsangehörige in der Schweiz.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Sowohl in der Schweiz wie auch in Benin ist der 1. August der Nationalfeiertag. Dieses Datum markiert für die Schweiz die Gründung der Eidgenossenschaft im Jahr 1291 und für Benin die von der Schweiz umgehend anerkannte Erlangung der Unabhängigkeit im Jahr 1960. Im gleichen Jahr nahmen die beiden Staaten diplomatische Beziehungen auf. Heute ist die Schweizer Botschaft in Accra (Ghana) für die bilateralen Beziehungen zuständig.
Die beiden Länder arbeiten seit der Unabhängigkeit Benins in Entwicklungsfragen zusammen. Seit dem Abschluss eines Rahmenabkommens im Jahr 1981 wurde die Zusammenarbeit intensiviert und formalisiert. 1983 eröffnete die Schweiz ein Kooperationsbüro in Cotonou.
2021 feierten die Schweiz und Benin das 40-Jahr-Jubiläum ihrer Zusammenarbeit.
Benin war ab 1894 eine französische Kolonie und bis 1975 unter dem Namen Republik Dahomey bekannt.
Benin, Historisches Lexikon der Schweiz
Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis
Links
- Schweiz und Benin
- Datenbank Staatsverträge
- Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise SGE
- Schweizer Kooperationsprogramm 2026–2029 für Benin (fr)
- Entwicklungszusammenarbeit
- Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende und Kunstschaffende, SBFI
- Benin, Historisches Lexikon der Schweiz
- Diplomatische Dokumente der Schweiz, Dodis
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