Humanitäre Minenräumung
Die humanitäre Minenräumung leistet einen wichtigen Beitrag zu Frieden, Sicherheit und Entwicklung und ist in den betroffenen Gebieten ein Schlüsselelement für die humanitäre Hilfe und die sozioökonomische Entwicklung. Die Schweiz setzt sich für eine Welt ein, in der Menschen ohne Risiken von Minen und anderen Kampfmittelrückständen leben können.

Die humanitäre Minenräumung kann auf grosse Erfolge zurückblicken. In den letzten 30 Jahren wurden mit den Übereinkommen von Ottawa (Personenminen) und Oslo (Streumunition) wichtige internationale Übereinkommen verabschiedet. Deren Umsetzung zeigt Wirkung: Über 30 Staaten wurden bislang vollständig von Minen geräumt und in zehn Ländern wurden alle Rückstände von Streumunition entfernt. Doch noch jeden Tag töten und verletzen Minen und andere Kampfmittelrückstände Dutzende von Menschen. Die Opferzahlen sind in den letzten Jahren wieder angestiegen, was deutlich macht, dass es die Anstrengungen im Bereich der humanitären Minenräumung weiterhin braucht.
Die Schweiz setzt sich seit über 30 Jahren für die humanitäre Minenräumung ein. Sie fördert weiterhin Projekte in den betroffenen Staaten und entsendet spezialisierte Armeeangehörige. Zudem setzt sie sich auf diplomatischer, rechtlicher und praktischer Ebene dafür ein, dass die relevanten Übereinkommen universell umgesetzt werden. Mit dem Genfer internationalen Zentrum für humanitäre Minenräumung (GICHD) schuf die Schweiz zudem ein Kompetenzzentrum, von dem der ganze Sektor profitiert.
Ukraine Mine Action Conference UMAC2024
Am 17.-18. Oktober 2024 organisierte die Schweiz gemeinsam mit der Ukraine die Ukraine Mine Action Conference UMAC2024 in Lausanne. An der Konferenz wurde der «Lausanne Call for Action» verabschiedet, der die Staaten zu konkreten Massnahmen im Bereich der humanitären Minenräumung aufruft. Diese ist entscheidend für den sozialen und wirtschaftlichen Wiederaufbau. Die Schweiz unterstützt die Ukraine ausserdem mit ihrem Know-how und trägt während vier Jahren mit 100 Millionen Franken zur Minenräumung ziviler Gebiete bei.
Aktionsplan Humanitäre Minenräumung 2023–2026
Mit ihrem Aktionsplan Humanitäre Minenräumung 2023–2026 strebt die Schweiz langfristig eine Welt an, in der Menschen ohne Risiken von Minen und anderen Kampfmittelrückständen leben können und so eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung möglich ist. Um die Vision des Aktionsplans in die Realität umzusetzen, führen das EDA und das VBS in den Jahren 2023–2026 Aktivitäten in drei Aktionsfeldern durch:
- Aktionsfeld 1: Förderung des normativen Rahmens
- Aktionsfeld 2: Humanitäre Minenräumung vor Ort
- Aktionsfeld 3: Innovation

Schweizer Einsatz für die humanitäre Minenräumung 2024
Noch immer töten und verletzen Minen und explosive Kriegsmunitionsrückstände jährlich rund 5'000 Personen. 2024 hat der Bund in der Umsetzung des Aktionsplans 2023–2026 ihren Einsatz für die humanitäre Minenräumung weiter verstärkt und dabei einen Fokus auf die Ukraine gelegt. EDA und VBS berichten anlässlich des Internationalen Tags der humanitären Minenräumung über ihre Aktivitäten im Vorjahr.

Ukraine Mine Action Conference UMAC2024
Die Schweiz wird 2024 eine Reihe von Veranstaltungen mitorganisieren, deren Höhepunkt die Ukraine Mine Action Conference UMAC2024 in Genf (17.-18. Oktober) sein wird.
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Humanitäre Minenräumung (VBS)
Die Schweiz setzt sich für eine Welt ohne Personenminen, Streumunition und andere explosive Kriegsmunitionsrückstände ein. Sie unterstützt internationale Bemühungen.
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Abteilung Frieden und Menschenrechte
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