Gültig am:
Publiziert am: 06.04.2018

Das Kapitel Aktuelles ist entfernt und das Kapitel Verkehr und Infrastruktur ist ergänzt worden (Sachschäden von Hurrikan Irma).
Das Kapitel besondere rechtliche Bestimmungen ist vollständig überarbeitet worden.
Kapitel Besondere Hinweise: redaktionelle Änderungen


Reisehinweise für Kuba

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Grundsätzliche Einschätzung

Kuba hat komplizierte Währungsvorschriften. Zum Beispiel sind Bargeldbezüge und Bezahlungen mit der Maestrokarte oder der PostFinance-Karte in Kuba nicht möglich. Siehe Kapitel Besondere Hinweise.

Die politische Lage kann als stabil bezeichnet werden.

Das Risiko von terroristischen Anschlägen kann auch in Kuba nicht ausgeschlossen werden. Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Kriminalität

Die Kleinkriminalität hat in den letzten Jahren zugenommen. Gewarnt wird vor allem vor Entreissdiebstählen, bei denen vereinzelt auch Waffengewalt angewendet wird. Einbruchdiebstähle in Privatunterkünften (casas particulares) kommen ebenfalls vor. Beachten Sie unter anderem nachstehende Vorsichtsmassnahmen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und nur wenig Geld auf sich. Stellen Sie generell Ihre - im Vergleich zu den lokalen Verhältnissen - Wohlhabenheit nicht zur Schau.
  • Deponieren Sie wichtige Dokumente im Hotelsafe (Pass, Flugticket, Schecks etc.); tragen Sie jedoch eine Kopie Ihres Passes auf sich.
  • Achten Sie bei den Casas particulares darauf, dass es sich um offiziell anerkannte Unterkünfte handelt; sie sind durch ein blaues Dreieck an der Türe gekennzeichnet.
  • Benutzen Sie ausschliesslich gekennzeichnete, offizielle Taxis.
  • Machen Sie weder Autostopp noch nehmen Sie Anhalter mit. Wiederholt sind Autofahrer von Autostopper überfallen worden.

Verkehr und Infrastruktur

Der Hurrikan Irma hat vor allem an der Nordküste enorme Sachschäden angerichtet. Informieren Sie sich vor Reisen nach Kuba bei Ihrem Reiseveranstalter über die Durchführbarkeit der Reise.

Strassen und Fahrzeuge sind schlecht unterhalten und bilden ein erhebliches Unfallrisiko. Auf nächtliche Überlandfahrten sollte deshalb verzichtet werden.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Es ist verboten, uniformierte Personen, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren. Unhöfliches Verhalten gegenüber Polizisten sowie abfällige Bemerkungen über das Land oder seinen Präsidenten werden schnell als Beamtenbeleidigung resp. Ehrverletzung ausgelegt und können Strafverfahren zur Folge haben.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringen Mengen und bei jeder Art von Drogen mit bis zu 30 Jahren Gefängnis bestraft. Sehr hohe Strafen werden auch bei Sexualdelikten, einschliesslich Prostitution, verhängt.

Je nach Art und Schwere des Vergehens kann die Todesstrafe verhängt werden, zum Beispiel bei Mord, Drogenhandel oder Pädophilie.

Für Ausländer ist die Teilnahme an politischen Aktivitäten verboten.

Die Haftbedingungen sind nicht mit der Schweiz vergleichbar: Infolge der Wirtschaftskrise sind die medizinische Versorgung und die Ernährung in den Gefängnissen mangelhaft.

Ausländische Fahrzeuglenker, die in einen Verkehrsunfall verwickelt sind, dürfen unter Umständen während der Dauer der gerichtlichen Untersuchungen und des Prozesses, die sich über Monate hinziehen können, das Land nicht verlassen. Es ist empfehlenswert einen Wagen mit Chauffeur zu mieten.

Wohn- und Grundeigentum darf nur durch Personen mit offiziellem Wohnsitz in Kuba erworben werden.

Die Schweizer Botschaft in Havanna kann nicht auf rechtliche Verfahren Einfluss nehmen. Siehe Rubrik Hilfe im Ausland.

Naturbedingte Risiken

In Kuba muss von Juni bis November mit Hurrikanen gerechnet werden. Im Extremfall können solche Stürme Überschwemmungen und Infrastrukturschäden verursachen. Auch der Reiseverkehr kann vorübergehend beeinträchtigt werden. Beachten Sie die Wettervorhersagen sowie die Warnungen und Anweisungen der Behörden.
Instituto de Meteorología de la Republica de Cuba
Weltorganisation für Meteorologie (WMO)

Erdbeben können vorkommen, besonders im östlichen Teil der Insel. Erdbeben und Vulkanausbrüche in der Karibik können neben Verwüstungen auf dem Land auch Flutwellen auslösen.

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die Schweizer Botschaft in Havanna.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist nicht in allen Krankenhäusern vollumfänglich gewährleistet. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland (Europa, Kanada) behandelt werden.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Besondere Hinweise

Versicherung: Sie müssen bei der Einreise nachweisen können, dass Ihre Kranken- oder Reiseversicherung für allfällige medizinische Kosten in Kuba aufkommt, z.B. durch Versicherungspolice, Versicherungskarte einer Krankenkasse oder Reiseversicherung. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Versicherung, ob sie in Kuba anerkannt ist. Wer den Nachweis nicht erbringen kann, muss bei der staatlichen kubanischen Assistance-Gesellschaft Asistur eine Versicherung abschliessen. Diese Regelung betrifft alle Personen mit Wohnsitz ausserhalb von Kuba. Weitere Informationen erteilen die kubanische Botschaft in Bern und Asistur.

Aufenthalt: Für Aufenthalte von mehr als 30 Tagen gelten besondere Vorschriften. Die kubanische Botschaft in Bern erteilt Auskunft über die Einreisebestimmungen.
Kubanische Botschaft Bern (spanisch)
Asistur (spanisch, englisch)


Kuba hat komplizierte Währungsvorschriften:

  • Bargeld: Ausländer dürfen, mit einigen wenigen Ausnahmen, ihre Ausgaben nur in Pesos Convertibles (nur in Kuba gültige Währung für Ausländer) bezahlen. US-Dollar können nur gegen eine hohe Gebühr gewechselt werden. Es ist deshalb vorteilhafter, Bargeld in Euro oder Schweizer Franken mitzunehmen.
  • Maestrokarte und PostFinance Card: Mit diesen Karten sind Bargeldbezüge und Bezahlungen nicht möglich.
  • Kreditkarten, die auf US-amerikanische Institute lauten (z.B. American Express) oder von solchen ausgestellt sind, werden nicht angenommen. Mit anderen Kreditkarten können vereinzelt Waren und Dienstleistungen bezahlt, jedoch kein Bargeld bezogen werden.
  • Reisechecks, die auf US-amerikanische Institute lauten (z.B. American Express Travelers Cheques): Es sind weder Bargeldbezüge noch Bezahlungen möglich. Mit anderen Reisechecks können vereinzelt Waren und Dienstleistungen bezahlt, jedoch kein Bargeld bezogen werden.

Geldüberweisungen aus dem Ausland können ausschliesslich über die staatliche Institution ASISTUR abgewickelt werden. Die Dauer der Überweisung beträgt in der Regel vier bis sechs Tage. Es kann vorkommen, dass Banküberweisungen blockiert werden, weil die Ausgabebank in der Schweiz via amerikanische Banken abrechnet. Erkundigen Sie sich frühzeitig bei Ihrer Bank oder ihrem Kreditkarteninstitut.
Asistur (spanisch, englisch)

Nützliche Adressen

Notruf Polizei: 106

Zollvorschriften: Aduana General de la República Cuba

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizer Botschaft in Havanna
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.