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Politische Direktion PD
Abteilung für Menschliche 
Sicherheit (AMS)
Frieden, Menschenrechte, Humanitäre Politik, Migration

Tel. +41 31 322 30 50
 pd-menschlichesicherheit@eda.admin.ch

 

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Frieden

Die weltweiten Bedrohungen für Frieden und Sicherheit haben sich verändert und sind nicht mehr ausschliesslich militärischer Art. Innerstaatliche Konflikte, organisierte Kriminalität, internationaler Terrorismus, Armut, Ressourcenmangel oder die Folgen des Klimawandels bedrohen den Frieden. Das friedliche Zusammenleben der Völker ist eines der fünf Ziele der schweizerischen Aussenpolitik. Die Schweiz setzt sich dafür ein, Konflikte zu verhindern und Auseinandersetzungen friedlich zu beenden – dies mittels Friedensprogrammen, Mediationen, Vergangenheitsarbeit, diplomatischer Initiativen, Wahlbeobachtung und Mitarbeit in multilateralen Organisationen.
 
Die Schweiz arbeitet in der Friedenspolitik mit Schweizer Experten und internationalen Partnern zusammen. Sie verfügt über ein vielfältiges Wissen und hat ihr weltweites Engagement für den Frieden stark ausgebaut. Dabei führt sie folgende Tätigkeiten durch:

  • Friedensprogramme
  • Konfliktparteien und Staaten in Übergangsprozessen mit Mediation und Friedensberatung unterstützen
  • Vergangenheitsarbeit
  • Diplomaten und Fachleute aus dem Expertenpool für internationale Friedensmissionen und Wahlbeobachtungen bereitstellen
  • Diplomatische Initiativen
  • Vorstösse in internationalen Organisationen einreichen zu weltweiten friedenspolitischen Leitlinien

http://www.eda.admin.ch/etc/medialib/downloads/edazen/doc/publi/aussen.Par.0024.File.tmp/Aussenpolitische%20Strategie%2020122015%20DE%20lowres.pdf Aussenpolitische Strategie 2012–2015
http://www.eda.admin.ch/etc/medialib/downloads/edazen/doc/publi/ppese.Par.0002.File.tmp/Fuer_Frieden,_Menschenrechte_und_Sicherheit_DE.pdf Für Frieden, Menschenrechte und Sicherheit: Vom Engagement der Schweiz in der Welt

Friedensprogramme

Die Schweiz ist in Konfliktregionen vor Ort präsent. Sie unterstützt in Myanmar mit Friedensverhandlungen und Projekten den Wechsel von der Militärherrschaft zu einer demokratischen Staatsform. In Nordafrika leistet die Unterstützung bei Wahlen, fördert die Menschenrechte und begleitet so die politische Transition hin zur Demokratie. Ebenfalls bezieht sie politische Akteure, die sich auf islamische Werte berufen, in Dialogprozesse ein. In der Region der Grossen Seen in Afrika unterstützt die Schweiz den Dialog mit Regierungsvertretern und der lokalen Zivilgesellschaft. Sie fördert damit die Demokratie und stärkt fragile staatliche Strukturen.

Mediation
Die Schweiz hat mit Mediationen in mehr als 20 Ländern über 30 Friedensprozesse begleitet. Eigene Mediationen führte sie unter anderem zwischen Armenien und der Türkei und zwischen Georgien und Russland durch. Daneben unterstützt sie zahlreiche Mediationsprozesse wie zum Beispiel in Kolumbien, Mali und Syrien.

Vergangenheitsarbeit
Die Kompetenz der Schweiz, Vergangenheitsarbeit zu begleiten, ist international anerkannt. Sie berät Regierungen und zivilgesellschaftliche Akteure. Dazu hat sie eine internationale Taskforce ins Leben gerufen.

Kolumbien, Guatemala, Südosteuropa, das frankophone Afrika, der Kaukasus und die Länder der Region Grosse Seen nehmen die Dienste der Schweiz im Bereich Vergangenheitsarbeit in Anspruch. Die Vergangenheitsarbeit beruht auf den Grundsätzen zur Bekämpfung der Straflosigkeit von Louis Joinet, die die UNO-Menschenrechtskommission 1997 verabschiedet hat. Sie stellen die Rechte der Opfer in den Mittelpunkt. Die Staaten sind aufgefordert, gegen Straflosigkeit nach schweren Verletzungen der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts vorzugehen.

http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/topics/peasec/peac/confre/depast.html Vergangenheitsarbeit

Expertenpool für zivile Friedensförderung

Zivile Expertinnen und Experten, die Einsätze zur Förderung von Frieden und Menschenrechten begleiten, sind gefragt. Besonders seit dem Ende des Kalten Kriegs Anfang der 90er-Jahre und seit den Balkankriegen in den 90er-Jahren ist die Nachfrage stark angestiegen. Die Schweiz hat darauf einen Expertenpool für zivile Friedensförderung geschaffen. Die Expertinnen und Experten beraten Behörden und Institutionen vor Ort, helfen beim Aufbau staatlicher Strukturen, unterstützen internationale Friedensmissionen und Wahlen und fördern die Menschenrechte.

Die UNO, die EU und die Internationale Organisation für Frieden, Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sind Partner des Expertenpools.

http://www.eda.admin.ch/expertenpool Expertenpool für zivile Friedensförderung 

Diplomatische Initiativen
Die Schweiz beteiligt sich an internationalen Anstrengungen zur Verhütung, Bekämpfung und Beseitigung des unerlaubten Handels mit und des Missbrauchs von Kleinwaffen und leichten Waffen. Seit dem Ende des Ost-West-Konflikts steht der illegale Waffenhandel weit oben auf der Liste der internationalen Diplomatie.

2006 organisierte die Schweiz mit dem UNO-Entwicklungsprogramm eine Ministerkonferenz über bewaffnete Gewalt und Entwicklung, an der die Genfer Erklärung über bewaffnete Gewalt und Entwicklung («Geneva Declaration») verabschiedet wurde. Die Signaturstaaten einigten sich auf die messbare Reduzierung der Waffengewalt bis 2015.

http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/topics/peasec/peac/confre/condi.html Diplomatische Initiativen bei Konfliktlösungen
http://www.genevadeclaration.org/ Genfer Erklärung über bewaffnete Gewalt und Entwicklung