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Reisehinweise Vietnam
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Letzte Aktualisierung: 20.03.2012 Unverändert gültig: |
Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. |
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Grundsätzliche Einschätzung
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Vietnam kann als stabil bezeichnet werden.
Ausserhalb der Touristendestinationen und -routen stellen unexplodierte Bomben und Minen eine ernst zu nehmende Gefahr dar. Die Minenfelder sind in der Regel gekennzeichnet. Bei individuellen Ausflügen in abgelegene Gebiete ist es dennoch ratsam, sich bei den lokalen Sicherheitsbehörden und/oder der Bevölkerung zu informieren.
Die schwierige Wirtschaftslage auf dem Land hat eine bedeutende Migrationsbewegung in die beiden grössten Städte (Hanoi und Ho Chi Minh-Stadt) ausgelöst und eine Zunahme von Taschen- und Entreissdiebstählen verursacht. Gewaltkriminalität ist hingegen eher selten. Am höchsten ist die Kriminalitätsrate in Ho Chi Minh-Stadt. Geschäftsleute sind wiederholt Opfer von Betrügereien geworden. Unter anderem werden folgende Vorsichtsmassnahmen empfohlen:
- Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und nur wenig Geld auf sich.
- Nehmen Sie nach Einbruch der Dunkelheit keine Velo- oder Motorradtaxis.
- Benutzen Sie in den Flughäfen den vorgebuchten Flughafentransfer Ihres Hotels oder ein offizielles Taxi.
- Meiden Sie in Hanoi, Ho Chi Minh-Stadt und den grösseren Städten die ärmeren Quartiere.
- Beim Verlassen von Diskotheken und Nachtklubs sind wiederholt Touristinnen Opfer von Sexualverbrechern geworden. Frauen wird deshalb empfohlen, nachts nicht alleine auszugehen und wenn immer möglich telefonisch bestellte Taxis zu benutzen.
- Nehmen Sie keine Einladungen von Unbekannten an. Immer wieder werden Reisende Opfer von Falschspielerbanden, die Touristen unter irgend einem Vorwand zu sich nach Hause einladen, um sie dort zu Geldspielen zu nötigen. Da Glücksspiele ausserhalb der wenigen staatlich bewilligten Kasinos verboten sind, machen sich die Geschädigten sogar noch strafbar.
In den vietnamesischen Gewässern ist es wiederholt zu Piratenüberfällen gekommen, die sich gegen Handelsschiffe, Jachten und Ausflugsboote richten. Die südlichen Küstenabschnitte sind davon besonders betroffen. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
Piraterie
Das Unfallrisiko auf Vietnams Strassen ist hoch (schlechter Strassenzustand, Missachtung der Verkehrsregeln, streunendes Vieh usw.). Die Überlandbusse sind oft mangelhaft gewartet und deren Fahrer übermüdet, sodass sie ein besonders hohes Risiko darstellen. Verzichten Sie deshalb generell auf nächtliche Überlandfahrten.
Lassen Sie bei der Wahl von Touristenbooten Vorsicht walten. Besonders die billigsten Angebote erfüllen nicht einmal elementare Sicherheitsanforderungen. In der Ha Long Bucht und im Mekong-Delta sind in den Jahren 2009 und 2011 Touristen bei Bootsunglücken ums Leben gekommen.
Politische Aktivitäten jeder Art sowie das Fotografieren militärischer Einrichtungen und öffentlicher Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) sind verboten.
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei kleinsten Mengen und jeder Art von Drogen mit langjährigen Gefängnisstrafen (bis lebenslänglich) geahndet. Für gewisse Delikte kann die Todesstrafe verhängt werden, zum Beispiel für den Schmuggel von Falschgeld.
Die Haftbedingungen sind äusserst prekär.
Von Juli bis November muss vor allem in den Küstenregionen und im Mekong-Delta mit Wirbelstürmen und schweren Regenfällen gerechnet werden. Sie können Überschwemmungen, Erdrutsche und Infrastrukturschäden verursachen. Beachten Sie die Warnungen und Anweisungen der Behörden.
Mekong River Commission
Weltorganisation für Meteorologie (WMO)
Ausserhalb von Hanoi und Ho Chi Minh-Stadt ist die medizinische Versorgung nur beschränkt gewährleistet. Personen mit einem negativen Rhesusfaktor können unter Umständen nur mit Schwierigkeiten eine Bluttransfusion erhalten.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Neben anderen Tropenkrankheiten tritt auch Tuberkulose auf.
Einige abgelegene Regionen sind für Reisende nicht zugänglich. Die Vertretungen Vietnams in der Schweiz erteilen nähere Auskunft.
Nach einem Passverlust muss für die Ausreise ausser einem Ersatzpass zwingend auch ein Ersatzvisum beantragt werden. Die Ausstellung des Ersatzvisums durch die vietnamesische Immigrationsbehörde kann mehrere Tage in Anspruch nehmen. Inlandflüge können in Einzelfällen mit der Identitätskarte und einem Polizeirapport angetreten werden. Kontaktieren Sie bei einem Passverlust umgehend die schweizerische Botschaft in Hanoi, um das aktuell gültige Vorgehen zu erfahren.
Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung wenden.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausschluss der Haftung
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.


