Gültig am:
Publiziert am: 19.05.2021

Die folgenden Kapitel sind angepasst worden:
Aktuelles: Wahlen Juni 2021
Spezifische regionale Risiken: Neu wird abgeraten von Reisen in die gesamte Region Benishangul-Gumuz


Reisehinweise für Äthiopien

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Coronavirus (Covid-19):

In allen Regionen der Welt besteht das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Der Bundesrat empfiehlt, auf Reisen in Staaten mit einer besorgniserregenden Virusvariante zu verzichten. Diese Staaten sind auf der Liste der Länder mit besorgniserregender Virusvariante des Bundesamtes für Gesundheit BAG aufgeführt.
BAG: Liste der Länder mit besorgniserregender Virusvariante

Auslandreisen erfordern eine sorgfältige Vorbereitung und ein hohes Mass an Flexibilität. Bedenken Sie namentlich folgende Punkte:

1. Schweiz– Empfehlungen und Informationen des Bundesamtes für Gesundheit BAG: Das BAG bestimmt die grenzsanitarischen Massnahmen für die Einreise in die Schweiz, z.B. Quarantänepflicht.

2. Ausland – Ein- und Ausreisevorschriften: In zahlreichen Ländern bestehen weiterhin Einreiserestriktionen und/oder besondere Bestimmungen für die Ausreise.

3. Ausland – Massnahmen innerhalb eines Landes: In vielen Ländern sind weiterhin diverse Massnahmen zur Eindämmung des Virus in Kraft.

4. Ausland – medizinische Versorgung: Das Coronavirus strapaziert das Gesundheitswesen weltweit.

5. Ausland – Unterstützung seitens EDA: Das EDA unterstützt im Rahmen des konsularischen Schutzes.

6. Internationale Verkehrsverbindungen: Flug- und andere Verkehrsverbindungen sind teilweise noch eingeschränkt.

Beachten Sie den Fokus «Coronavirus (COVID-19).

Aktuelles

Wahlen Juni 2021

Für den Juni 2021 sind in Äthiopien Wahlen angekündigt. Vor und während den Wahlen sowie bei Bekanntgabe der Resultate kann im ganzen Land das Risiko von Unruhen steigen. Die Behörden können kurzfristig Ausgangssperren über die betroffenen Gebiete verhängen, Strassensperren errichten und vermehrt Kontrollen durchführen.

Meiden Sie im ganzen Land Demonstrationen und Massenveranstaltungen jeder Art. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren) und bleiben Sie mit Ihrem Reiseveranstalter in Kontakt. Tragen Sie immer Ihren Pass auf sich, um sich bei Kontrollen jederzeit ausweisen zu können.

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Region Tigray

Seit Anfang November 2020 kommt es zu bewaffneten Zwischenfällen zwischen den äthiopischen Verteidigungskräften und der Tigray People's Liberation Front (TPLF). Die äthiopische Regierung hat militärische Aktionen gegen die TPLF unternommen und den Ausnahmezustand für die Region Tigray ausgerufen. Es muss weiterhin mit bewaffneten Konfrontationen zwischen Armee und der TPLF gerechnet werden. Die Lage ist unübersichtlich und die weitere Entwicklung ungewiss.

Der Ausnahmezustand berechtigt die Regierung unter anderem Demonstrationen / Zusammenkünfte zu verbieten, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zu verfügen, Verhaftungen ohne gerichtliche Anordnung vorzunehmen oder Ausgangssperren zu verhängen.

Der Zugang zum Internet und zu den sozialen Medien sowie auch die Telefonverbindungen sind zeitweise unterbrochen.

Auskunft über die Flugverbindungen erteilen die Fluggesellschaften.

Von Reisen in die Region Tigray wird abgeraten.

Falls Sie sich zurzeit in Tigray befinden: Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z. B. Ausgangssperren). Lassen Sie grösste Vorsicht walten.

Eine Verschlechterung der Sicherheitslage kann auch in anderen Landesteilen nicht ausgeschlossen werden.

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Neues Coronavirus (COVID-19)

Beachten Sie die Informationen und Empfehlungen im Fokus «neues Coronavirus (COVID-19)» und des Bundesamtes für Gesundheit BAG.
Fokus neues Coronavirus (COVID-19)

 BAG: Coronavirus

Um die Verbreitung des neuen Coronavirus (COVID-19) einzudämmen, verfügen zahlreiche Staaten Einreise- und Ausreiserestriktionen sowie Reisebeschränkungen innerhalb des Landes. Die Vorschriften ändern laufend.

Für die aktuell gültigen Vorschriften in Äthiopien, beachten Sie die Informationen der zuständigen äthiopischen Behörden und wenden Sie sich bei Fragen an die äthiopische Botschaft in Genf.
Ministry of Health Ethiopia

Äthiopische Botschaft

Auskunft über die Verkehrsverbindungen erteilen die zuständigen Gesellschaften und Reisebüros.

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Grundsätzliche Einschätzung

Bei Reisen nach Äthiopien ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken.

Planen Sie Ihre Reise durch einen lokal gut vernetzten Reiseveranstalter oder eine andere lokale Vertrauensperson und lassen Sie sich durch einen lokalen Reiseführer oder Ihre lokale Vertrauensperson begleiten. Vergewissern Sie sich, dass diese die Sicherheitslage kurzfristig abgeklärt hat.

Im ganzen Land bestehen politische, ethnische und soziale Spannungen. Sie können sich teilweise ohne grosse Vorwarnung in lokalen, gewaltsamen Zusammenstössen entladen. Die Sicherheitslage kann sich deshalb in einzelnen Regionen rasch verändern.

Bei Demonstrationen und gelegentlichen Streiks besteht das Risiko von Strassenblockaden, Ausschreitungen und gewaltsamen Auseinandersetzungen. Solche Ereignisse haben wiederholt Todesopfer und Verletzte gefordert.

Bei Unruhen können die Behörden kurzfristig Ausgangssperren über die betroffenen Gebiete verhängen, Strassensperren errichten und vermehrt Kontrollen durchführen.

Strassenblockaden können zu Behinderungen des Reiseverkehrs führen. In solchen Fällen bleibt den Reisenden nichts Anderes übrig, als sich lokal über alternative Reisemöglichkeiten zu erkundigen und gegebenenfalls die Normalisierung der Lage abzuwarten. Die Schweizer Botschaft in Addis Abeba hat bei Blockaden nur eng begrenzte - je nach Situation gar keine - Möglichkeiten zur Unterstützung der Ausreise aus den betroffenen Regionen.

Das Risiko von Anschlägen besteht im ganzen Land. Im November 2020 ist es wiederholt zu Raketenbeschüssen auf Bahir Dar in der Region Amhara gekommen. Auch der Flughafen von Gondar (Amhara) wurde ins Visier genommen. Am 22. Juni 2019 kam es in Bahir Dar zu einem Anschlag auf die Lokalregierung der Amhara-Region und in Addis Abeba zu einem Anschlag auf den Stabschef der äthiopischen Armee. Weitere Ereignisse dieser Art sind möglich.

Lassen Sie Vorsicht walten, besonders an öffentlichen Orten wie Märkten, Busbahnhöfen, Kirchen, Moscheen, in der Umgebung von diplomatischen Vertretungen und Regierungsgebäuden, an Veranstaltungen und an sämtlichen von Ausländern häufig frequentierten Orten wie Einkaufszentren, Restaurants etc. Besonders gefährdet sind auch militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) Beachten Sie die Rubrik
Terrorismus und Entführungen

Meiden Sie im ganzen Land Demonstrationen und Massenveranstaltungen jeder Art. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden (z.B. Ausgangssperren) und bleiben Sie mit Ihrem Reiseveranstalter in Kontakt. Tragen Sie immer Ihren Pass auf sich, um sich bei den häufigen Kontrollen ausweisen zu können.

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Region Tigray
Seit Anfang November 2020 kommt es zu bewaffneten Zwischenfällen zwischen den äthiopischen Verteidigungskräften und der Tigray People's Liberation Front (TPLF). Die äthiopische Regierung hat militärische Aktionen gegen die TPLF unternommen und den Ausnahmezustand für die Region Tigray ausgerufen. Es muss weiterhin mit bewaffneten Konfrontationen zwischen Armee und der TPLF gerechnet werden.
Der Ausnahmezustand berechtigt die Regierung unter anderem Demonstrationen / Zusammenkünfte zu verbieten, Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zu verfügen, Verhaftungen ohne gerichtliche Anordnung vorzunehmen oder Ausgangssperren zu verhängen.
Die ehemaligen Kampfzonen entlang der eritreischen Grenze sind stark vermint
Die Lage ist unübersichtlich und die weitere Entwicklung ungewiss. Von Reisen in die Region Tigray wird abgeraten.

Regionen Amhara, Oromia, Harar und Dire Dawa
In diesen Regionen bestehen politische und ethnische Spannungen.
Es kommt immer wieder zu regionalen Unruhen, zu ethnisch motivierten Angriffen auf Dörfer und gewalttätigen Zusammenstössen zwischen verschiedenen Volksgruppen und Sicherheitskräften; sie fordern häufig Todesopfer und Verletzte. Vereinzelt wurden Anschläge gegen Hotels und andere Ziele verübt. Dabei sind mehrere Personen getötet oder verletzt worden. Von Unruhen und Anschlägen betroffen waren unter anderem die Touristenorte um den Langano-See sowie Gondar, Bahir Dar und Debre Zeit (Bishoftu). In ländlichen Gebieten haben bewaffnete Überfälle auf Fahrzeuge wiederholt Todesopfer gefordert.
Im November 2020 kam es wiederholt zu Raketenbeschüssen auf Bahir Dar in der Region Amhara. Auch der Flughafen von Gondar (Amhara) wurde angegriffen. Weitere Ereignisse dieser Art sind möglich. Besonders gefährdet sind militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.).
In den Grenzgebieten zu Sudan, Südsudan und Kenia sind bewaffnete Oppositionsgruppen und Banditen aktiv und es bestehen Konflikte zwischen verfeindeten Ethnien. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Rebellengruppen sowie zwischen verfeindeten Stämmen sind Ende 2018 im Grenzgebiet zu Kenia zahlreiche Personen getötet oder verletzt worden. Unter anderem kam es zu einer Schiesserei in einem Hotel in Moyale.
Auch in der Grenzregion zwischen den Regionen Oromia und Benishangul-Gumuz kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen.
Lassen Sie bei Reisen in die Regionen Amhara, Oromia, Harar und Dire Dawa grösste Vorsicht walten. Meiden Sie die Grenzgebiete zu Sudan, Südsudan und Kenia grossräumig.

Nördliche Afar-Region
Die Lage hat sich vordergründig beruhigt. Es wird sich zeigen müssen, inwieweit sich die Normalisierung des Verhältnisses zwischen Äthiopien und Eritrea und die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen im Juli 2018 auf die Sicherheitslage auswirkt. Offiziell sind die Grenzübergänge seit Herbst 2018 geschlossen. Die ehemaligen Kampfzonen entlang der eritreischen Grenze sind stark vermint. Auch die Strasse, die den Krater Dallol mit dem Vulkan Erta Ale sowie der Stadt Logia verbindet, kann vermint sein.
Von Reisen in die nördliche Afar-Region samt Danakil-Ebene wird abgeraten.

Region Benishangul-Gumuz
Bewaffnete Gruppen und Banditen haben ihre Aktivitäten auf die gesamte Region ausgeweitet und überfallen immer wieder Dörfer. Ethnisch motivierte Konflikte führen unter anderem zu Angriffen auf Zivilpersonen. Zum Beispiel hat am 23. Dezember 2020 ein Angriff auf ein Dorf in der Metekel-Zone rund 100 Todesopfer gefordert. Von Reisen in die Region Benishangul-Gumuz wird abgeraten.

Region Gambella
In der Region Gambella bestehen ethnische Spannungen. Sie führen zeitweise zu gewaltsamen Konflikten mit Todesopfern. Ehemalige Kampfzonen entlang der sudanesischen Grenzen sind teilweise vermint.
Von Reisen in die Region Gambella wird abgeraten.

Region SNNPR (Southern Nations, Nationalities and Peoples)
In dieser Region bestehen ethnische Spannungen, die aus geringem Anlass zu lokalen Gewalttaten führen können. Zum Beispiel haben ethnisch motivierte Angriffe auf Dörfer im Januar 2021 und im September 2020 Todesopfer und Verletzte gefordert. Im Juli 2019 sind bei Zusammenstössen zwischen Demonstranten und den Sicherheitskräften zahlreiche Personen getötet oder verletzt worden.
Die Kriminalitätsrate in der Region SNNPR ist hoch.
Lassen Sie bei Reisen in die Region SNNPR grösste Vorsicht walten
und reisen Sie in Gruppen von mehreren Fahrzeugen. Meiden Sie die Grenzgebiete zu Kenia und Südsudan grossräumig.

Region Somali
Die Sicherheitslage ist in diesem Landesteil volatil. Gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten sowie zwischen verfeindeten Stämmen können vorkommen. Auch besteht das Risiko von Anschlägen, die durch Rebellengruppen aus Eritrea und Somalia verübt werden. Zudem besteht Minengefahr und das Risiko von Entführungen.
Von Reisen in das Gebiet südlich des 9. Breiten- und östlich des 42. Längengrades wird abgeraten.

Kriminalität

Infolge der verbreiteten Armut und der hohen Arbeitslosigkeit hat die Kleinkriminalität in den Städten zugenommen. Auch bewaffnete Raubüberfälle kommen vor. Beachten Sie, nebst den üblichen Vorsichtsmassnahmen gegen Entreiss- und andere Diebstähle, auch folgende Punkte:

  • Ziehen Sie individuelle Taxis den öffentlichen Transportmitteln und den Sammeltaxis (Minibussen) vor.
  • Verzichten Sie nach Einbruch der Dunkelheit auf Überlandfahrten, denn es besteht die Gefahr von Banditenüberfällen.
  • Seien Sie in Addis Abeba Sie nachts nicht alleine und ausschliesslich im Auto resp. im Taxi unterwegs.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, denn die Gewaltbereitschaft ist hoch.

Verkehr und Infrastruktur

Der Zustand der Hauptstrassen ist allgemein gut. Ein Risiko bilden jedoch das unberechenbare Verhalten der Verkehrsteilnehmer sowie streunende Tiere (Kühe, Esel, Ziegen etc.). Von nächtlichen Überlandfahrten wird abgeraten. Während der Regenzeit (Juni bis Oktober) können die nicht asphaltierten Strassen auch für Geländefahrzeuge unpassierbar werden.

Halten Sie sich bei Überlandfahrten an die Hauptstrassen und informieren Sie sich bei den lokalen Behörden über die Sicherheitslage auf der geplanten Reiseroute. Es wird empfohlen, sich von einer ortskundigen lokalen Vertrauensperson begleiten zu lassen und für Reisen mit einem Personenwagen, ein Auto mit Chauffeur zu mieten.

Für lange Überlandstrecken bieten die vor allem im nördlichen Touristengebiet gut ausgebauten Flugverbindungen eine Alternative.

Es kommt vor, dass in einzelnen Gebieten die Mobiltelefonverbindungen und der Zugang zum Internet vorübergehend nicht gewährleistet sind.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Es ist verboten, uniformierte Personen, militärische Einrichtungen und öffentliche Bauten (Flughäfen, Brücken usw.) zu fotografieren.

Das äthiopische Gesetz weist die Schuld immer dem Autolenker zu, wenn bei Unfällen Fussgänger, Velo- oder Motorradfahrer zu Schaden kommen. In der Regel werden angeklagte Autofahrer inhaftiert, bis die gerichtlichen Untersuchungen und der Prozess abgeschlossen sind, was sich über Monate hinziehen kann.

Gleichgeschlechtliche Handlungen sind strafbar.

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet.

Verstösse gegen die Zollbestimmungen werden sehr strikt geahndet und können mit Gefängnis bestraft werden. Beachten Sie die Informationen der äthiopischen Zollbehörden und erkundigen Sie sich bei der Botschaft von Äthiopien in Genf über die genauen Bestimmungen zur Ein- und Ausfuhr von

  • Geld (in der Landes- und in Fremdwährung),
  • elektronischen Geräten,
  • Gegenständen, die dem äthiopischen kulturellen Erbe zuzurechnen sind (z.Bsp. Kreuze, Ikonen, Holzarbeiten, Bibeln, Bücher etc.) sowie von Naturmaterialien
  • Edelmetallen (Gold, Silber etc.)

Ethiopian Revenues and Customs Authority

Die Haftbedingungen sind prekär (überfüllte Gefängnisse, ungenügende hygienische Verhältnisse und medizinische Versorgung etc.).

Kulturelle Besonderheiten

Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen ethnischen Gruppen zusammen und ist mehrheitlich christlich-orthodoxen oder muslimischen Glaubens. Informieren Sie sich in Reiseführern, bei Ihrem Reisebüro oder vor Ort über die Verhaltensregeln und die genauen Bestimmungen, und passen Sie Kleidung und Verhalten den örtlichen Gepflogenheiten an. Fotografieren Sie Personen nur mit deren Einverständnis.

Naturbedingte Risiken

Saisonbedingte Waldbrände kommen landesweit immer wieder vor.

Äthiopien zählt mehrere Vulkane. Der Erta Ale in der Afar-Region gilt als einer der aktivsten Vulkane der Welt. In diesem Gebiet kommen Erdbeben besonders häufig vor, sind jedoch auch in den anderen Landesteilen möglich.

Sollte sich während Ihres Aufenthalts eine Naturkatastrophe ereignen, melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Sind die Verbindungen ins Ausland unterbrochen, kontaktieren Sie die Schweizer Botschaft in Addis Abeba.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung und Rettungsdienste sind selbst in Addis Abeba nur beschränkt gewährleistet. Krankenhäuser verlangen eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (Vorschusszahlung). Ernsthafte Krankheiten und Verletzungen werden mit Vorteil im Ausland behandelt.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Über die Ausbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Nützliche Adressen

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.

Schweizer Botschaft in Addis Abeba
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz
eVisum

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.