Die Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Marokko ist langfristig angelegt und wird von einer Partnerschaft getragen, die auf Vertrauen und dem Austausch von Fachwissen beruht. Sie findet heute ihren Ausdruck in einer Vielzahl von Projekten und Unterstützungsformen der Botschaft, insbesondere zugunsten von Institutionen, lokalen Akteuren und der Zivilgesellschaft. Eine konkrete Veranschaulichung dieser Zusammenarbeit ist das Projekt PROCAMM (Programm für Bauen mit natürlichen Materialien in Marokko).
In Fortführung eines langjährigen Engagements, das insbesondere nach dem Erdbeben von Al Hoceima im Jahr 2004 initiiert und nach dem Erdbeben in der Region Al Haouz im Jahr 2023 bekräftigt wurde, verfolgt das Projekt das Ziel, nachhaltige Baupraktiken in der Region Taroudant zu fördern. Dabei werden lokale Materialien und traditionelles Know-how aufgewertet und gleichzeitig schweizerische Erfahrungen eingebracht, um die ökologische Widerstandsfähigkeit gegenüber Naturkatastrophen zu stärken.
Parallel dazu setzt das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in Marokko ein Programm der wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit um, wobei das Königreich inzwischen als Schwerpunktland gilt. Dieses Programm konzentriert sich auf zentrale Handlungsfelder wie die Stärkung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, die Verbesserung des Geschäftsumfelds, die Förderung einer nachhaltigen und resilienten Stadtentwicklung sowie die Bereitstellung effizienter öffentlicher Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Wasser und Infrastruktur. Insgesamt ist dieses Engagement in die Strategie der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz 2025 bis 2027 eingebettet und basiert auf einem koordinierten Ansatz zwischen den verschiedenen marokkanischen und schweizerischen Akteuren.