Gültig am:
Publiziert am: 21.02.2019

Das Kapitel Aktuelles ist ergänzt worden (Fahrverbot zwischen den Regionen Senegals am Wahltag).


Reisehinweise für Senegal

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Aktuelles

Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen am 24. Februar 2019 machen sich politische Spannungen bemerkbar. Vor, während und nach den Wahlen muss im ganzen Land mit Demonstrationen gerechnet werden. Ausschreitungen und gewaltsame Zusammenstösse mit den Sicherheitskräften können dabei nicht ausgeschlossen werden.

Am Wahltag gilt von 0:00 Uhr bis 24:00 Uhr zwischen den Regionen Senegals ein Fahrverbot, das heisst, die Regionsgrenzen dürfen nicht überschritten werden. Eine Ausnahme bilden Autofahrten vom und zum internationalen Flughafen Blaise Diagne, wenn Reisepass und Flugticket vorgewiesen werden können.

Verfolgen Sie vor und während der Reise die Entwicklung der Lage in den Medien und meiden Sie grössere Menschenansammlungen und Kundgebungen jeder Art. Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.

Beachten Sie auch die nachstehenden Informationen und Empfehlungen.

Grundsätzliche Einschätzung

Politische Demonstrationen können von Ausschreitungen und von Zusammenstössen zwischen Demonstranten und der Polizei begleitet sein.

Es gibt Hinweise, dass Terrorgruppen aus der Sahara-Region ihren Aktionsradius in den Senegal ausdehnen. Sie sind gut organisiert, operieren grenzüberschreitend und haben Verbindungen zu lokalen, kriminellen Gruppen.

Das Risiko von Anschlägen besteht im ganzen Land, einschliesslich in der Hauptstadt Dakar. Zu den möglichen Zielen von Terrorangriffen zählen öffentliche und touristische Einrichtungen sowie grosse Menschenansammlungen, z.B. belebte Märkte, Einkaufszentren, öffentlicher Verkehr (Bus-, Flug- und Schiffsverkehr), Sportveranstaltungen, kulturelle Anlässe, Nachtlokale, bei Ausländern beliebte Hotels und Restaurants.
Beachten Sie auch die Rubrik Terrorismus und Entführungen.
Terrorismus und Entführungen

Lassen Sie generell erhöhte Vorsicht walten. Meiden Sie Massenveranstaltungen und Kundgebungen jeder Art.

Spezifische regionale Risiken

Bei der Beschreibung von Gefahrenzonen handelt es sich um ungefähre Angaben; Risiken lassen sich nicht auf exakt umrissene Gebiete einschränken.

Grenzgebiete zu Mali und Mauretanien:
Im Grenzgebiet zu Mali wird das Entführungsrisiko als hoch eingeschätzt. Von Reisen ins Grenzgebiet zu Mali wird abgeraten. Auch im Grenzgebiet zu Mauretanien kann das Entführungsrisiko nicht ausgeschlossen werden; lassen Sie grosse Vorsicht walten.

Casamance:
Der 2012 einseitig von der Unabhängigkeitsbewegung MFDC (Mouvement des forces démocratiques de Casamance) verkündete Waffenstillstand mit der senegalesischen Regierung hat die Lage merklich beruhigt. Die Rebellen haben sich in die Wälder in die Grenzgebiete zu Guinea-Bissau und Gambia zurückgezogen, von wo aus sie illegalen Holzschlag und Schmuggel betreiben. Es können vereinzelte militärische Aktionen vorkommen. Am 29. März 2018 wurden im Wald Nyassia auf der Strasse nach Cap-Skiring eine Person erschossen und zwei Personen verletzt. Am 6. Januar 2018 wurden in einem Wald in der Nähe von Ziguinchor über ein Dutzend Personen getötet; es wird von einer Abrechnung unter den Rebellen ausgegangen.
Es sind noch zahlreiche verminte Zonen vorhanden, die oft ungenügend markiert sind.
Centre national d’action antimines au Sénégal

Informieren Sie sich vor und während der Reise in den Medien und bei den lokalen Behörden über die aktuelle Sicherheitslage. Lassen Sie erhöhte Vorsicht walten und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden, zum Beispiel an den zahlreichen Checkpoints der Armee. Halten Sie sich auf dem ganzen Gebiet der Casamance strikt an die asphaltierten Hauptstrassen, und seien Sie ausserhalb der Ortschaften nur tagsüber unterwegs. In den Wäldern in den Grenzgebieten zu Gambia und Guinea-Bissau wird von Reisen und Aufenthalten abseits der asphaltierten Hauptstrassen abgeraten. Dies gilt auch für Trekkings, Wanderungen etc.

Kriminalität

Gewalttätige Überfälle können vorkommen, insbesondere auch in Dakar und in den Touristengebieten. Beachten Sie deshalb folgende Vorsichtsmassnahmen:

  • Tragen Sie keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck etc.) und nur wenig Geld auf sich.
  • Vermeiden Sie nächtliche Spaziergänge und Überlandfahrten.

Verkehr und Infrastruktur

Es kommt vor, dass die Grenzübergänge kurzfristig vorübergehend geschlossen werden, z.B. um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Informieren Sie sich bei den lokalen Behörden oder direkt bei den Grenzposten.

Die wichtigsten Verbindungsstrassen sind grösstenteils in gutem Zustand. Dennoch besteht ein hohes Unfallrisiko wegen überhöhter Geschwindigkeit, mangelhaft unterhaltener Fahrzeuge und unberechenbarer Fahrweise. Verzichten Sie deshalb auf nächtliche Überlandfahrten. Während der Regenzeit von Juli bis Oktober sind zahlreiche Strassen in gewissen Gegenden oft unpassierbar.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Die Bestimmungen für die Ein- und Durchreise mit einem Motorfahrzeug ändern häufig. Erkundigen Sie sich vor Abreise bei der Botschaft von Senegal in Genf und bei den senegalesischen Zollbehörden über die aktuell gültigen Vorschriften.
Botschaft von Senegal in Genf
Douanes Senegalaises

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden mit langjährigen Gefängnisstrafen und hohen Geldbussen geahndet, dasselbe gilt für gleichgeschlechtliche Handlungen.

Die Haftbedingungen sind sehr prekär.

Kulturelle Besonderheiten

Die Mehrheit der Bevölkerung Senegals bekennt sich zum Islam. Passen Sie Ihr Verhalten und Ihre Kleidung den lokalen Gepflogenheiten an und fotografieren Sie Personen nur mit deren Einverständnis. Informieren Sie sich in Reiseführern, bei Ihrem Reisebüro oder vor Ort über die Verhaltensregeln und die genauen Bestimmungen. Denken Sie daran, dass während des Ramadans besondere Regeln und Vorschriften zu beachten sind.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung und Rettungsdienste sind ausserhalb der grösseren Städte nicht oder nur sehr beschränkt gewährleistet. Krankenhäuser verlangen in der Regel eine finanzielle Garantie, bevor sie Patienten behandeln (schriftlich garantierte Kostenübernahme oder Vorschusszahlung). Bei ernsthaften Verletzungen und Erkrankungen empfiehlt sich die Rückkehr in die Schweiz.

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Nützliche Adressen

Senegalesische Zollvorschriften: Douanes Senegalaises

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizerische Botschaft in Dakar
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.