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Reisehinweise Jemen

gültig am:  
Publiziert am: 13.05.2014

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Beachten Sie unbedingt auch die nebenstehenden Rubriken; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.



Grundsätzliche Einschätzung
Nützliche Adressen







Grundsätzliche Einschätzung

Von Reisen nach Jemen und von Aufenthalten jeder Art wird abgeraten.

Schweizer Bürger, die im Land bleiben oder entgegen der Empfehlung des EDA nach Jemen reisen, müssen sich bewusst sein, dass die Schweiz praktisch keine Möglichkeiten zur Erbringung von Dienstleistungen oder Hilfeleistungen in Notfällen hat.

Das Land ist instabil und von internen bewaffneten Konflikten geprägt. Es bestehen erhebliche Sicherheitsrisiken:

Die Zahl der Entführungen und Entführungsversuche ist hoch; das Risiko besteht im ganzen Land. Bei den Entführern handelt es sich um Stammesangehörige terroristische Gruppierungen oder Kriminelle. Bei den Entführungsopfern handelte sich um einheimische Personen, ausländische Touristen, Sprachstudenten, sowie Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und ausländischen Firmen, zum Beispiel:

  • Im Juni 2009 wurde eine Gruppe Ausländer in der Provinz Sa'da verschleppt. Drei Personen wurden tot aufgefunden, andere bleiben vermisst.
  • Im März 2012 sind eine Schweizer Lehrerin in Hodeida und ein saudischer Vizekonsul in Aden entführt worden.
  • Im Dezember 2012 wurden in Sanaa ein österreichischer und zwei finnische Sprachstudenten entführt.
  • 2013 wurden mehrere ausländische Touristen, Hilfswerkmitarbeiter und Journalisten in verschiedenen Landesteilen und in der Hauptstadt entführt.
  • Im Januar und Februar 2014 wurden in Sanaa ein deutscher und zwei britische Staatsangehörige entführt.
  • Im April 2014 wurde ein deutscher Staatsangehöriger in Sanaa vermutlich bei einem Entführungsversuch verletzt.

Im ganzen Land besteht das Risiko von terroristischen Akten. Seit 2007 kommt es wiederholt zu Anschlägen auf Ausländer, touristische Sehenswürdigkeiten, sowie auf in- und ausländische Einrichtungen. Zum Beispiel wurde im Mai 2014 ein französischer Staatsangehöriger in Sanaa getötet und ein anderer schwer verletzt, als auf ihr Auto geschossen wurde. Im Dezember 2013 überfielen Terroristen das Verteidigungsministerium in Sanaa, auf dessen Gelände sich auch ein Krankenhaus befindet; unter den zahlreichen Opfern befanden sich auch ausländisches medizinisches Personal und Patienten. Beachten Sie auch die Rubrik Terrorismus und Entführungen.

Trotz des Rücktritts des langjährigen Präsidenten Saleh und der Einsetzung einer Übergangsregierung bleiben die politischen und sozialen Spannungen hoch. Die Entwicklung der Lage ist ungewiss. In verschiedenen Landesteilen bekämpfen sich Regierungstruppen und aufständische Gruppierungen. Die Kämpfe fordern zahlreiche Todesopfer und Verletzte.

Bei Demonstrationen kann es zu gewalttätigen Zusammenstössen zwischen den Demonstranten und den Sicherheitskräften kommen.

Im Indischen Ozean und auch in den jemenitischen Gewässern ist Piraterie verbreitet, besonders im Golf von Aden. Beachten Sie die spezifischen Informationen:
Piraterie



Nützliche Adressen

Schweizerische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste schweizerische Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Schweizerische Vertretungen im Ausland (Schweizerische Botschaft in Riad)
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz



Ausschluss der Haftung
Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.