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Schweizerische Besuche im Ausland

Offizielle Besuche von schweizerischen Staatsvertreterinnen und -vertretern im Ausland dienen der Pflege und Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen. Die Auslandreisen von Mitgliedern des Bundesrats haben in den letzten Jahren auf Grund der stärkeren internationalen Vernetzung zugenommen. Auch amtierende Bundespräsidenten reisen heute öfter ins Ausland. Bis Anfang der 1990er Jahre hatte sich der Bundespräsident während des Präsidialjahres in der Schweiz aufzuhalten.

In der Regel handelt es sich bei den offiziellen schweizerischen Besuchen um Arbeitsbesuche. Eigentliche Staatsvisiten, d.h. Besuche des Staatsoberhaupts bei seinem Amtskollegen in einem andern Land, finden hingegen selten statt. Der Grund liegt in einer eidgenössischen Besonderheit: In der Schweiz gilt nicht der Bundespräsident als Staatsoberhaupt, sondern der Gesamtbundesrat. Dieser reist kaum je in corpore ins Ausland. Der letzte richtige Staatsbesuch erfolgte 1906 in Domodossola zur Einweihung des Simplontunnels. Heute wird der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin im Ausland jedoch in der Regel gemäss den protokollarischen Vorgaben für einen Staatsbesuch empfangen.