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Piraterie

In verschiedenen Regionen der Welt ist Piraterie verbreitet. Raubüberfälle unter Androhung oder gar Anwendung von Gewalt können auf offenem Meer, in Küstengewässern oder in Häfen vorkommen. Sie richten sich gegen Fischerboote, Handels- und Kreuzfahrtsschiffe und Jachten.

Eine besondere Art der Piraterie gibt es im Golf von Aden und in der westlichen Hälfte des Indischen Ozeans: Somalische Piraten haben ihre Überfälle auf den ganzen Golf von Aden und weit in den Indischen Ozean ausgedehnt. Die Piraten kapern Schiffe und stellen danach Lösegeldforderungen in Millionenhöhe. In den letzten Jahren sind zahlreiche Schiffe angegriffen und samt ihren Besatzung entführt worden. Gefährdet sind Fischerboote, Handels- und Kreuzfahrtsschiffe. Jachten sind besonders gefährdet, da sie sich weniger gut schützen können. Allein im Februar 2011 sind im Indischen Ozean zwei Jachten entführt worden. Das EDA rät von Touristenreisen im Golf von Aden und im Meer vor Somalia ab. Jachten wird zusätzlich von Fahrten in folgende Zone abgeraten: westliche Hälfte des Indischen Ozeans, nördlich von 15o S, ausserhalb der nationalen Hoheitsgewässer (12 Seemeilen).

Folgende Organisationen informieren über Überfälle und gefährdete Gebiete weltweit und am Horn von Afrika:
  • International Maritime Bureau

  • International Maritime Organization

  • Maritime Security Centre Horn of Africa
  • Konsultieren Sie bei der Planung von Schiffsreisen jeder Art die vorgenannten Internet-Seiten, und treffen Sie die dort empfohlenen Vorsichtsmassnahmen.

    Ausschluss der Haftung
    Beachten Sie auch die zusätzlichen, allgemein gültigen Reise-Informationen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.
    Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
    Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.