Bilaterale Beziehungen Schweiz–Burkina Faso

Burkina Faso ist ein Schwerpunktland der Entwicklungszusammenarbeit der Schweiz. Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Burkina Faso, die seit 1961 diplomatische Beziehungen unterhalten, sind bescheiden. 

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Die Schweiz anerkannte Burkina Faso am 5. August 1960 als unabhängigen Staat und nahm 1961 diplomatische Beziehungen auf. Seither haben die Schweiz und Burkina Faso bilaterale Abkommen über den Handel, den Investitionsschutz und im Bereich der technischen Zusammenarbeit und Budgethilfe abgeschlossen.

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Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Der wirtschaftliche Austausch zwischen der Schweiz und Burkina Faso ist bescheiden. 2016 importierte die Schweiz landwirtschaftliche Güter im Wert von 1,08 Millionen CHF; die Exporte nach Burkina Faso beliefen sich auf 5,33 Millionen CHF und betrafen vor allem landwirtschaftliche Produkte, Erzeugnisse der pharmazeutischen Industrie sowie Maschinen und Fahrzeuge.

Handelsförderung, Switzerland Global Enterprise

Zusammenarbeit im Bildungsbereich

Die Grund- und die Berufsbildung bilden einer der Schwerpunkte der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit in Burkina Faso.

Forschende und Kulturschaffende aus Burkina Faso können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.

Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende und Kunstschaffende, SBFI

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Burkina Faso ist seit 1976 ein Schwerpunktland der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. Die Programme konzentrieren sich hauptsächlich auf arme Regionen im Norden, im mittleren Westen und im Osten des Landes. Das Programm der DEZA im Bereich der Grundausbildung und der Berufsbildung wird im gesamten Territorium mittels nationaler Finanzmechanismen umgesetzt. Das Globalprogramm «Migration und Entwicklung» der DEZA setzt eine gewisse Anzahl Aktivitäten in den Bereichen Mobilität und Migration um.

Seit 1994 leistet das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO ergänzend Budgethilfe und weitere wirtschaftliche Unterstützung. Hinzu kommen direkte oder über NGO erbrachte humanitäre Hilfe und Nahrungsmittelhilfe.

Das bilaterale Engagement des Bundes betrug 2016 insgesamt 31 Millionen CHF.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Kulturaustausch

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit werden regelmässig kulturelle Aktivitäten gefördert.

Schweizerinnen und Schweizer in Burkina Faso

Ende 2016 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 119 Schweizerinnen und Schweizer in Burkina Faso.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Die Schweiz anerkannte Burkina Faso (früher Obervolta) als unabhängigen Staat am 5. August 1960. 1961 folgte die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. 1970 wurde in der Hauptstadt Ouagadougou eine Konsulargentur eröffnet, die heute im Kooperationsbüro integriert ist. Das Büro für Zusammenarbeit und konsularische Angelegenheiten wurde 1974 eröffnet.

1969 schloss die Schweiz mit Burkina Faso ein Abkommen über den Handelsverkehr, den Investitionsschutz und die technische Zusammenarbeit ab. 1978, 2006 und 2009 wurden drei weitere Abkommen zur technischen Zusammenarbeit und Budgethilfe unterzeichnet.

Burkina Faso, Historisches Lexikon der Schweiz