Tipps vor der Reise

Eine gute Vorbereitung trägt wesentlich zum Erfolg einer Reise bei. Beachten Sie folgende Punkte:

Grenzformalitäten

  • Informieren Sie sich frühzeitig bei der Botschaft des Ziellandes über die Einreise- und Aufenthaltsvorschriften. Siehe Rubrik Reisedokumente, Visum und Einreise.
  • Für Souvenirs und andere Waren, die Sie im Ausland kaufen, beachten Sie die schweizerischen Einfuhrbestimmungen der Eidg. Zollverwaltung EZV und des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV. Durch die Einhaltung der Einfuhrbedingungen des BLV wird verhindert, dass Tierseuchen (z.B. Tollwut, Maul- und Klauenseuche) eingeschleppt oder gesundheitsgefährdende Produkte eingeführt werden.

Reisedokumente, Visum und Einreise
EZV: Information Private
BLV: Reisen mit Heimtieren, Lebensmitteln und Souvenirs

Zahlungs- und Transportmittel

  • Klären Sie ab, welche Zahlungsmittel (Kreditkarten, akzeptierte Währungen etc.) verwendet werden können und ob Ein- und/oder Ausfuhrbeschränkungen bestehen. Auskunft erteilen Ihre Bank und die Botschaft des Ziellandes. Es kann auch nützlich sein, die Herausgeber Ihrer Kredit- und Maestrokarte über die Reise zu informieren, um sicherzustellen, dass die Karten in den besuchten Ländern eingesetzt werden können.
  • Wenn Sie mit dem eigenen Fahrzeug oder mit einem Mietfahrzeug ins Ausland reisen: Informieren Sie sich bei den Botschaften der Transit- und Zielländer über die Bestimmungen für die Ein- und Durchreise. Seien Sie sich bewusst, dass Sie das eigene Fahrzeug jeweils wieder ausführen oder verzollen müssen, sogar wenn es wegen eines irreparablen Schadens verschrottet werden muss. Klären Sie mit Ihrer Versicherung ab, ob und welche Schäden sie in den Transitländern und/oder im Zielland deckt und schliessen Sie allenfalls eine Zusatzversicherung mit ausreichender Versicherungsdeckung ab.
  • Wenn Sie im Ausland ein Fahrzeug mieten: Klären Sie mit der Vermietungsfirma frühzeitig ab, welche Bedingungen für die Miete erfüllt sein müssen (z.B. Alter, internationaler Führerausweis) und welche Versicherungsdeckung inbegriffen ist.
  • Über Fluggesellschaften mit Landeverbot in der Schweiz informiert das Bundesamt für Zivilluftfahrt. Die Europäische Kommission publiziert eine Liste der Luftfahrtunternehmen, denen der Betrieb in der Europäischen Union untersagt ist.
  • Wenn Sie eine Schiffsreise planen: In verschiedenen Regionen ist Piraterie verbreitet. Raubüberfälle können auf offenem Meer, in Küstengewässern oder in Häfen vorkommen und sich gegen Fischerboote, Handels- und Kreuzfahrtschiffe und Jachten richten. Das International Maritime Bureau und die International Maritime Organisation informieren über Überfälle und gefährdete Gebiete.

Bundesamt für Zivilluftfahrt
Europäische Kommission (Mobility and Transport)
International Maritime Bureau
International Maritime Organization

Gesundheitliche Vorsichtsmassnahmen

  • Arzt- und Krankenhauskosten können im Ausland wesentlich höher sein als in der Schweiz und müssen oft sofort bezahlt werden. Schliessen Sie eine Zusatzversicherung ab, falls Ihre Krankenkasse für die Kosten im Ferienland und für eine allfällige medizinische Heimschaffung nicht aufkommt.
  • Tragen Sie in den EU- und EFTA-Ländern Ihre Europäische Krankenversicherungskarte auf sich; sie muss bei Arzt- und Krankenhausbehandlungen vorgewiesen werden.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem Impfinstitut über gesundheitliche Risiken und Schutzmassnahmen. Beachten Sie auch das weltweit bestehende Risiko von HIV/AIDS.
  • Führen Sie eine gut ausgerüstete Reiseapotheke mit, da in vielen Ländern gefälschte oder abgelaufene Medikamente im Umlauf sind. Manchenorts gelten allerdings besondere Vorschriften bezüglich betäubungsmittelhaltige Medikamente (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich vor der Abreise direkt bei der Botschaft des Ziellandes und konsultieren Sie die Internet-Seite von Swissmedic. Nehmen Sie die Medikamente in jedem Fall in der Originalverpackung mit (samt Verpackungsbeilage). Das erleichtert die Einreisekontrolle und ist wichtig, wenn im Ausland eine ärztliche Behandlung nötig wird.

Internationale Koordination Krankenversicherung (Aufenthalt in der EU/EFTA)
gesundheitliche Risiken (Safetravel)
Swissmedic

Allgemein

  • Individualreisen in abgelegene Regionen erfordern eine besonders intensive Reiseplanung. Berücksichtigen Sie dabei auch, dass dort Hilfe in Notfällen oft nur beschränkt und mit grossen zeitlichen Verzögerungen möglich ist, sei es bei medizinischen Problemen, im Falle von Naturkatastrophen oder nach dem Verlust von Dokumenten, Geld etc.
  • Es lohnt sich, eine umfassende Reiseversicherung abzuschliessen. Sie übernimmt z.B. in bestimmten Fällen die Kosten für Annullierungen oder Umbuchungen sowie die Such- und Rettungskosten, wenn Ihnen etwas zustösst. Die Versicherung unterstützt Sie auch, wenn Ihnen im Ausland Geld und Ausweise gestohlen werden oder wenn Sie einen Unfall haben. Die Leistungen sind in den individuellen Verträgen geregelt. Achtung: In der Regel müssen Risikosportarten zusätzlich versichert werden.
  • Erwägen Sie eine geführte (Gruppen-)Reise, wenn Sie mit einem Land nicht vertraut sind und/oder dort schwierige Verhältnisse herrschen (Kriminalität, politische Lage, Verkehrsverbindungen etc.). Gute Reiseleiter kennen die lokalen Verhältnisse und können entsprechend reagieren.
  • Mobiltelefone funktionieren nicht überall. Ihr Anbieter erteilt Auskunft über die Verwendung im Ausland.
  • Satellitentelefone und funkferngesteuerte Drohnen dürfen in einigen Ländern nicht oder nur mit einer Bewilligung eingeführt werden. Die Botschaften der Zielländer erteilen Auskunft.
  • Hinterlegen Sie bei Familienangehörigen und/oder Freunden einen Reiseplan, Kontaktadressen, Nummern von Reisedokumenten, Versicherungen etc. Zusätzlich können Sie sich auf itineris registrieren, der Online-Registrierung für Schweizerinnen und Schweizer auf Auslandreisen.
  • Machen Sie sich anhand von Reiseliteratur und Medien ein Bild über die Verhältnisse in Ihrem Zielland.

ausländische Botschaften und Konsulate in der Schweiz
itineris

Wehrpflichtige Doppelbürger, die in ihren zweiten Heimatstaat reisen

In zahlreichen Ländern gilt eine allgemeine Wehrpflicht. Diese gilt auch für Doppelbürger. Um Probleme bei der Einreise zu verhindern, wird Doppelbürgern im wehrpflichtigen Alter empfohlen, sich frühzeitig bei der Botschaft ihres zweiten Heimatstaates über die genauen Bestimmungen zu erkundigen. Bescheinigungen über die in der Schweiz absolvierten Militärdienste oder die Erfüllung der Wehrpflicht in der Schweiz können beim Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) beantragt werden.
ausländische Botschaften und Konsulate in der Schweiz

VBS: Doppelbürger

Die Broschüre Wenn einer eine Reise tut... enthält weitere Ratschläge für die Reisevorbereitung und Wissenswertes für unterwegs.
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Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und für die Richtigkeit des Inhalts von verlinkten externen Internetseiten. Es lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.