Die Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Niger sind gut und geprägt von der langjährigen bilateralen Zusammenarbeit zur Förderung der Entwicklung des Landes, zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung und zur Unterstützung der Friedensprozesse.
Bilaterale Beziehungen Schweiz–Niger
Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen
Für den Zeitraum 2025–2028 hat die Schweiz eine Afrika-Strategie ausgearbeitet.
Der Niger ist ein Schwerpunktland der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz. Die DEZA setzt sich seit mehr als 45 Jahren für die ländliche Entwicklung und den Zugang zu Bildung und Berufsbildung im Land ein.
Die Schweiz ist im Niger zudem in der Friedensförderung tätig.
Das bilaterale Handelsvolumen ist relativ gering und die Schweizer Investitionen sind vernachlässigbar.
Afrika-Strategie 2025-2028 (PDF, 40 Seiten, 3.8 MB, Deutsch)
Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation
Forschende aus dem Niger können sich beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) um Bundes-Exzellenz-Stipendien bewerben.
Bundes-Exzellenz-Stipendien für ausländische Forschende und Kunstschaffende, SBFI
Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe
Die Schweiz ist seit 1978 im Niger tätig. Das Kooperationsprogramm 2025–2028 konzentriert sich auf die Bereiche Ernährungssicherheit und Resilienz, Bildung in Notsituationen und Berufsbildung sowie lokale Gouvernanz und Schutz gefährdeter Bevölkerungsgruppen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Nexus zwischen Entwicklung, humanitärer Hilfe und Friedensförderung. Die Schweiz ist insbesondere in den Regionen um Dosso, Maradi und Diffa tätig.
Der Niger steht vor grossen Herausforderungen im Zusammenhang mit Armut, Konflikten um Ressourcen, Ungleichheiten und den Auswirkungen des Klimawandels. Das führt zu Unsicherheiten im Land. Der Putsch im Juli 2023 hat die politische und geopolitische Unsicherheit noch verstärkt.
Schweizerinnen und Schweizer in Niger
Ende 2024 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 20 Schweizerinnen und Schweizer im Niger und 89 nigrische Staatsangehörige in der Schweiz.
Geschichte der bilateralen Beziehungen
Der Bundesrat anerkannte den Niger am 3. August 1960 (Datum der Unabhängigkeit) und nahm 1961 diplomatische Beziehungen auf. Die 1973 eröffnete Konsularagentur wurde 1977 durch das Kooperationsbüro ersetzt. Die beiden Staaten haben verschiedene Abkommen in den Bereichen Handel, Investitionsschutz und technische Zusammenarbeit abgeschlossen. Der wirtschaftliche Austausch ist indessen bescheiden geblieben.