Niger

Die Schweiz unterstützt den Niger in seinen Entwicklungsbemühungen, indem sie in die ländliche Entwicklung, in die Grund- und Berufsbildung sowie in die lokale Gouvernanz investiert. Mit ihrer Unterstützung trägt sie zur Verbesserung der Lebensbedingungen der lokalen Bevölkerung bei und befähigt sie, die eigene Entwicklung selber zu gestalten.

Karte von Niger
© EDA

Aufgrund konjunktureller und struktureller Probleme ist die Ernährungslage im Niger immer wieder prekär. Seit den 1970er-Jahren erlebte das Land sieben grössere Nahrungsmittelkrisen. Rund 80 % der Bevölkerung lebt im ländlichen Raum, und mehr als 60 % der Menschen leben unter der Armutsgrenze. Gemäss Entwicklungsstrategien des nigrischen Staates ist die DEZA in den folgenden drei Bereichen aktiv:

  • ländliche Entwicklung
  • Grundschul- und Berufsbildung
  • lokale Gouvernanz

Die Aktivitäten der DEZA konzentrieren sich auf die Regionen Dosso und Maradi im Süden des Landes, mit Erweiterungen auf Zinder und Diffa.

Ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit

Stärkung der Produzenten

Die Ernährungssicherheit ist eine der grossen Herausforderungen des Niger. Sie erfordert eine gemeinsame und abgestimmte Lösung. Die DEZA hilft den Viehzüchtern und Bauern bei der Verbesserung ihrer Produktionsmittel: Sie unterstützt den Bau von Infrastrukturen zur Wassernutzung und von Weidekorridoren, sie stellt Saatgut und Dünger bereit und hilft bei der Vermarktung der Produkte. Mit der Unterstützung der Bauernorganisationen beteiligen sich die Produzenten an der Ausarbeitung und Umsetzung von Bestimmungen zum Boden- und Weiderecht. Dadurch werden die Besitzverhältnisse klarer geregelt, und der Zugang zu den Ressourcen wird ausgewogener. Die Dachorganisationen der Produzenten stärken ihre Mitglieder durch Kapazitätsbildung. So lernen sie, ihre beruflichen Interessen besser zu vertreten, namentlich günstige Rahmenbedingungen für die ländliche Entwicklung und die Ernährungssicherheit zu fordern.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Grund- und Berufsbildung

Zukunftsperspektiven

Im Niger wurde der Zugang zu Bildung verbessert, aber die Qualität des Unterrichts ist nach wie vor häufig ungenügend. Die DEZA unterstützt das Bildungssystem und fördert qualitativ gute Schulen. Beim Unterrichtsmaterial werden das lokale Wissen und die Landessprachen berücksichtigt. Die Jugendlichen werden so besser auf ihre zukünftige Rolle in der Gesellschaft vorbereitet.

Ausbildung von Jugendlichen für qualifizierte Arbeitsstellen

Die Berufsbildung ist ein Schlüsselelement für die Entwicklung der ländlichen Wirtschaft. Sie schafft einen Mehrwert und bietet einer benachteiligten Bevölkerungsgruppe eine Existenzgrundlage. Die Unterstützung der DEZA dient der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften.

Grund- und Berufsbildung

Lokale Gouvernanz

Schaffung von lokalen Entwicklungspolen

Trotz enormer politischer Schwierigkeiten seit den 1990er-Jahren wurde die Demokratie gestärkt. Die DEZA unterstützt Dezentralisierungsbestrebungen und lokale Gouvernanz. Sie sieht dort die Möglichkeit, lokale Politiken zu fördern, die sozioökonomische Reformen begünstigen. Sie begleitet die Regionen und Gemeinden bei der Förderung einer lokalen Gouvernanz, die die öffentlichen und privaten Akteure einbezieht.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Anwaltschaft und gute Regierungsführung

Humanitäre Hilfe

Konflikte und Nahrungsmittelkrisen

Die Humanitäre Hilfe der Schweiz unterstützt multilaterale Partner wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) und das Welternährungsprogramm (WFP). Die Hilfe kommt Menschen zugute, die von Konflikten und Nahrungsmittelkrisen betroffen sind.  Im Vordergrund stehen Beiträge an die nationale Stelle für die Prävention und das Management von Katastrophen und Nahrungsmittelkrisen im Niger.

Geschichte der Zusammenarbeit

Auf dem Weg zu einer von der Bevölkerung selbst getragenen Entwicklung

Die DEZA eröffnete 1977 ein Büro in Niamey und unterzeichnete im darauffolgenden Jahr ein Zusammenarbeitsabkommen. Von Anfang an konzentrierte sich die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit auf die Bereiche Trinkwasserversorgung, Lehrerbildung und Forschung, ländliche Entwicklung und Bekämpfung der Wüstenbildung. Im Laufe der Zeit wurden die Menschen zu den Hauptakteuren ihrer Entwicklung: Durch Konsens definieren sie ihre Bedürfnisse, und wie diese gedeckt werden können. Die DEZA unterstützt sie dabei in technischer und finanzieller Hinsicht.

Aktuelle Projekte

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Bessere Ausbildung erleichtert die berufliche Eingliederung von Jugendlichen im ländlichen Raum

Drei junge Nigrer auf einer Plantage.

01.01.2017 - 31.12.2021

Die DEZA engagiert sich für die Verbesserung des Grund- und Berufsbildungssystems im Niger. Über 1,5 Millionen Jugendliche in ländlichen Gebieten sind heute davon ausgeschlossen. Ob sie künftig auf dem Arbeitsmarkt Fuss fassen können, hängt von der erfolgreichen Verbindung einer qualitativ hochstehenden Grundbildung und eines auf den Bedarf der Bevölkerung abgestimmten Berufsbildungsangebots ab.

Land/Region Periode Budget
Niger

Dosso und Maradi

01.01.2017 - 31.12.2021


CHF 14'500'000



Accès aux populations vulnérables grâce au soutien au Service Aérien Humanitaire des Nations Unies (UNHAS)

01.01.2019 - 30.11.2024

L’UNHAS est le service aérien des Nations Unies qui appuie la mise en œuvre d’interventions humanitaires ainsi que du développement économique et social en faveur des populations les plus vulnérables et marginalisées du Niger. L'UNHAS facilite et sécurise au Niger l'essentiel des déplacements des agents des programmes respectifs, leur permettant de rejoindre les régions reculées du pays et leurs populations rapidement et en toute sécurité.


Geplantes Projekt

Programme d’Appui à la Gouvernance (PAGO)

01.07.2018 - 31.12.2029

Entamée au début des années 90, la transition démocratique au Niger a connu des avancées remarquables sans pour autant atteindre une maturité propre à construire un état de droit au travers d’une culture démocratique. La Suisse entend soutenir et développer les réformes en cours dans le cadre du dispositif électoral, du renforcement des médias et l’implication citoyenne, notamment au regard de la participation des jeunes à la gouvernance du pays.


Programme d’Appui au Développement Culturel (PADEC)

01.10.2017 - 30.09.2021

Ce programme vise à contribuer à la constitution d’un pool de professionnels de la culture afin d’induire un changement significatif dans la vision et la pratique culturelle, la promotion de la paix civile et la lutte contre la précarité des jeunes. Des emplois dans le métier de la culture et de l’art seront créés et des spectacles artistiques de meilleure qualité seront organisés, et impulseront des changements sociétaux.


COOPI: Renforcement des services spécialisés de protection à Diffa

01.09.2017 - 31.12.2018

La région de Diffa est confrontée à une crise sécuritaire et de déplacement massif liée aux activités du groupe terroriste de Boko Haram. Les populations affectées sont exposées sont exposées à des risques liés à l'absence de protection. A travers ce projet, la Suisse soutient une réponse aux besoins de protection avec focus sur l'appui psychosocial, la santé mentale, les violences basées sur le genre (VBG) et la protection de l'enfance. 


IRC : Consolidation de l’environnement protecteur à Diffa au Niger

01.09.2017 - 31.12.2018

La région de Diffa est confrontée à une crise sécuritaire et de déplacement massif liée aux activités du groupe terroriste de Boko Haram. Les populations affectées sont exposées à des risques de protection. Par ce co-financement, la Suisse contribue à des mécanismes de protection communautaire renforcés qui permettent l’identification et le référencement des cas de protection et la consolidation d’un environnement protecteur.


Intervention en santé mentale et soutien psychosocial pour les migrants au Niger

15.08.2017 - 14.08.2018

2016 environ 200,000 migrants sont passés par le Niger sur l’axe Niger-Lybie/Algérie. Ces migrants sont souvent exposés à des violations graves des droits de l’homme et des traumas. Seule une petite proportion des migrants bénéficie d’une forme d’assistance couvrant les besoins essentiels (santé, abri, nourriture). Une réponse aux traumatismes subis est quasi inexistante. Par ce co-financement, la Suisse contribue donc au renforcement d’une réponse santé mentale/psychosociale ainsi que d’autres services de protection pour les migrants au Niger pour préserver leur bien-être et le potentiel de développement humain.



Appui aux organisations paysannes (OP) du Niger pour une meilleure sécurité alimentaire et nutritionnelle

01.02.2017 - 31.01.2021

Confrontées aux évolutions climatiques et à la pression croissante sur les ressources naturelles, les exploitations familiales (EF) n’assurent plus la sécurité alimentaire du pays. Le programme appuie les organisations paysannes (OP), principales structures de soutien des EF, afin de moderniser l’agriculture, améliorer les politiques sectorielles et la gouvernance des OP et contribuer à la sécurité alimentaire du Niger. 330'000 personnes bénéficieront de ce programme.


Programme d’Hydraulique Rurale – Appui Au Secteur Eau et Assainissement (PHRASEA) Phase 2

01.01.2017 - 31.12.2021

Moins de 50% des nigériens ont accès à l’eau potable et seuls 7% disposent de conditions d'assainissement de base. La croissance démographique galopante, la dispersion de la population sur le territoire et la précarité des finances publiques sont des contraintes empêchant l'accès des populations à ces services de base. Le PHRASEA vient en appui aux efforts du gouvernement, en misant sur la maitrise d’ouvrage des communes.


Allocation of SDC Funding to WFP Operations in 2017

01.01.2017 - 31.12.2017

In line with the Good Humanitarian Donorship (GHD) principles, Switzerland recognizes the necessity of predictable and flexible funding to respond to changing needs in humanitarian crises. SDC funding to WFP operations allows the World Food Programme (WFP) to respond proactively and to provide immediate food assistance in life-threatening situations.


Soutien au Dispositif National de Prévention et de Gestion des Catastrophes et Crises Alimentaires au Niger (DNPGCCA) – Phase 5

01.05.2016 - 31.12.2019

Au Niger, plus de 3 millions de personnes sont affectées chaque année par l'insécurité alimentaire et nutritionnelle. Ces crises entrainent les ménages dans un cercle vicieux de pauvreté et de vulnérabilité. Pour faire face à ce défi, les autorités du Niger ont créé un dispositif national de prévention et de gestion des catastrophes et crises alimentaires. La Suisse accompagne ce Dispositif afin de soutenir durablement la sécurité alimentaire des populations les plus vulnérables.

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