Bilaterale Beziehungen

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Tadschikistan sind sehr gut. Tadschikistan ist seit 1997 ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2009 führen die beiden Länder einen bilateralen Dialog über Menschenrechte. Tadschikistan ist zudem ein Partner im Bereich Wasserdiplomatie.

Schwerpunkte der diplomatischen Beziehungen

Als wichtiges Geberland in der Entwicklungszusammenarbeit geniesst die Schweiz einen ausgezeichneten Ruf in dieser zentralasiatischen Republik. Tadschikistan gehört zur Schweizer Stimmrechtsgruppe in den Bretton-Woods-Institutionen (Internationaler Währungsfonds und Weltbank) und bei der Globalen Umweltfazilität (Global Environment Facility, GEF).

Internationaler Währungsfonds

Weltbank (en)

Globale Umweltfazilität (en)

Datenbank Staatsverträge

Die Schweiz engagiert sich zudem in Zentralasien im Bereich Wasserdiplomatie. Die Initiative «Blue Peace Central Asia», fördert die regionale Wasserzusammenarbeit unter den fünf zentralasiatischen Ländern und unterstützt grenzüberschreitende Initiativen im Wassermanagement sowohl politisch als auch technisch. Ein Regionalberater mit Sitz in Almaty (Kasachstan) koordiniert die Aktivitäten der Schweiz in der Region.

Blue Peace: Wasser als Element der Sicherheit

Friedensförderung und Menschliche Sicherheit

Seit 2009 führt die Schweiz einen jährlichen Menschenrechtsdialog mit Tadschikistan. Über die Jahre wurde der Dialog durch konkrete Projekte und Initiativen in den Bereichen Folterprävention und Abschaffung der Todesstrafe, Frauenrechte und Migration ergänzt und die Schweiz unterstützte Tadschikistan in der Vorbereitung der allgemeinen regelmässigen Überprüfung (Universal Periodic Review, UPR) durch den UNO-Menschenrechtsrat. 2016 wurde der Menschenrechtsdialog erstmals im Rahmen der politischen Konsultationen zwischen den beiden Ländern geführt.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe

Tadschikistan ist ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit.  Die DEZA und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) engagieren sich in den Bereichen Reform des Gesundheitssektors, Entwicklung des Privatsektors, und gute Regierungsführung. Daneben unterstützt die Schweiz wie in allen zentralasiatischen Staaten auch in Tadschikistan die Wasserbewirtschaftung.

Für Tadschikistan stellen DEZA und SECO über die Kooperationsstrategie 2017–2020 insgesamt 88 Millionen CHF zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt in der Unterstützung bei der Entwicklung der Wasserinfrastruktur sowie im Bereich Klimawandel.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe (Tadschikistan, Kirgistan, Usbekistan)

Schweizerinnen und Schweizer in Tadschikistan

Ende 2017 lebten gemäss Auslandschweizerstatistik 17 Schweizerinnen und Schweizer in Tadschikistan.

Geschichte der bilateralen Beziehungen

Die Schweiz anerkannte am 23. Dezember 1991, nach der Auflösung der Sowjetunion, die Unabhängigkeit Tadschikistans. Die beiden Länder nahmen am 09.12.1992 diplomatische Beziehungen auf. Zuerst war die Schweizer Botschaft in Moskau für die zentralasiatische Republik zuständig. Ab 1994 war der Schweizer Botschafter in der usbekischen Hauptstadt Taschkent auch in Duschanbe akkreditiert. Seit 2008 ist der Schweizer Botschafter in Astana, der Hauptstadt Kasachstans, für Tadschikistan zuständig.

2007 wertete Tadschikistan sein Büro in Genf in eine Mission auf. Seit 2011 hat Tadschikistan einen akkreditierten Botschafter in der Schweiz.

Die Entwicklungszusammenarbeit  der Schweiz mit  Tadschikistan begann mit einem Einsatz der Humanitären Hilfe der DEZA 1993,  während des Bürgerkriegs. 1997 wurde Tadschikistan Mitglied der von der Schweiz angeführten Ländergruppe in den Bretton-Woods-Institutionen.

1997 eröffnete die Schweiz ein Kooperationsbüro in Duschanbe. Seit 2001 nimmt das Büro auch konsularische Aufgaben wahr.

Tadschikistan, Historisches Lexikon der Schweiz