Gültig am:
Publiziert am: 08.09.2017

Reisehinweise für Vereinigten Königsreich

Diese Reisehinweise entsprechen der aktuellen Lagebeurteilung des EDA. Sie werden laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Beachten Sie auch die nebenstehenden länderunabhängigen Reiseinformationen und die Fokus-Themen; sie sind Bestandteil dieser Reisehinweise.

Aktuelles

Der Hurrikan Irma hat auf den britischen Karibikinseln mehrere Todesopfer und Verletzte gefordert und enorme Sachschäden angerichtet. Auch die Kommunikationsmöglichkeiten sind beeinträchtigt.

Informieren Sie sich vor Reisen in die betroffenen Gebiete bei Ihrem Reisebüro über die Durchführbarkeit der Reise. Auskunft über die Flugverbindungen erteilen die Fluggesellschaften.

Vor Ort halten Sie sich in den Medien, im Hotel oder durch Bekannte auf dem Laufenden. Beachten Sie die Wettervorhersagen und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden: Sperrzonen, Evakuationsbefehle, allfällige Ausgangssperren etc.
Department of Disaster Management and Emergencies Turks and Caicos Islands 
Department of Disaster Management British Virgin Islands 
Disaster Management Anguilla 

Grundsätzliche Einschätzung

Die Lage ist stabil. Dennoch ist in der Umgebung von Demonstrationen Vorsicht geboten, da einzelne Ausschreitungen möglich sind.

Die britischen Behörden weisen auf das Risiko von Terroranschlägen hin. Wiederholt sind Attentate verübt worden, unter anderem:

  • Am 19. Juni 2017 fuhr ein Attentäter in der Nähe einer Moschee nahe des Finsbury Parks in London mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge. Eine Person wurde getötet und mehrere Personen sind verletzt worden. 
  • Am 3. Juni 2017 fuhren Attentäter auf der London Bridge in Fussgänger und griffen anschliessend Passanten im Stadtteil Borough Market mit Messern an. Mehrere Personen sind getötet und rund fünfzig verletzt worden.
  • Am 22. Mai 2017 wurden bei einem Attentat vor der Konzerthalle Manchester Arena zahlreiche Personen getötet oder verletzt.
  • Am 22. März 2017 forderte ein Attentat beim Parlamentsgebäude in London mehrere Todesopfer und Verletzte. Der Attentäter fuhr mit einem Personenwagen in Fussgänger und griff anschliessend Polizisten an.
  • Anfang Dezember 2015 wurde ein Mann in einer Londoner U-Bahnstation durch eine Messerattacke schwer verletzt.

Befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Behörden.
Terrorism and national emergencies

Security Service MI5: Terrorism

Die Rubrik Terrorismus und Entführungen macht auf die Risiken des Terrorismus aufmerksam.
Terrorismus und Entführungen

Kriminalität

Beachten Sie die üblichen Vorsichtsmassnahmen gegen Kleinkriminalität. In den Grossstädten kann die Kriminalität je nach Stadtteil erheblich variieren. Erkundigen Sie sich bei Bekannten, Geschäftspartnern oder im Hotel, ob es Quartiere gibt, die gemieden werden sollten oder besondere Vorsicht erfordern.

Beachten Sie die Informationen und Tipps der britischen Polizei.
British Transport Police: Pickpockets
Links auf die regionale Polizei

Verkehr und Infrastruktur

Die Strassen sind generell in gutem Zustand; es herrscht Linksverkehr. In der Innenstadt von London wird eine Strassengebühr erhoben (Congestion Charge).
Highway Code, Road Safety Advice etc.
Transport for London: Congestion Charging

Öffentlicher Verkehr: Grossbritannien verfügt über zahlreiche Bahn- und Busverbindungen, doch ist das öffentliche Verkehrsnetz auf dem Land weniger weit verzweigt als in der Schweiz.

Besondere rechtliche Bestimmungen

Der Verkauf von alkoholischen Getränken (auch Bier) und Tabakwaren an Personen unter 18 Jahren ist nicht erlaubt. Der Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen, in Parks etc. ist kommunal geregelt und in einigen Gemeinden ganz oder teilweise verboten. Für Fahrzeuglenker gilt eine Grenze von 0,8 Promille Blutalkoholgehalt. Überschreitungen werden hart bestraft.
The drink drive limit

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringen Mengen und bei jeder Art von Drogen geahndet.

Naturbedingte Risiken

In den britischen Überseegebieten in der Karibik muss von Juni/Juli bis Oktober/November mit Hurrikanen gerechnet werden (Anguilla, Cayman Islands und andere). Der Vulkan Soufrière Hills auf Montserrat ist aktiv.
Beachten Sie die Wettervorhersagen und die Anweisungen der lokalen Behörden.
World Meteorological Organization 
Montserrat Volcano Observatory

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist gewährleistet. Bei Arzt- und Krankenhausbehandlungen muss die Europäische Krankenversicherungskarte vorgewiesen werden.
Merkblatt Gemeinsame Einrichtung KVG
National Health Service

Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks, wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden. Über die Verbreitung von Krankheiten und mögliche Schutzmassnahmen informieren Ärzte und Impfzentren.

Nützliche Adressen

Allgemeine Notrufnummer: 999
Britische Zollvorschriften: Bringing goods into the UK

Schweizer Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste Schweizer Vertretung oder an die Helpline EDA wenden.
Regionales Konsularcenter in London 
Helpline EDA

Ausländische Vertretungen in der Schweiz: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Ausweise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
Ausländische Vertretungen in der Schweiz

Ausschluss der Haftung
Die Reisehinweise des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) stützen sich auf eigene, als vertrauenswürdig eingeschätzte Informationsquellen. Sie verstehen sich als nützliche Hinweise zur sorgfältigen Planung einer Reise. Das EDA kann Reisenden aber den Entscheid und die Verantwortung für die Vorbereitung und Durchführung der Reise nicht abnehmen.
Gefahrensituationen sind oft nicht vorhersehbar, unübersichtlich und können sich rasch ändern. Das EDA übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reisehinweise und lehnt jede Haftung für allfällige Schäden im Zusammenhang mit einer Reise ab. Forderungen im Zusammenhang mit der Annullierung einer Reise sind direkt beim Reisebüro oder der Reiseversicherung geltend zu machen.