Bildung – für Studierende und Lernende

Studierende diskutieren vor dem Gebäude der Europäischen Kommission
Studierende diskutieren vor dem Gebäude der Europäischen Kommission © Europäische Kommission

Mit der Förderung der lebenslangen Mobilität von Lernenden hat sich die EU einige Anerkennung verschafft. Während des Studiums stehen für die Mobilität insbesondere sogenannte Bildungsprogramme zur Verfügung, zum Beispiel das Erasmus-Programm. Das 1987 eingeführte Mobilitätsprogramm, von dem bis heute mehr als 3 Millionen Studierende profitiert haben, ist zu einem echten Symbol Europas geworden. Dank einem bilateralen Abkommen zwischen 2011 und 2013 konnten junge Schweizerinnen und Schweizer die ganze Palette an Aktivitäten in Anspruch nehmen, die die Austausch- und Mobilitätsprogramme bieten.

Das Programm „Erasmus +“ wurde am 1. Januar 2014 lanciert und ersetzte die alten Programme wie „Lebenslanges Lernen“ und „Jugend und Aktion“.  Das Programm, welches mit einem Budget von 14.8 Milliarden Euro ausgestattet ist, endet  2020.  Neben den Aktivitäten zur Förderung der Mobilität der Studenten sowie Jugendlichen in Firmen, Lehrpersonal und Ausbildenden unterstützt dieses Programm die grenzüberschreitende Zusammenarbeit für verschiedene Projekte. Dadurch wird die Teilnahme aller Arten aktiver Organisationen in den Bereichen der Bildung,  des Hochschulwesens, der beruflichen Weiterbildung und der Jugend ermutigt.

Bilaterales Abkommen über Bildung, Berufsbildung und Jugend

Nach einer langen Zeit, in der sie nur indirekt an den Programmen teilnehmen konnte, war die Schweiz dank einem bilateralen Abkommen zwischen 2011 und 2013 offiziell an den Bildungs- und Jugendprogrammen der EU beteiligt.

Nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative am 9. Februar 2014 hat die EU die laufenden Verhandlungen für eine Assoziierung der Schweiz an «Erasmus+» sistiert. Die Schweiz wird für dieses Programm somit als Drittstaat behandelt. Aufgrund dieser Sistierung hat der Bundesrat beschlossen, für 2014 bis 2017 eine Übergangslösung im Sinne der früheren projektweisen Beteiligung einzurichten. Diese Übergangslösung schreibt der Mobilität die höchste Priorität zu. Zuständig für die Umsetzung der Übergangslösung ist seit dem 1. Januar 2017 die «Schweizerische Stiftung für die Förderung von Austausch und Mobilität», die unter dem Namen Movetia auftritt.

Die Ratifizierung des Kroatien-Protokolls Ende 2016 hatte keine direkten Auswirkungen auf eine mögliche Assoziierung der Schweiz an «Erasmus+». Die Verhandlungen wurden im gegenseitigen Einvernehmen zwischen der Schweiz und der Europäischen Kommission nicht wieder aufgenommen. Der Bundesrat ist davon ausgegangen, dass eine Assoziierung in der Periode 2018–2020 nicht mehr realistisch ist und hat demzufolge versprochen eine Schweizer Lösung zu finden, die es ermöglicht die internationale Mobilität für 2018-2020 zu stimulieren.