Albanien

Die Schweiz unterstützt Albanien bei der Demokratisierung des Landes und bei der Stärkung seiner wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, um seine Integration in die europäischen Strukturen zu fördern. Die Unterstützung umfasst die Bereiche Gouvernanz, wirtschaftliche Entwicklung, Gesundheit sowie städtische Infrastruktur und Energie.

Karte von Albanien

Trotz positiver Entwicklungen bei der Armut kämpft Albanien noch immer mit strukturellen Problemen. Die hohe Arbeitslosigkeit, von der vor allem junge Menschen betroffen sind, und der wenig ausgebaute Privatsektor hemmen die wirtschaftliche Entwicklung und fördern die Auswanderung. Das Land muss seine Anstrengungen zur Erlangung solider Rechtsstaatlichkeit fortführen und den Kampf gegen Korruption und organisiertes Verbrechen verstärken. Bei der Demokratisierung und der Justizreform hat Albanien erste Fortschritte erzielt und von der Europäischen Union den Status eines Beitrittskandidaten erhalten.

Demokratisierung, Dezentralisierung und lokale Gouvernanz

Die Schweiz unterstützt die institutionellen Reformen und fördert die Demokratisierung und Dezentralisierung. Sie fördert die regionale Entwicklung, stärkt die lokalen Behörden und ermutigt die Zivilgesellschaft, sich vermehrt an lokalen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass der Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen gewährleistet ist, namentlich für diskriminierte Bevölkerungsgruppen wie die Roma.

Staats- und Wirtschaftsreformen 

Wirtschaftliche Entwicklung

Die Schweiz fördert die Stärkung des öffentlichen Finanzwesens, der Geldpolitik und der Finanzaufsicht und trägt damit unmittelbar zur Stabilisierung des makroökonomischen Umfelds in Albanien bei. Die Schweiz hilft, Arbeitsplätze zu schaffen, indem sie die Rahmenbedingungen für private Unternehmen mit gezielten Massnahmen verbessert und ihnen den Zugang zu den Märkten erleichtert. Ausserdem fördert die Schweiz eine moderne, attraktive Berufsbildung für junge Albanerinnen und Albaner, die den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts besser angepasst ist.

Privatsektorentwicklung und Finanzdienstleistungen

Städtische Infrastruktur und Energie

Durch die Stärkung der Institutionen und gleichzeitige Investitionen auf lokaler Ebene trägt die Schweiz zu einem besseren Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen hoher Qualität bei. In diesem Zusammenhang setzt sich die Schweiz dafür ein, dass die städtische Infrastruktur sowie die Trinkwasserversorgung bzw. Abwasserentsorgung verbessert und die Energieeffizienz gesteigert werden. Die albanischen Behörden werden in den Verhandlungen für die Führung der Transadriatischen Pipeline durch Albanien unterstützt.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Gesundheit

Die Schweiz stärkt die Basis-Gesundheitsversorgung der Bevölkerung mittels Unterstützung nationaler Reformen, verbesserter Führung und Ausstattung der Gesundheitsposten und der laufenden Weiterbildung des Gesundheitspersonals. Präventionsmassnahmen zur Vermeidung nichtübertragbarer Krankheiten, das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung und die Einforderung der Rechenschaft der Gesundheitsversorger werden unterstützt. Das trägt namentlich dazu bei, dass benachteiligte und gefährdete Bevölkerungsgruppen besseren Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen erhalten.

Gesundheit

Herangehensweise und Partner

Die Schweiz koordiniert ihre Transitionszusammenarbeit eng mit den albanischen Behörden, anderen Geberländern und internationalen Organisationen wie der UNO oder der EU. All ihre Programme, hauptsächlich ausgeführt durch die DEZA und das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, integrieren die Prinzipien der guten Regierungsführung und der Gleichberechtigung.

Wichtige Partner der Schweiz in Albanien sind:

  • Schweizer NGO: Helvetas-Swiss Intercooperation, Swisscontact, Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut, Terre des Hommes, Save the Children.
  • Nationale Partner: Ministerien, Stadt-und Gemeindebehörden, soziale und Berufsorganisationen, Privatsektor und lokale NGO.
  • Bilaterale und multilaterale Partner: Deutschland (KfW, GIZ), Österreich (ADA), Schweden, Europarat, Weltbankgruppe, WHO, UNDP, EU, UNICEF, EBRD.

Geschichte der Zusammenarbeit

Von der humanitären Hilfe zur Transitionsunterstützung 

Die Schweizer Ostzusammenarbeit ist seit 1992 in Albanien aktiv, seit 1997 führt die DEZA ein Kooperationsbüro in Tirana. Die grossen humanitären Aktionen in den ersten Jahren nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems wurden durch Projekte der technischen und finanziellen Zusammenarbeit zur Unterstützung der Transition abgelöst.

Aktuelle Projekte

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Die Jugend blickt nach vorne: Besseres Berufsbildungssystem in Albanien

Ein Schüler schraubt die Solarkollektoren zusammen.

15.12.2014 - 31.12.2018

Eine der grossen Herausforderungen Albaniens ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Zu den Ursachen gehört, dass sich die Ausbildungen kaum an den gefragten Berufsqualifikationen orientieren. Um dem entgegen zu wirken, hilft die DEZA, das Berufsbildungssystem zu reformieren, den Unterricht stärker auf die Praxis auszurichten und dadurch den Bedürfnissen des Privatsektors gerecht zu werden.

Land/Region Thema Periode Budget
Albanien
Bildung
Wirtschaft und Beschäftigung
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Förderung des Arbeitsmarkts
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)

15.12.2014 - 31.12.2018


CHF 3'000'000



Stärkung albanischer Gemeinden: bessere Verwaltung und bessere Dienste dank Dezentralisierung

Albanische Frauen am Schalter der Gemeindeverwaltung von Bushat.

01.01.2014 - 31.12.2018

Die Schweiz unterstützt Albanien im Demokratisierungsprozess. Mit einem Projekt zur Förderung der Dezentralisierung und der lokalen Entwicklung soll die lokale Regierungsführung verbessert werden. Regionen und Kommunen erhalten mehr administrative Verantwortung, politische Entscheidungsbefugnisse und Finanzhoheit.

Land/Region Thema Periode Budget
Albanien
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Dezentralisierung - Lokale Gouvernanz - Demokratisierung (inkl. Rechenschaftspflicht)

01.01.2014 - 31.12.2018


CHF 9'620'000



Stärkung des Gesundheitssystems in Albanien

15.10.2013 - 31.12.2018

Im Rahmen des im Jahr 2015 lancierten Programmes «Gesundheit für Alle» setzt sich die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) für die verbesserte Gesundheit der Bevölkerung unter anderem in den albanischen Regionen Fier und Dibër ein. Besonderes Augenmerk wird dabei auf den Einbezug benachteiligter Bevölkerungsgruppen gelegt.

Land/Region Thema Periode Budget
Albanien
Gesundheit
Stärkung des Gesundheitswesens
Nicht übertragbare Krankheiten, inkl. psychische Gesundheit
Primäre Gesundheitsversorgung
Nicht übertragbare Krankheiten, inkl. psychische Gesundheit
Primäre Gesundheitsversorgung

15.10.2013 - 31.12.2018


CHF 10'000'000



Bessere regionale und lokale Regierungsstrukturen für Albanien

Local council members in Kukës, North Albania, during a training on the new public administration law.

15.08.2012 - 30.06.2017

Seit 2010 unterstützt die DEZA zusammen mit dem Europarat ein Dezentralisierungsprogramm auf lokaler und regionaler Ebene in Albanien. Durch das Projekt «Strengthening Local Government Structures» wird unter anderem die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden ausgebaut, die Personalführung auf lokaler Ebene verbessert und der Einbezug der lokalen Regierungen in die nationalen Entscheidungsprozesse gestärkt.

Land/Region Thema Periode Budget
Albanien
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Dezentralisierung - Lokale Gouvernanz - Demokratisierung (inkl. Rechenschaftspflicht)

15.08.2012 - 30.06.2017


CHF 2'740'000



Making Labour Market Work for Young People in Albania

01.07.2012 - 31.10.2017

An estimated 34% of Albania's youth are unemployed or underemployed. The main causes of this situation are low labour demand, ineffective job matching services and lack of skills. Youth employment is a priority and the Swiss-supported project “Making Labour Market work for Young People” - RisiAlbania - responds to this issue by promoting entry into the labour market.

 

Land/Region Thema Periode Budget
Albania
Labor market development
Small and medium-sized enterprises (SME) development

01.07.2012 - 31.10.2017


CHF 5'100'000



Better planning for Albania's government

Meeting of the Government of Albania

01.01.2012 - 31.12.2018

Albania’s economy, public finance, and debt remain areas of concern as the government tries to keep positive growth and stability in a challenging context. Although capacities for policy and financial planning have improved, there still is a need for better performance, monitoring and integrated planning. Since 2005 a group of donors including Switzerland introduced the Integrated Planning System, a tool that aids the government in strategy planning while observing budget constraints.

Land/Region Thema Periode Budget
Albania
Rule of Law - Democracy - Human rights
Decentralisation - local governance - democratization (incl. accountability)
Public financial management (including activities against corruption)
Public financial management (including activities against corruption)

01.01.2012 - 31.12.2018


CHF 1'375'000



Albania: Leave No One Behind

01.06.2017 - 31.05.2021

320'000 marginalised and vulnerable population of Albania, primarily Roma and people with disabilities, will benefit from improved social services. Currently, the needs of these people are not met by the social protection system. The project supports the implementation at municipal level of the national policy framework developed with Swiss support. So, the entire population will benefit from equal and dignified access to services and resources.


Regional Development Programme in Northern Albania

01.12.2016 - 30.09.2018

Citizens of Albania will benefit from better social and economic opportunities. Since many Albanian citizens face the negative consequences of social, economic and environmental disparities between and within regions of the country, the project will tackle these disparities by strengthening the institutions working on regional development through an active involvement of all relevant stakeholders and increasing strategic investments in the regions.


Skills for Jobs in Albania

01.03.2015 - 28.02.2019

As a result of the project, at least 8’500 youth will benefit from improved VSD trainings in five public VSD schools and centres in three regions of Albania. The S4J project responds to the challenges of the Albanian vocational skills development (VSD) system such as the quality of its training offer, image, labour market orientation and private sector involvement. It promotes work-based learning, private sector cooperation and Swiss expertise. With its focus on vocational schools it complements other ongoing Swiss funded initiatives on policy level.


Fostering civic engagement in Albania

Civil gathering in Albania

15.10.2013 - 30.06.2019


Civic engagement in Albania is low. The relationship between citizens and local authorities is still not based on accountability, transparency and participation. Corruption is pervasive while checks and balances are weak and under utilised.


Regional Program: Scientific Cooperation between Eastern Europe and Switzerland (SCOPES), Institutional Partnerships and Research

01.01.2013 - 30.06.2018

Der Schweizerische Nationalfonds setzt das seit 1990 laufende Projekt SCOPES mit Partnern aus Osteuropa und der GUS um. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden Forschungsinstitutionen aus Partnerländern in ihren Aufgaben unterstützt. Als weiteres Element führen Forschungsteams aus Osteuropa und der Schweiz in gemeinsamen Forschungsprojekten Grundlagenforschung durch. Deren internationale Vernetzung trägt wesentlich dazu bei, qualitativ hochwertige Forschungsresultate nutzbar zu machen.


Support to Public Accounting Reforms in Albania

01.01.2016 - 31.12.2020

This project aims at developing and strengthening the public accounting framework in Albania in order to improve transparency and budget allocation. The direct beneficiaries of the project are the Ministry of Finance as well as other budget institutions at central level. The project will be implemented by the World Bank.

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