Haiti

Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich in Haiti auf die Bereiche Rechtsstaatlichkeit und gute Regierungsführung, Agrarwirtschaft und Ernährungssicherheit sowie Wiederaufbau und Verminderung von Naturgefahren. Die Schweiz setzt sich zudem für eine bessere Geberkoordination und damit für mehr Wirksamkeit ein.

Karte von Haiti

Haiti ist das ärmste Land Lateinamerikas – rund 80% der Bevölkerung lebt mit weniger als 2 USD pro Tag. Das Land wird regelmässig von Naturkatastrophen heimgesucht, so geschehen 2010, als ein Erdbeben 230‘000 Opfer forderte. Die Fragilität des Landes zeigt sich auch auf politischer Ebene, wo beispielsweise. Wahlen mit grossen Verspätungen durchgeführt werden. Das Land ist stark von der Auslandhilfe abhängig.

Ziel der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit in Haiti ist es, die Lebensbedingungen der Ärmsten im ländlichen Raum zu ver-bessern und die gute Regierungsführung zu fördern. Geografisch konzentrieren sich die Aktivitäten vor allem auf vier Departemente im Süden des Landes. Die Schweiz setzt sich ausserdem für eine bessere Geberkoordination und damit für mehr Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit ein.

Rechtsstaatlichkeit und gute Regierungsführung

Mit Investitionen in Infrastruktur und Kapazitätsaufbau unterstützt die Schweiz den haitianischen Staat dabei, im ländlichen Raum die Grundversorgung zu verbessern. In enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung wird die Versorgung mit Trinkwasser und sanitären Anlagen sowie der Schutz der Naturpärke verbessert. Zudem stärkt die Schweiz gezielt Institutionen, die sich im Bereich Menschenrechte für Frauen, Jugendliche und für verbesserte Haftbedingungen einsetzen.

In drei ländlichen Gemeinden unterstützt die Schweiz den Aufbau und nachhaltigen Betrieb von neuen Trinkwassersystemen. Die lokale Bevölkerung wird dabei eng in Planung und Betrieb miteinbezogen. Von 2011 bis 2013 erhielten dadurch 20‘500 Personen Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen. 

Wasser – Eine lebenswichtige Ressource in Gefahr

Anwaltschaft und gute Regierungsführung

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Die Schweiz unterstützt Massnahmen zur Verbesserung der Ernährungssicherheit. Dazu gehören die Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktion, die Diversifikation der Produktpalette sowie eine bessere Lagerung und Vermarktung der Erzeugnisse. Parallel trägt die Schweiz bei zum Aufbau von staatlichen Kapazitäten zur Bewältigung von Krisenfällen und leistet bei Bedarf gezielt Nahrungsmittelhilfe.

Bauern rund um den Nationalpark «Forêt des pins» erschliessen sich dank Schweizer Hilfe neue Einkommensquellen, beispielsweise mit dem Anbau und Verkauf von Thymian. Von 2011 bis 2013 konnten 800 ländliche Familien ihr landwirtschaftliches Einkommen um rund 80% steigern. Dies vermindert die Notwendigkeit, für den Lebensunterhalt Bäume zu fällen und trägt damit zum Schutz des Nationalparks bei.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Wiederaufbau und Verminderung von Naturgefahren

In Zusammenarbeit mit den haitianischen Behörden und der internationalen Gemeinschaft, setzt die Schweiz ein Programm zum Wiederaufbau von katastrophensicheren Schulhäusern um. Mit Schulungsmodulen trägt die Schweiz ferner dazu bei, die praktischen Fertigkeiten vieler Maurer zu verbessern und die Öffentlichkeit für einfache Techniken im Bereich des erdbeben- und wirbelsturmsicheren Bauens zu sensibilisieren.

Inzwischen wurden drei Schulen wieder aufgebaut, sechs Anlagen befinden sich noch im Bau. Insgesamt werden 4700 Schülerinnen und Schülern von diesen Massnahmen profitieren. Weitere Schulen sind geplant. Die Gebäude werden nach Musterplänen erstellt, die von Schweizer Experten entwickelt und in Haiti zum nationalen Standard erhoben wurden.

2014 dehnte die Schweiz ihre Aktivitäten auf die Verminderung von Naturgefahren und das Risikomanagement aus. Ziel ist die Verbreitung einer «gemischten» (sowohl wissenschaftlichen als auch partizipativen) Methode zur Risikoanalyse und die Definition von Präventionsmassnahmen. Weiter sollen Schulungsmodule zu diesem Thema angeboten werden.

Katastrophenvorsorge, Nothilfe und Wiederaufbau

Geschichte der Zusammenarbeit

Während zahlreiche Schweizer Hilfswerke und Solidaritätsvereinigungen seit den 1950er- und 1960er-Jahren in Haiti tätig sind, unterstützt die offizielle Schweiz das Land seit Ende der 90er-Jahre. Nach dem verheerenden Erdbeben im 2010 führte die Schweiz ihre bisher umfangreichste Soforthilfeaktion durch und intensivierte ihr humanitäres Engagement stark. Seit 2013 ist Haiti Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit, womit die längerfristige Zusammenarbeit ausgebaut wird.

Aktuelle Projekte

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Verbesserung des Zugangs zum Bildungssystem dank einer sicheren, nachhaltigen und zweckmässigen Infrastruktur

Fassade einer Schule

01.10.2012 - 31.12.2017

Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 hinterliess in Haiti beispiellose Schäden. Im Südwesten des Landes, einer besonders stark betroffenen Region, unterstützt die DEZA das Bildungsministerium beim Bau von normkonformen und katastrophensicheren Schulen. Ziel dieses Programms ist es, Prototypen bereitzustellen, die von den zuständigen Bildungsbehörden leicht nachgebaut werden können.

Land/Region Thema Periode Budget
Haiti
Bildung
Humanitäre Hilfe
Formale Grundschulbildung (Stufe Primarschule und untere Stufe Sekundarschule)
Wiederaufbau und Wiedereingliederung
Wiederaufbau und Wiedereingliederung

01.10.2012 - 31.12.2017


CHF 8'677'000



Programme de Renforcement de la Gestion Locale de l’Eau Potable et l’Assainissement - REGLEAU

01.04.2018 - 31.12.2029

Aujourd’hui, seuls 58% des Haïtiens ont accès à l’eau potable et moins de 30% d’entre eux bénéficient de services de base d’assainissement. En cause, le manque de gouvernance et de capacité d’autofinancement du secteur. La DCC entend renforcer les capacités de gestion des municipalités et de la Direction Nationale d’Eau Potable et d’Assainissement (DINEPA) grâce à une meilleure maîtrise d’ouvrage au niveau des Collectivités Territoriales.


Programme d’appui à une gouvernance agricole inclusive en Haïti (PAGAI)

01.01.2018 - 31.12.2029

Le programme PAGAI vise à améliorer l’accès de 55’000 exploitations familiales haïtiennes à un cadre politique et des services agricoles appropriés. Pour y arriver, le programme va accompagner les organisations des producteurs ruraux (organisations paysannes), qui seront renforcées dans leur gouvernance interne, dans leur rôle de concertation/négociation de services et dans leur capacité de défendre les intérêts et plaider pour les paysannes et paysans d’Haïti.


Phase Unique pour le Relèvement Post Ouragan dans le Sud (PURPOS)

01.02.2017 - 31.12.2018

Début octobre 2016, le cyclone Matthew a frappé violemment le Sud d’Haïti. Il a engendré des conséquences humaines dramatiques et occasionné des dégâts environnementaux, agricoles et physiques énormes. Ce programme entend contribuer à court terme à la relance de l’agriculture familiale, à la restauration des mécanismes de contrôle de la qualité de l’eau potable ainsi qu’au rétablissement des capacités de mairies, avec une démarche structurante et porteuse pour les programmes futurs de la DDC.


Renforcement d’IDEA phase Unique (RIDEAU)

01.08.2016 - 31.12.2018

Le programme d’IDEA en Haïti vise le renforcement des institutions (p. ex. Parlement) et des acteurs politiques (p. ex. partis), piliers institutionnels de  l’état de droit. Ce faisant IDEA contribue à bâtir une gouvernance nationale respectueuse de la participation citoyenne et paritaire entre les femmes et les hommes. La DDC apporte une contribution générale à IDEA avec un suivi particulier sur la participation politiques des femmes et sur les pratiques de reddition des comptes. 


Salvation Army - Food Aid Swiss Dairy Products (Haiti)

01.03.2016 - 31.07.2017

Through the usage of food aid in the form of Swiss dairy products, Swiss Humanitarian Aid contributes to the prevention and treatment of malnutrition, undernourishment, and disease. The SDC’s Humanitarian Aid administers the credit granted by parliament for a yearly amount of some CHF 20 million destined for the purchase of Swiss dairy products and their use for the benefit of the needy. Its task is to ensure a sustainable, targeted, and closely monitored food aid.


CCR Centre de Compétence Reconstruction

01.02.2016 - 31.12.2017

Dans une période de transition entre la phase de reconstruction post-séisme et le relèvement du pays, le projet vise à ancrer de manière pérenne les contenus et la méthodologie de formation développée par le Centre de compétence en reconstruction (CCR) dans le domaine de la construction en maçonnerie chaînée dans le système de formation national haïtien. Les acquis développés en formation professionnelle sont transmis à la Coopération régionale (CR) pour son nouveau programme.


Réduction des risques de catastrophes « naturelles » dans le Département du Sud-Est d’Haïti (RRC / Sud-Est)

01.02.2016 - 31.12.2017

Dans un contexte de catastrophes « naturelles » récurrentes qui minent les efforts de redressement du pays, le projet vise à réduire les risques de catastrophes pour les populations rurales et périurbaines de la munici­palité de Jacmel (département du Sud-Est) en créant d’une part des conditions favorables à la prise de me­sures de prévention grâce à des actions de formation et de promotion d’une gouvernance locale du risque, et en stimulant d’autre part une demande pour des mesures par une sensibilisation de la population.


PARIS III, Programme d’appui à la reconstruction des infrastructures scolaires

05.08.2015 - 28.02.2018

Suite au tremblement de terre de 2010, l’Aide humanitaire s’est engagée dans la reconstruction d’écoles publiques. Pour renforcer le rôle de régulateur du Ministère de l’éducation nationale et de la formation professionnelle (MENFP), l’AH a par le biais du PARIS développé en collaboration avec les autres acteurs du secteur, des plans-types d’écoles parasismiques et anticycloniques. A date, 3 écoles ont été reconstruites et 6 sont en reconstruction. Avec la présente, il s’agit de financer la reconstruction de 3 autres écoles, la consolidation de l’approche des plans-types et le phasing-out du PARIS d’ici fin 2017.


Programme d’appui à la production agricole en Haiti

01.07.2014 - 30.06.2018

Le développement et le renforcement des services financiers et de conseils agricoles ainsi qu’un ciblage des groupes vulnérables en milieu rural contribueront – à travers de plus grands investissements dans l’agriculture - à une productivité et à une qualité accrue dans les filières concernées, à des revenus plus importants, à une sécurité alimentaire améliorée, à une vulnérabilité réduite et à une meilleure protection sociale des petit-e-s producteurs-trices et des personnes les plus défavorisées.


Geplantes Projekt

Programme d’appui à la production agricole en Haïti PAPAH

01.07.2014 - 31.12.2025

En Haïti, 60% de la population rurale (25% de femmes) dépendent directement de l’agriculture dont la productivité est faible notamment en raison de l’absence de services techniques et financiers. Ce programme, via des contributions à des projets existants et des collaborations avec des partenaires stratégiques, vise à améliorer la production agricole, les revenus et la sécurité alimentaire des petits producteurs/-trices par le développement des services financiers et agricoles et un ciblage spécifique des groupes vulnérables.


Haïti : Programme de préservation et de valorisation de la biodiversité (PVB)

01.04.2013 - 30.06.2017

Dans le Massif de la Selle – situé au sud-est d’Haïti – se trouve une des dernières forêts natives du pays. Malgré son statut d’Air protégée, la préservation de la Forêt des pins est menacée par l’instalation autour et dans celle-ci de population à la recherche de revenus. Ainsi, le projet vise à renforcer l’Agence Nationale des Aires protégée du Ministère de l’Environnment dans ses efforts de prise en charge de la gestion participative de l’Aire protégée en incluant les acteurs locaux et en soutenant la population locale dans la création de revenus alternatifs.

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