Gleichstellung von Mann und Frau – Gender und Frauenrechte

Eine Frau und ein Mann diskutieren in einer Arbeitsgruppe über Genderfragen in Bangladesch
Die DEZA setzt sich in all ihren Projekten und Strategien für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein. © DEZA

Die Ungleichheit der Geschlechter ist eines der grössten Hindernisse für nachhaltige Entwicklung, ökonomisches Wachstum und Armutsreduktion. Gemäss internationalen Schätzungen sind 70% der in äusserster Armut lebenden Menschen Frauen. Die DEZA setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer gleichberechtigt ihre Potenziale entfalten und ihre Ressourcen sinnvoll einsetzen können.

Armut hat nach wie vor eine ausgeprägte Geschlechterdimension: Laut internationalen Studien sind rund  70% der in grosser Armut lebenden Menschen Frauen. Ungleiche Rechte und soziale Normen benachteiligen viele Mädchen und Frauen bezüglich des Zugangs zu Gesundheit und Bildung. Oft arbeiten sie in prekären Arbeitsverhältnissen, in wenig produktiven Sektoren und ohne soziale Sicherung. Zudem verdienen sie weniger als Männer.

Frauen haben auch weniger Einfluss auf soziale, politische und ökonomische Entscheidungsprozesse als Männer und nicht selten erleben sie geschlechtsspezifische Gewalt, Diskriminierung und Ausschluss.

Die DEZA setzt sich für gleiche Rechte von Frauen und Männern sowie für gleiche Voraussetzungen ein und integriert Männer und Jungen in ihre Genderarbeit. Ihre Anliegen vertritt sie tranversal, d.h. in all ihren Projekten und Strategien. Schwerpunktbereiche sind Konflikte und fragile Kontexte, Ökonomie sowie Politik.

Das Engagement der DEZA zur Gleichstellung der Geschlechter basiert auf nationalen und internationalen Richtlinien und Verpflichtungen der Schweiz, insbesondere auf dem  Gleichstellungsartikel in der Bundesverfassung (Art. 8, Absatz 3, Bundesverfassung von 1999) und der  UNO-Konvention zur Beseitigung  jeder  Diskriminierung der  Frau (Convention on the Elimination of all Forms of Discrimination Against Women, CEDAW) von 1979.

 

Gender und Frauenrechte in Konflikten und fragilen Kontexten

Die DEZA setzt die UNO-Resolution 1325 um; Prävention und Schutz vor geschlechterspezifischer Gewalt in Konflikten und die Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen sind Schwerpunkte.

Stärkung der politischen Partizipation von Frauen

Die DEZA setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer ihre Pflichten als Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt wahrnehmen können.

Zugang zu natürlichen Ressourcen, Ausbildung und Einkommen

Frauen spielen eine zentrale Rolle in der Armutsreduktion und Ernährungssicherheit. Sie benötigen dazu Zugang zu natürlichen Ressourcen, Bildung und Dienstleistungen.

Instrumente zur Gleichberechtigung

«Gender Tool Kit» und thematische Arbeitshilfen

Dokumente

Aktuelle Projekte

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Geschlechtsspezifische Gewalt in der Mongolei anprangern und bekämpfen

Porträt von zwei mongolischen Sozialarbeiterinnen

01.05.2016 - 30.04.2020

In der Mongolei hat die häusliche Gewalt seit den 2000er Jahren wieder zugenommen. Mangels Daten ist es aber schwierig, das genaue Ausmass zu erfassen. Gleichzeitig herrscht eine Kultur der Straflosigkeit vor. Die DEZA leistet mit einer nationalen Umfrage zur Verbesserung der Datengrundlagen einen wichtigen Beitrag. Das Engagement zielt zudem auf eine Stärkung der Handlungsfähigkeit  staatlicher Institutionen, die Bereitstellung fachkundiger Dienstleistungen sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Land/Region Thema Periode Budget
Mongolei
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Weiterentwicklung von Recht und Rechtsprechung
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Schutz und Zugang
Zugang zu Informationen inkl. Medienförderung und IKT)

01.05.2016 - 30.04.2020


CHF 4'390'000



Mittels Musik und Bildung eine gemeinsame «Nil-Kultur» entwickeln

Musikerinnen und Musiker des Nil-Projekts in einem Boot.

01.05.2015 - 31.10.2017

Das Nil-Projekt (Nile Project) wurde ins Leben gerufen, um die Menschen der elf Länder, durch die der Nil fliesst, für das Nilbecken als gemeinsames Gut und Ökosystem zu sensibilisieren. Dieswill das von der DEZA unterstützte innovative Projekt über die Musik und Bildung erreichen. Das Projekt bringt Künstler und Künstlerinnen mit Studierenden und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Seit 2013 haben zahlreiche viel beachtete Konzerte stattgefunden und Studierende entwickeln Initiativen zur Förderung einer besseren Nutzung der Wasserressourcen.

Land/Region Thema Periode Budget
Ägypten
Wirtschaft und Beschäftigung
Bildung
Migration
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Bildung
Umwelt
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Wirtschaft und Beschäftigung
Kultur
Reduktion von Katastrophenrisiken – Vorsorge
Bildungspolitik
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Umweltschutz
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Zugang zu Informationen inkl. Medienförderung und IKT)
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
Kultur
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Migration allgemein (entwicklungspolitische Aspekte und Partnerschaften)
Schutz und Zugang

01.05.2015 - 31.10.2017


CHF 751'000



Für bürgernahe öffentliche Dienstleistungen

© DEZA

01.05.2015 - 31.12.2017

Die DEZA begleitet die kambodschanischen Behörden bei einem ehrgeizigen Dezentralisierungsprozess, der 2001 lanciert wurde. Erklärtes Ziel ist es, den Lokal- und Provinzbehörden die nötigen Ressourcen und Kompetenzen zur Verfügung zu stellen, damit sie der Bevölkerung gute öffentliche Dienstleistungen bieten können. Dabei sollen die Bürgerinnen und Bürger mitreden.

Land/Region Thema Periode Budget
Kambodscha
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Dezentralisierung - Lokale Gouvernanz - Demokratisierung (inkl. Rechenschaftspflicht)
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Schutz und Zugang

01.05.2015 - 31.12.2017


CHF 7'610'000



Eine Welt ohne Gewalt: von der Utopie zur Praxis

Gesicht einer gewaltbetroffenen Frau.

01.02.2015 - 31.05.2020

Im Zusammenhang mit einem neuen Gesetz gegen Gewalt an Frauen in Bolivien will die DEZA dazu beitragen, dass gewaltbetroffene Frauen systematischer und zielgerichteter betreut werden. Gleichzeitig engagieren sich die lokalen und nationalen Behörden wie auch die Bevölkerung in umfangreichen Präventionsmassnahmen gegen Gewalt an Frauen. Das Verhalten von Männern ist häufig von Machismus geprägt, der Gewalt rechtfertigt.

Land/Region Thema Periode Budget
Bolivien
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)

01.02.2015 - 31.05.2020


CHF 4'070'000



Verantwortungsvoller und nachhaltiger Bergbau

Auf der Suche nach Gold bohrt ein Bergarbeiter ein Loch in den Fels.

01.01.2015 - 31.12.2019

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des informellen Bergbausektors zu Beginn der 2000er-Jahre lancierte die mongolische Regierung mit der Unterstützung der DEZA im Jahr 2005 ein Projekt zur Förderung des nachhaltigen Kleinbergbaus. Das Projekt hat zum Ziel, diese Tätigkeit zu formalisieren und zu legalisieren und die Kapazitäten der Bergleute auszubauen.

Land/Region Thema Periode Budget
Mongolei
Förderung von nicht landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten
Dezentralisierung - Lokale Gouvernanz - Demokratisierung (inkl. Rechenschaftspflicht)
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)

01.01.2015 - 31.12.2019


CHF 5'465'000



Die Jugend blickt nach vorne: Besseres Berufsbildungssystem in Albanien

Ein Schüler schraubt die Solarkollektoren zusammen.

15.12.2014 - 31.12.2018

Eine der grossen Herausforderungen Albaniens ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Zu den Ursachen gehört, dass sich die Ausbildungen kaum an den gefragten Berufsqualifikationen orientieren. Um dem entgegen zu wirken, hilft die DEZA, das Berufsbildungssystem zu reformieren, den Unterricht stärker auf die Praxis auszurichten und dadurch den Bedürfnissen des Privatsektors gerecht zu werden.

Land/Region Thema Periode Budget
Albanien
Bildung
Wirtschaft und Beschäftigung
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Förderung des Arbeitsmarkts
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)

15.12.2014 - 31.12.2018


CHF 3'000'000



Supporting Civil Society Organizations in Nicaragua

01.08.2020 - 31.12.2024

SDC and other like-minded donors are engaged in enhancing the democratic and public policy processes in Nicaragua. A strong civil society is essential to the quality and sustainability of this effort. The proposed program will promote citizen participation, strengthen capacities of Civil Society Organizations and foster informed policy dialogue. 


Strengthening of civil-political-economic rights and social auditing.

01.05.2020 - 30.06.2027

Strengthening civil-political-economic rights, freedom of expression and social auditing is a priority to ensure the functioning of the rule of law and respect for human rights in Honduras. The role of civil society is essential in the construction of citizenship and to ensure a system of check and balance. Therefore, the program will support 6 to 8 national civil society organization with strong anchoring in the territories to promote jointly in a concerted, impartial and evidence based way these topics.


Strengthening Human Rights institutions in Bangladesh

01.01.2017 - 31.12.2020

People in Bangladesh repeatedly suffer from human rights violations which especially affect poor and marginalised people with limited remedy and widespread impunity. The project strengthens (i) the National Human Rights Commission to more effectively promote and protect human rights and (ii) civil society to promote and monitor Human Rights and provide legal aid.


Diakonia International Humanitarian Law Resource Center (IHLRC) “Closing the Compliance Gap”

01.01.2017 - 31.12.2019

The Swiss contribution supports Diakonia’s International Humanitarian Law Resource Centre (IHLRC) to respond to the demand for accurate and principled legal analysis on International Humanitarian Law (IHL) and International Human Rights Law in the oPt, and to make it accessible to States and relevant organizations to ensure that their policies and international aid are not in contradiction with international law. This intervention is in line with the Swiss Foreign Policy in the Region and SDC Cooperation Strategy 2015-2018 that aims to promote respect for International Law, to ensure protection by all duty-bearers of the rights of the Palestinian population.


Gendermainstreaming in SDC to support the implementation of the gender goals in the Agenda 2030 and the new message 2017-2020

01.01.2017 - 31.12.2020

Mit dem strategischen Ziel 7 in der Botschaft 2017-2020 bekräftigt die DEZA die Gleichstellung der Geschlechter als Schlüssel für Armutsreduktion und leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Genderziele der Agenda 2030. Thematische Prioritäten sind die Geschlechtergleichstellung in fragilen Kontexten sowie die Stärkung der ökonomischen und politischen Partizipation von Frauen. Wichtigste Massnahmen sind ein strategischer Politikdialog, Investition in Wissens-management und Gender Expertise sowie Capacity Building und Qualitätssicherung für verstärkte Wirkungsorientierung.  


Strengthening of Representative Bodies in Mongolia (SRB)

15.12.2016 - 31.12.2020

The project aims to make Mongolia’s sub-national local assemblies (khurals)[1] more responsive and accountable to citizens, ensuring youth participation and realising the rights of the poor and marginalised. A comprehensive capacity-development strategy will be implemented that addresses the legal and institutional environment, the organisational capacity of local councils and the competencies of locally elected politicians. Gender equality and pro-poor approaches are mainstreamed in the project’s design and in its results framework.

 

 

[1] Sub-national self-governing bodies/ local assemblies/local parliaments (khurals) = aimag khurals (21) and soum khurals (356)

 

 

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