Gleichstellung von Frau und Mann

Eine Frau und ein Mann diskutieren vor einer Hütte.
Die DEZA setzt sich in all ihren Projekten für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein. ©DEZA SDC/John Paul Kay

Die Ungleichheit der Geschlechter ist eines der grössten Hindernisse für nachhaltige Entwicklung, ökonomisches Wachstum und Armutsreduktion. Die DEZA setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer gleichberechtigt ihr Potenzial entfalten und ihre Ressourcen sinnvoll einsetzen können.

Armut hat nach wie vor eine ausgeprägte Geschlechterdimension: Laut internationalen Untersuchungen sind rund 70% der in grosser Armut lebenden Menschen Frauen. Gesetze und soziale Normen benachteiligen viele Mädchen und Frauen beim Zugang zu Gesundheitsdiensten, Bildung, Führungspositionen, Finanzmitteln und zum Markt.

Frauen arbeiten oft in prekären Arbeitsverhältnissen, in wenig produktiven Sektoren und ohne soziale Sicherung. Zudem verdienen sie weniger als Männer. Sie haben auch weniger Einfluss auf soziale, politische und ökonomische Entscheidungsprozesse als Männer, und nicht selten erleben sie geschlechterspezifische Gewalt, Diskriminierung und Ausschluss.

Die DEZA setzt sich für gleiche Rechte von Frauen und Männern sowie für gleiche Voraussetzungen ein, wobei sie Männer und Jungen in ihre Genderarbeit integriert. Diesen Ansatz verfolgt die DEZA in all ihren Projekten und Strategien. Schwerpunktbereiche sind Konfliktsituationen und fragile Kontexte sowie Wirtschaft und Politik.

Die Stärkung der Geschlechtergleichstellung und der Rechte von Frauen und Mädchen wird in der Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit 2017–2020 zum ersten Mal ausdrücklich als Ziel genannt. Im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung setzt sich die Schweiz für die Umsetzung des fünften Ziels ein: «Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen». Die Schweiz hat auch das UNO-Übereinkommen von 1979 zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Convention on the Elimination of all Forms of Discrimination Against Women, CEDAW) unterzeichnet und die Gleichstellung von Frau und Mann in der Bundesverfassung von 1999 (Art. 8 Abs. 3) verankert.

Gender und Frauenrechte in Konflikten und fragilen Kontexten

Die DEZA setzt die UNO-Resolution 1325 um: Prävention und Schutz gegen geschlechterspezifische Gewalt in Konflikten und die Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen sind Schwerpunkte.

Stärkung der politischen Partizipation von Frauen

Die DEZA setzt sich dafür ein, dass Frauen und Männer ihre Pflichten als Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt wahrnehmen können.

Zugang zu natürlichen Ressourcen, Ausbildung und Einkommen

Frauen spielen eine zentrale Rolle in der Armutsreduktion und Ernährungssicherheit. Sie benötigen daher Zugang zu natürlichen Ressourcen, Bildung und Einkommen.

Instrumente zur Gleichberechtigung

«Gender Tool Kit» und thematische Arbeitshilfen.

Aktuelle Projekte

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Geschlechtsspezifische Gewalt in der Mongolei anprangern und bekämpfen

Porträt von zwei mongolischen Sozialarbeiterinnen

01.05.2016 - 30.04.2020

In der Mongolei hat die häusliche Gewalt seit den 2000er Jahren wieder zugenommen. Mangels Daten ist es aber schwierig, das genaue Ausmass zu erfassen. Gleichzeitig herrscht eine Kultur der Straflosigkeit vor. Die DEZA leistet mit einer nationalen Umfrage zur Verbesserung der Datengrundlagen einen wichtigen Beitrag. Das Engagement zielt zudem auf eine Stärkung der Handlungsfähigkeit  staatlicher Institutionen, die Bereitstellung fachkundiger Dienstleistungen sowie die Sensibilisierung der Öffentlichkeit.

Land/Region Thema Periode Budget
Mongolei
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Weiterentwicklung von Recht und Rechtsprechung
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Schutz und Zugang
Zugang zu Informationen inkl. Medienförderung und IKT)
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
KOMMUNIKATION
Weiterentwicklung von Recht und Rechtsprechung
Menschenrechte
Menschenrechte
Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)

01.05.2016 - 30.04.2020


CHF 4'390'000



Mittels Musik und Bildung eine gemeinsame «Nil-Kultur» entwickeln

Musikerinnen und Musiker des Nil-Projekts in einem Boot.

01.05.2015 - 31.01.2018

Das Nil-Projekt (Nile Project) wurde ins Leben gerufen, um die Menschen der elf Länder, durch die der Nil fliesst, für das Nilbecken als gemeinsames Gut und Ökosystem zu sensibilisieren. Dieswill das von der DEZA unterstützte innovative Projekt über die Musik und Bildung erreichen. Das Projekt bringt Künstler und Künstlerinnen mit Studierenden und betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Seit 2013 haben zahlreiche viel beachtete Konzerte stattgefunden und Studierende entwickeln Initiativen zur Förderung einer besseren Nutzung der Wasserressourcen.

Land/Region Thema Periode Budget
Ägypten
Wirtschaft und Beschäftigung
Bildung
Migration
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Bildung
Umwelt
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Wirtschaft und Beschäftigung
Kultur
Reduktion von Katastrophenrisiken – Vorsorge
Bildungspolitik
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Umweltschutz
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Zugang zu Informationen inkl. Medienförderung und IKT)
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
Kultur
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
Migration allgemein (entwicklungspolitische Aspekte und Partnerschaften)
Schutz und Zugang
BILDUNG
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
INDUSTRIE
HUMANITÄRE HILFE
BILDUNG
INDUSTRIE
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
KOMMUNIKATION
ALLGEMEINER UMWELTSCHUTZ
HUMANITÄRE HILFE
Politik und Verwaltung im Bildungsbereich
Kultur und Freizeit
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Katastrophenprävention und Katastrophenschutz
Berufsbildung / Fertigkeitentraining
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)
Politik und Verwaltung im Umweltschutzbereich
Menschenrechte
Kultur und Freizeit
Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)
Schutz der Biosphäre
Materielle Nothilfe und Leistungen

01.05.2015 - 31.01.2018


CHF 751'000



Eine Welt ohne Gewalt: von der Utopie zur Praxis

Gesicht einer gewaltbetroffenen Frau.

01.02.2015 - 31.05.2020

Im Zusammenhang mit einem neuen Gesetz gegen Gewalt an Frauen in Bolivien will die DEZA dazu beitragen, dass gewaltbetroffene Frauen systematischer und zielgerichteter betreut werden. Gleichzeitig engagieren sich die lokalen und nationalen Behörden wie auch die Bevölkerung in umfangreichen Präventionsmassnahmen gegen Gewalt an Frauen. Das Verhalten von Männern ist häufig von Machismus geprägt, der Gewalt rechtfertigt.

Land/Region Thema Periode Budget
Bolivien
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
Menschenrechte

01.02.2015 - 31.05.2020


CHF 4'070'000



Verantwortungsvoller und nachhaltiger Bergbau

Auf der Suche nach Gold bohrt ein Bergarbeiter ein Loch in den Fels.

01.01.2015 - 31.12.2019

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des informellen Bergbausektors zu Beginn der 2000er-Jahre lancierte die mongolische Regierung mit der Unterstützung der DEZA im Jahr 2005 ein Projekt zur Förderung des nachhaltigen Kleinbergbaus. Das Projekt hat zum Ziel, diese Tätigkeit zu formalisieren und zu legalisieren und die Kapazitäten der Bergleute auszubauen.

Land/Region Thema Periode Budget
Mongolei
Förderung von nicht landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten
Dezentralisierung - Lokale Gouvernanz - Demokratisierung (inkl. Rechenschaftspflicht)
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
INDUSTRIE
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
Industrieförderung
Dezentralisierung / Lokale Gouvernanz / Demokratisierung (inkl. Rechenschaftspflicht)
Menschenrechte

01.01.2015 - 31.12.2019


CHF 5'465'000



Die Jugend blickt nach vorne: Besseres Berufsbildungssystem in Albanien

Ein Schüler schraubt die Solarkollektoren zusammen.

15.12.2014 - 31.12.2018

Eine der grossen Herausforderungen Albaniens ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Zu den Ursachen gehört, dass sich die Ausbildungen kaum an den gefragten Berufsqualifikationen orientieren. Um dem entgegen zu wirken, hilft die DEZA, das Berufsbildungssystem zu reformieren, den Unterricht stärker auf die Praxis auszurichten und dadurch den Bedürfnissen des Privatsektors gerecht zu werden.

Land/Region Thema Periode Budget
Albanien
Bildung
Wirtschaft und Beschäftigung
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Förderung des Arbeitsmarkts
Menschenrechte (inkl. Frauenrechte)
BILDUNG
OTHER SOCIAL INFRASTRUCTURE AND SERVICES
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
Berufsbildung / Fertigkeitentraining
Politik und Verwaltung im Beschäftigungsbereich
Menschenrechte

15.12.2014 - 31.12.2018


CHF 3'000'000



Supporting Civil Society Organizations in Nicaragua

01.08.2020 - 31.12.2024

SDC and other like-minded donors are engaged in enhancing the democratic and public policy processes in Nicaragua. A strong civil society is essential to the quality and sustainability of this effort. The proposed program will promote citizen participation, strengthen capacities of Civil Society Organizations and foster informed policy dialogue. 


Strengthening of civil-political-economic rights and social auditing.

01.05.2020 - 30.06.2027

Strengthening civil-political-economic rights, freedom of expression and social auditing is a priority to ensure the functioning of the rule of law and respect for human rights in Honduras. The role of civil society is essential in the construction of citizenship and to ensure a system of check and balance. Therefore, the program will support 6 to 8 national civil society organization with strong anchoring in the territories to promote jointly in a concerted, impartial and evidence based way these topics.


UNDP Business Call to Action

01.06.2017 - 31.12.2019

The Business Call to Action (BCtA) is a Public Private Development Partnership (PPDP) between multilateral organizations, bilateral donors and businesses from all over the world that works to accelerate and measure private sector contribution towards the Sustainable Development Goals (SDGs). BCtA challenges and supports businesses to bring the benefits of private sector led growth to the poorest by including them in their value chains as producers, consumers and employees.


Diakonia International Humanitarian Law Resource Center (IHLRC) “Closing the Compliance Gap”

01.01.2017 - 31.12.2019

The Swiss contribution supports Diakonia’s International Humanitarian Law Resource Centre (IHLRC) to respond to the demand for accurate and principled legal analysis on International Humanitarian Law (IHL) and International Human Rights Law in the oPt, and to make it accessible to States and relevant organizations to ensure that their policies and international aid are not in contradiction with international law. This intervention is in line with the Swiss Foreign Policy in the Region and SDC Cooperation Strategy 2015-2018 that aims to promote respect for International Law, to ensure protection by all duty-bearers of the rights of the Palestinian population.


Strengthening Human Rights institutions in Bangladesh

01.01.2017 - 31.12.2020

People in Bangladesh repeatedly suffer from human rights violations which especially affect poor and marginalised people with limited remedy and widespread impunity. The project strengthens (i) the National Human Rights Commission to more effectively promote and protect human rights and (ii) civil society to promote and monitor Human Rights and provide legal aid.


Gendermainstreaming in SDC to support the implementation of the gender goals in the Agenda 2030 and the new message 2017-2020

01.01.2017 - 31.12.2020

Mit dem strategischen Ziel 7 in der Botschaft 2017-2020 bekräftigt die DEZA die Gleichstellung der Geschlechter als Schlüssel für Armutsreduktion und leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Genderziele der Agenda 2030. Thematische Prioritäten sind die Geschlechtergleichstellung in fragilen Kontexten sowie die Stärkung der ökonomischen und politischen Partizipation von Frauen. Wichtigste Massnahmen sind ein strategischer Politikdialog, Investition in Wissens-management und Gender Expertise sowie Capacity Building und Qualitätssicherung für verstärkte Wirkungsorientierung.  


Strengthening of Representative Bodies in Mongolia (SRB)

15.12.2016 - 31.12.2020

The project aims to make Mongolia’s sub-national local assemblies (khurals)[1] more responsive and accountable to citizens, ensuring youth participation and realising the rights of the poor and marginalised. A comprehensive capacity-development strategy will be implemented that addresses the legal and institutional environment, the organisational capacity of local councils and the competencies of locally elected politicians. Gender equality and pro-poor approaches are mainstreamed in the project’s design and in its results framework.

 

 

[1] Sub-national self-governing bodies/ local assemblies/local parliaments (khurals) = aimag khurals (21) and soum khurals (356)

 

 

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