Mali

Der Staatsstreich vom März 2012 und die darauffolgenden Konflikte zeigen, wie fragil Mali ist. Die DEZA unterstützt auch weiterhin die Entwicklungsbestrebungen im Land, um zu mehr Stabilität beizutragen. Dabei passt sie ihre Aktivitäten laufend an die Situation vor Ort an. Zu ihren Schwerpunktbereichen zählen neben Ernährungssicherheit auch Bildung und Lokalgouvernanz. Zudem leistet die Schweiz humanitäre Hilfe zugunsten der Binnenvertriebenen und stellt Experten im Bereich der Versöhung und Friedensförderung zur Verfügung.

Karte von Mali

Aufgrund der nach wie vor unsicheren Lage setzt die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit auf ein konfliktsensitives Projektmanagement. Dieser Ansatz scheint sich zu bewähren. Während andere internationale Geldgeber das Land verlassen mussten, konnte die Schweiz ihre Aktivitäten fortsetzen, weil sie ihre Arbeit an die politischen und sicherheitsrelevanten Bedingungen anpasste.

Mit der Präsidentschaftswahl vom 11. August 2013 kehrte Mali zur Verfassungsordnung zurück. Die Schweiz unterstützt die Wiederherstellung der staatlichen Institutionen auf nationaler und lokaler Ebene.

Ländliche Entwicklung

Erhöhung der Produktion dank neuer Infrastruktur

In Mali leben zwei Drittel der Bevölkerung auf dem Land. Sie steuern etwa einen Drittel zum BIP bei. Vor diesem Hintergrund unterstützt die DEZA Infrastrukturvorhaben, die eine Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktivität und der Einkommen ermöglichen:

  • Bau von Bewässerungsanlagen
  • Bau von Dämmen zum Schutz der Umgebung von Seen
  • Bau von Schotterpisten zwischen Städten und ländlichen Gebieten
  • Bau von Viehgehegen

Mit diesen Projekten soll die Wirtschaft in ländlichen Gebieten angekurbelt werden. Dabei wird darauf geachtet, dass Frauen besseren Zugang zu Grundbesitz erhalten. Ergänzt werden die Projekte durch sektorielle Budgethilfe, mit der die Übertragung von finanziellen Mitteln an dezentrale Behörden und die lokale Bevölkerung erleichtert wird.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Schul- und Berufsbildung

Anpassung des Angebots an die sozialen Herausforderungen

In Mali ist der Anteil der Kinder, die Zugang zur Grundschulbildung haben, immer noch gering. Etwa eine Million Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren geht nicht zur Schule. Die Hälfte der Kinder, die eingeschult werden, verlassen das Bildungssystem schon während der Primarschule. Die DEZA konzentriert sich auf die Verbesserung der Unterrichtsqualität. Sie setzt sich dafür ein, dass schulische Institutionen und lokale Akteure bei Bildungsentscheiden miteinbezogen werden.

Daneben wird die Entwicklung durch das tiefe Qualifikationsniveau der Arbeitnehmenden behindert. Deshalb unterstützt die DEZA den Aufbau eines Berufsbildungssystems, das auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts ausgerichtet ist. Dank dieser Unterstützung finden junge Männer und Frauen Stellen, die der lokalen Bevölkerung etwas bringen.

Grund- und Berufsbildung

Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Gouvernanz

Übertragung von Verantwortung an lokale Institutionen

Die Partizipation der Bürgerinnen und Bürger und der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen sowie die Pflicht der Amtsträger zur Rechenschaft gegenüber ihren Wählern sind Schlüsselthemen der DEZA in Mali. So unterstützt die DEZA Programme zur Förderung der Mitsprache der Bürgerinnen und Bürger bei Angelegenheiten, die sie direkt betreffen.

Mit konkreten Massnahmen zur Förderung der Institutionen und der Bürgerpartizipation soll die Lokalverwaltung verbessert werden. So beteiligt sich die DEZA an der Stärkung der Kapazitäten von lokalen Amtsträgern im Bereich Verwaltung und öffentliche Finanzen. Zudem unterstützt sie Programme zur Nutzung der lokalen Ressourcen und die Übertragung von Finanzkompetenzen an die lokale Verwaltung. Zur Verbesserung der Gouvernanz setzt sich die DEZA zum Beispiel dafür ein, dass die Rolle der traditionellen Würdenträger beim Aufbau der Demokratie anerkannt wird.

Anwaltschaft und gute Regierungsführung 

Humanitäre Hilfe und Förderung von Frieden und Sicherheit

Bedürfnisorientierte Unterstützung für Vertriebene

Zum Schutz und zur Unterstützung der Menschen, die durch den Konflikt im Norden des Landes vertrieben wurden, leistet die Schweiz humanitäre Hilfe. Dabei stehen die Bedürfnisse der Betroffenen im Vordergrund. Ein Teil der Vertriebenen ist in Mali geblieben, während andere in Nachbarländern Zuflucht gesucht haben.

Im Rahmen der Malikrise finanziert die Humanitäre Hilfe der Schweiz Partner vor Ort wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), das Welternährungsprogramm (WFP) und das Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR).

Die DEZA wird sich zudem für eine Erhöhung der Widerstandsfähigkeit gegen Ernährungskrisen einsetzen, die im Sahel und damit auch in Mali immer häufiger auftreten.

Daneben setzt sich die Abteilung Menschliche Sicherheit des EDA für die Förderung des Friedensdialogs in Mali ein, indem sie die Vermittlungsmission der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) unterstützt.

Katastrophenvorsorge, Nothilfe und Wiederaufbau 

Geschichte der Zusammenarbeit

Ausrichtung auf die realen Bedürfnisse der Bevölkerung

Mali ist seit 1977 ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit. Im Jahr 1980 eröffnete die DEZA ein Kooperationsbüro. Anfänglich engagierte sie sich im Umweltschutz, im Bau von Dorfbrunnen und im Gesundheitswesen. Nach und nach stellte die DEZA aber die Institutionen des Landes ins Zentrum ihrer Bemühungen und förderte die Mitwirkung der Bevölkerung bei der Festlegung von Prioritäten und der Umsetzung der Zusammenarbeit. Dank diesem Wandel konnten die Projekte immer besser an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasst werden.

Aktuelle Projekte

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Appui aux économies locales des collectivités de Youwarou et de Niafunké (PACY) Programme de Soutien aux Economies Locales du Delta intérieur du Niger (PSEL-DELTA)

01.07.2015 - 30.06.2019

Dans les régions du delta intérieur du Niger, au centre et au Nord du Mali, les populations rurales sont confrontées à des crises structurelles multiformes dont l’insécurité alimentaire. La DDC appuie les autorités locales avec des projets économiques dans les filières agricoles porteuses pour assurer la sécurité alimentaire et réduire la pauvreté d’au moins 150'000 personnes. En plus, elle accompagne les municipalités de cette zone dans la maitrise d’ouvrage du développement territorial et la gestion pacifique des ressources naturelles.

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Rule of Law - Democracy - Human rights
Agriculture and Food Security
Agriculture value-chain development
Decentralisation - local governance - democratization (incl. accountability)
Adaptation to the effects of climate change

01.07.2015 - 30.06.2019


CHF 9'445'000



Gute Schulen für alle Kinder in Mali

Kinder sitzen in einem Zelt an Schulbänken.

01.01.2014 - 31.12.2017

Die malische Regierung hat ihren Willen bekräftigt, einen Schwerpunkt auf die Verbesserung der Bildungsqualität zu legen. Die DEZA unterstützt die malische Regierung in zwei Bereichen: Verbesserung der Qualität der Primarschulen und Dezentralisierung des Bildungsangebots. Sie fördert zudem die Schaffung von Programmen für Schulabbrecher und für nomadische Bevölkerungsgruppen. 

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Bildung
Formale Grundschulbildung (Stufe Primarschule und untere Stufe Sekundarschule)
Bildungspolitik

01.01.2014 - 31.12.2017


CHF 9'900'000



Programme d’Appui à la Formation Professionnelle

01.01.2014 - 31.12.2017

Le marché du travail au Mali est caractérisé par une main d’œuvre peu qualifiée. Dans ce contexte, 300'000 jeunes arrivent chaque année sur ce marché sans compétences. L’offre de formation par domaine et/ou filière est en deçà des attentes du secteur productif. La formation professionnelle e 40'000 personnes dont 50% de femmes à l’horizon 2017, améliore la qualité des ouvrages et augmente la compétitivité des entreprises en contribuant à l’augmentation des revenus dans les régions prioritaires de la DDC et de la coopération danoise.

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Education
Agriculture and Food Security
Vocational training and skills development
Labor market development
Agriculture value-chain development

01.01.2014 - 31.12.2017


CHF 12'667'000



Contribution aux programmes d’investissement des collectivités territoriales pour le développement régional et local au Mali

01.10.2013 - 30.09.2017

Région la plus arrosée du Mali, Sikasso peine à assurer son rôle de grenier du pays. Le Conseil régional de Sikasso (CRS), avec l’aide de la DDC, veut surmonter ce paradoxe par un programme de coordination du développement local et de valorisation des potentialités agropastorales. Pour ce faire, elle entend renforcer le CRS dans la mise-en-œuvre du volet agro-pastoral de son plan stratégique de développement économique régional.

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Rule of Law - Democracy - Human rights
Agriculture value-chain development
Decentralisation - local governance - democratization (incl. accountability)
Rural infrastructure

01.10.2013 - 30.09.2017


CHF 5'300'000



Accompagnement des initiatives des organisations paysannes pour la sécurité alimentaire, la gestion des ressources naturelles et la promotion des exploitations familiales

01.05.2012 - 31.05.2017

La productivité des exploitations agricoles au Mali reste faible. Pour l’augmenter et pour assurer la sécurité alimentaire des populations concernées, les organisations paysannes réalisent un appui technique aux exploitations agricoles familiales et introduisent des innovations appropriées. Elles renforcent aussi les capacités d’approvisionnement, de gestion de stocks, de transformation et de commercialisation des produits agro pastoraux. Ces activités se réalisent dans les régions de concentration de la DDC au Mali, à Sikasso, à Mopti et à Tombouctou.

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Economy and Employment
Environment
Agricultural policy and regulatory frameworks (incl. trade)
Labor market development
Environment protection

01.05.2012 - 31.05.2017


CHF 4'000'000



Programme d’appui aux communes urbaines du Mali (PACUM)

01.01.2012 - 31.12.2017

Un des enjeux de la reconstruction du Mali se trouve dans la promotion de villes secondaires délivrant des services de base aux populations et redevables devant leurs citoyens. C’est l’objet de ce programme financé par la Banque Mondiale à hauteur de CHF 65’000'000. Sollicitée pour son savoir-faire en matière de développement local, la DDC apporte une contribution de CHF 18'200'000 (21% coût global) pour structurer la gouvernance à la base et soutenir les dotations d’investissement pour les villes de Koutiala et Tombouctou.

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Education
Agriculture and Food Security
Decentralisation - local governance - democratization (incl. accountability)
Rural infrastructure
Decentralisation - local governance - democratization (incl. accountability)
Rural infrastructure
Formal basic education (primary and lower secondary)

01.01.2012 - 31.12.2017


CHF 18'220'000



ACF-Solidarités : Amélioration de la Sécurité Alimentaire et Nutritionnelle dans les cercles de Tombouctou et de Goundam

15.06.2016 - 14.06.2017

Le contexte humanitaire de la région de Tombouctou se caractérise par des mouvements de populations, un taux de malnutrition élevé, un accès limité aux soins de santé et une sécurité fragile. A travers une réponse intégrée en sécurité alimentaire et nutrition avec un programme eau hygiène et assainissement, ce projet vise à améliorer les conditions de vie des populations vulnérables des Cercles de Tombouctou et de Goundam grâce à un appui monétaire au renforcement de leurs moyens de production et une amélioration de leur environnement sanitaire. 


Renforcement de la cohésion sociale et de la résilience des populations dans la region de Ménaka

01.06.2016 - 31.08.2017

Après la signature d'un accord de paix entre les groupes d'oppositionj armés et le gouvernement du Mali, et en dépit d'un contexte sécuritaire dtendu, un retour progressif des populations déplacées se fait remarqué. Dace à la défradation des conditions de vie et des moyens d'existence liée aux aléas climatiwues et au conflit, la capacité de résilience des populations d'est beaucoup affaiblie. Ce projet, dans sa deuxième phase, vise à renforcer les capacités des acteurs locaux à mieux prévenir et gérer les conflits communautaires, et adopter des stratégies de résilience face aux crises. 


Programme de développement social en milieu urbain (PDSU) Programme de développement économique local et de sécurité alimentaire à Koutiala

01.01.2016 - 31.12.2018

Le Programme Sigida Kura a permis d’améliorer les capacités de planification et de gestion des 37  collectivités territoriales du cercle de Koutiala qui ont réalisé des infrastructures permettant d’améliorer  la sécurité alimentaire dans le cercle, d’augmenter les revenus des producteurs et de créer plus de 230 emplois permanents. Avec cette dernière phase, la DDC poursuit son accompagnement aux collectivités territoriales qui mettent en place un cadre durable de leur développement économique local.


Programme d’Appui à l’Education non formelle

01.01.2015 - 31.12.2018

Classé 22ème sur 28 pays par l’indice de l’éducation pour tous au niveau africain, le Mali compte plus de 60% d’adultes analphabètes dont les 2/3 sont des femmes et environ 70% des jeunes de 15 à 24 ans ne savent ni lire, ni écrire, selon l’UNESCO. Ce programme permet de former et d’insérer plus de 10'000  jeunes et des adultes. Les résultats des nouvelles approches pédagogiques obtenus par le programme sont partagés au niveau central en vue de leur mise à l’échelle.


Partenariats pour l’exercice d’une gouvernance appropriée

01.01.2015 - 31.12.2018

Tirant les leçons de la crise de 2012-2013, le Mali veut se reconstruire à partir de ses régions en valorisant les diversités géographiques et sociales dans un pays uni. Dans cette démarche, la Suisse soutient les Conseils régionaux de Tombouctou et Mopti pour promouvoir l’économie des territoires d’une part et, d’autre part,  pour renforcer la société civile et les autorités traditionnelles en matière de redevabilité et de transparence. Ce programme est une mise à l’échelle des acquis du portefeuille gestion publique locale de la DDC à Sikasso. 


Réhabilitation du patrimoine culturel endommagé par le conflit au Nord du Mali

01.04.2014 - 31.05.2017

Suite à l’occupation des régions du Nord (Tombouctou, Gao et Kidal et une partie de la région de Mopti) par des groupes armés, le patrimoine culturel est gravement endommagé. Des mausolées sont détruits et une partie des manuscrits pillée, l’identité de ces régions touchée. La Suisse, à la suite de la visite du secrétaire d’Etat à Tombouctou, contribue sur deux ans à la remise en état du patrimoine culturel à travers le projet de l’UNESCO. Cette dynamique fédératrice participe à la revitalisation du tissu social et culturel du pays.

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