Kosovo

Die Schweiz unterstützt Kosovo bei der weiteren wirtschaftlichen und politischen Stabilisierung des Landes. Dabei legt sie den Fokus auf demokratische Regierungsführung, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Gesundheit, Wasser und Klimawandel. 

© EDA

Die Schweiz gehörte 2008 zu den ersten Ländern, die die Republik Kosovo anerkannt und diplomatische Beziehungen aufgenommen haben. Seither haben die beiden Länder eine vertrauensvolle Partnerschaft aufgebaut, die auf gegenseitigen Interessen beruht.

Kosovo hat erste Fortschritte bei der politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung erzielt. Einige Errungenschaften sind jedoch fragil, und es sind noch viele Herausforderungen zu bewältigen. So ist insbesondere die innenpolitische Lage durch Polarisierung geprägt. Das Land hat zwar wirtschaftliche Fortschritte gemacht, gehört aber nach wie vor zu den ärmsten in Europa. Das politische Engagement für den Umweltschutz war bisher relativ bescheiden.

Die Schweiz konzentriert ihre Unterstützung auf drei thematische Bereiche: demokratische Regierungsführung und Frieden, nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sowie Klimawandel, Wasser und Gesundheit. Zusätzlich werden bei allen Projekten Gleichstellungsaspekte berücksichtigt und eine gute Regierungsführung gefördert.

Demokratische Regierungsführung und Frieden

Förderung einer inklusiven und demokratischen Regierung

Die Schweiz führt einen politischen Dialog und trägt weiter zur Stärkung der institutionellen Kapazitäten zur Förderung der demokratischen Regierungsführung und der Menschenrechtsgrundsätze sowie der Konformität mit Antikorruptionssystemen bei. Sie setzt sich für eine Gesellschaft ein, in der Frieden und eine gestärkte demokratische Regierungsführung Frauen und Männern zugutekommen, in der die staatlichen Institutionen rechenschaftspflichtig sind und die Bevölkerung sich vermehrt am öffentlichen Leben beteiligt. Sie fördert die Inklusivität und die Verbesserung der Beziehungen zwischen den Gemeinschaften. Zudem unterstützt sie den Normalisierungsprozess mit Serbien.

Gute Regierungsführung

Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung

Menschenwürdige Arbeitsplätze und Zukunftsperspektiven

Die Schweiz trägt zu einem günstigen Geschäftsumfeld bei, indem sie Reformen unterstützt, die darauf abzielen, den Verwaltungsaufwand für Unternehmen zu verringern und die Transparenz von Geschäftsprozessen zu erhöhen. Dabei stehen digitale Lösungen im Vordergrund. Durch die Entwicklung von Unternehmensdienstleistungen und die Schaffung eines Ökosystems, das KMU und Start-ups hilft, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, werden robuste Marktsysteme gefördert, vor allem in der Landwirtschaft, im Tourismus und bei den IKT. Die Schweizer Zusammenarbeit unterstützt auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die es dem Privatsektor ermöglichen, zu wachsen und zusätzliche Arbeitsplätze und Einkommen zu schaffen.

Privatsektorentwicklung und Finanzdienstleistungen

Grund- und Berufsbildung

Klimawandel, Wasser und Gesundheit

Gesundheit und Nachhaltigkeit

Die Aktivitäten der Schweiz in den Bereichen Klimawandel, Wasser und Gesundheit zielen darauf ab, allen Menschen Zugang zu hochwertigen Dienstleistungen zu verschaffen und die Umwelt- und Lebensqualität zu verbessern.

Im Gesundheitsbereich konzentriert sich die Schweiz auf die medizinische Grundversorgung, integrierte Gesundheitsdienste und Gesundheitserziehung. Sie setzt sich für allgemein zugängliche und hochwertige Dienstleistungen und eine lückenlose Versorgung der Bevölkerung ein.

Im Wassersektor unterstützt die Schweiz laufende Reformen, insbesondere beim integrierten Ressourcenmanagement und bei der Abwasserreinigung. Dadurch sollen die Wasserressourcen effizienter genutzt und die aquatische Umwelt verbessert werden. Die von der Schweiz unterstützten Projekte tragen auch zur Anpassung an den Klimawandel bei und fördern erneuerbare Energien und Energieeffizienzmassnahmen.

Wasser

Klimawandel und Umwelt

Gesundheit

Querschnittsthemen

Gender Mainstreaming und gute Regierungsführung (einschliesslich sozialer Inklusion) fliessen systematisch in alle von der Schweiz unterstützten Programme/Projekte ein, gestützt auf fundierte Analysen und aufgeschlüsselte Daten.

Beim Gender Mainstreaming geht es in erster Linie darum, Frauen stärker in politische Prozesse einzubeziehen und ihre zivilgesellschaftliche Teilhabe zu fördern, die Beteiligung von Frauen am Erwerbsleben und an der Wirtschaft zu verbessern und den spezifischen Bedürfnissen von Frauen und Männern in den Bereichen Gesundheit sowie Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen gleichermassen gerecht zu werden.

Gute Regierungsführung, einschliesslich soziale Eingliederung und der Grundsatz, niemanden zurückzulassen, ist ebenfalls ein strategisches Ziel und ein Querschnittsthema bei der Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Institutionen und bei verschiedenen Prozessen (z. B. politischer Dialog im Bereich der Wasserpolitik). Die Grundsätze der guten Regierungsführung, insbesondere die Grundsätze der Transparenz und der Rechenschaftspflicht, sind feste Bestandteile der Schweizer Zusammenarbeit.

Migration

Migrationspolitik stärken

Die Migrationspartnerschaft bildet den Gesamtrahmen für den Dialog in diesem Bereich und die Weiterentwicklung der Migrationspolitik und des Migrationsmanagements, insbesondere in Bezug auf die Zuwanderung aus Drittländern. Die Schweiz unterstützt die Regierung von Kosovo weiterhin bei der Pflege der Beziehungen zur kosovarischen Diaspora, die ein Treiber des Wandels sein kann. Zudem setzt sie sich für eine wirksame Wiedereingliederung von zurückkehrenden Migrantinnen und Migranten ein.

Migration

Herangehensweise und Partner

Das Kooperationsprogramm 2022–2025 wird von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA/EDA), dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO/WBF) und der Abteilung Frieden und Menschenrechte (AFM/EDA) gemeinsam umgesetzt.

Wichtige Partner der Schweiz in Kosovo:

  • Nationale Partner: Ministerien und lokale Verwaltungen, Organisationen der lokalen Zivilgesellschaft
  • Schweizerische NGO, z. B. Helvetas, Swisscontact
  • Internationale Unternehmen
  • Multilaterale Organisationen, z. B. Weltbank, UNDP
  • Privatsektor und Thinktanks

Aktuelle Projekte

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Integrated Water Resources Management in Kosovo (IWRM-K)

01.05.2024 - 30.04.2029

Switzerland assists water sector related governments, civil society and private sector stakeholders in Kosovo in the development/implementation of a national integrated and sustainable water resources management framework. Support activities combined with capacity development and awareness building will contribute to enhanced conservation, protection, quality and equitable distribution of water resources. Thus the project also contributes to good governance, reduced risks of internal and transboundary water-related conflicts, the mitigation of climate change impact as well to enhanced the health of the population.


Civil Society for Democracy

01.01.2024 - 31.12.2028

Switzerland supports civil society in Kosovo – towards a strong and sustainable democracy actor, by contributing together with other development partners to the local re-granting scheme, administered by the Kosovo Civil Society Foundation (KCSF). Various types of grants (for activities, organisational strengthening, etc.) and capacity development enable improved organisational and financial capacities of Civil Society Organisations (CSOs), strengthened constituency relations and increased civic engagement in public affairs.


Women in Politics (WIP)

01.01.2023 - 31.10.2027

The project aims at contributing to increased gender equality in Kosovo by supporting key pathways for women to enter and remain in politics and governance leadership - at both national and municipal levels - and engage in gender responsive policies. SDC is joining - through delegated cooperation - a comprehensive programme of USAID ("Inclusive and Accountable Representation Activity ") by contributing to one of its three interrelated and complementary programme components.


Social Justice for Roma, Ashkali and Egyptians (SORAE)

01.01.2023 - 31.12.2025

The second phase of SORAE will continue to support Roma, Ashkali and Egyptians (R/A/E) on achieving equal human and economic rights. A range of cross sectorial interventions on fighting discrimination, improving housing, increasing school enrolment and employment will improve R/A/E’s socio-economic inclusion – with special focus on children, youth and women.


Decentralization and Municipal Support (DEMOS III)

01.01.2022 - 31.12.2025

DEMOS III will consolidate achievements of decentralised governance in the areas of policy framework and municipal performance. A grant mechanism rewarding municipalities for their good governance practices will be institutionalised with the aim to offer better quality services to citizens. The Association of Kosovo Municipalities (AKM) will strengthen its advocacy role and citizens will be engaged in the oversight. Funds will be pooled by Switzerland, Sweden, Norway, the EU and the Government of Kosovo.  


Promoting Private Sector Employment (PPSE)

16.11.2021 - 15.11.2025

The last phase of PPSE will continue to help enterprises in the Food and Natural Ingredients (FNI) and tourism sectors grow through increasing competiveness, product diversification and improving access to markets, thus creating jobs in Kosovo, with focus on women and minorities. Further, by improving sector coordination, PPSE improves public-private dialogue and achieves sustainable results.


Enhancing Youth Employment (EYE)

01.01.2021 - 31.12.2024

In order to contribute to the better employment perspectives for young women and men in Kosovo, the Enhancing Youth Employment project will focus its support in its last phase on improving technical and soft skills for young people through promoting non-formal training solutions. At the same time, it will facilitate the improvement of career guidance services and the labour market information system that would in turn contribute to better informed career choices for young people in Kosovo.


IHS - Integrated Health Services

01.01.2021 - 31.10.2026

The Integrated Health Services project aims at improving the availability, quality and continuity of care for patients with non-communicable diseases by strengthening related clinical, managerial and governance processes in the General Hospitals of Gjakova and Peja. IHS enhances coordination and referral between primary and secondary levels of care, and at national level, it supports stakeholders to develop and implement a policy framework that fosters patient-centred integrated care.


Investment Council Project in Albania and Kosovo (EBRD)

01.01.2023 - 31.12.2026

The EBRD Investment Council Project in Albania and Kosovo (2023-26) supports the improvement of the investment climate and economic policies in the two Western Balkan countries. It does so by providing technical assistance and fostering a more effective policy dialogue between the public and private sector.


Global Financial Infrastructure Programme, Phase II

01.07.2022 - 30.06.2027

The Global Financial Infrastructure Programme fosters financial inclusion of individuals and responsible access to finance for SMEs through financial infrastructure reforms in SECO and SDC partner countries. It focuses on strengthening credit information systems, secured transaction reforms, as well as insolvency and debt resolution.


Climate resilience in the water sector of Kosovo

01.01.2022 - 31.12.2028

Kosovo is very vulnerable to climate-change impacts in the water sector. It is almost uniquely dependent on internal water resources. While the access and quality of water services has improved considerably, the sector is characterized by high levels of non-revenue water and energy consumption as well as limited capacities related to these topics.


Improving the District Heating in Gjakova, Kosovo

01.01.2020 - 13.12.2023

The Gjakova Municipality approached SECO for support in improving the performance of the DH Company. This improvement includes increasing the DH company’s administrative, operational and financial capacities, but also the energy efficiency of the municipal DH, including the network, and the Regional Hospital.

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