Serbien

Die Schweiz unterstützt Serbien auf dem Weg zur europäischen Integration, indem sie einen Beitrag zur Demokratisierung des Landes, zur Stärkung seiner Wirtschaft und zur sozialen Integration benachteiligter Gruppen leistet. Sie bietet Unterstützung in den Bereichen lo­kale Gouvernanz, wirtschaftliche Entwicklung, Energieeffizienz und erneuerbare Energien.

Karte von Serbien
© EDA

Die hohe Arbeitslosigkeit, die grosse Staatsverschul­dung und der überdimensionierte öffentliche Sektor sind eine grosse Herausforderung für Serbien. Nach den internationalen Sanktionen und den NATO-Luftangriffen von 1999 litten die Wirtschaft und die Infrastruktur Serbiens, vor allem die Industrie, wäh­rend Jahren. Die vielen staatlichen Unternehmen be­einträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit und hem­men die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Schätzungen zufolge macht die Schattenwirtschaft heute 30 % des BIP aus. Serbien bewirbt sich um eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Die Beitrittsverhandlungen dürften die politischen, wirt­schaftlichen, sozialen und ökologischen Reformen des Landes beschleunigen.

Demokratie, Dezentralisierung und lokale Gouvernanz

Die Schweiz begleitet den von der serbischen Regie­rung eingeleiteten Dezentralisierungsprozess. Ziel ist es, die Kapazitäten der lokalen Behörden zu stärken sowie die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen für die Bevölkerung, insbesondere für benachteiligte Gruppen, zu steigern. Die Schweiz unterstützt die lokalen Behörden, Transparenz und Rechen­schaftspflicht gegenüber der Zivilgesellschaft sowie die Regierungsführung des Landes in wirtschaft­licher und finanzieller Hinsicht zu verbessern.

Staats- und Wirtschaftsreformen

Wirtschaftsförderung

In den unterentwickelten Regionen Serbiens hilft die Schweiz kleinen und mittleren Unternehmen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, und fördert die Integration von Frauen und jungen Menschen in den Arbeitsmarkt. Die Schweiz setzt sich für besse­re Rahmenbedingungen für die Privatwirtschaft ein, damit Arbeitsplätze geschaffen werden. Zu diesem Zweck erleichtert sie den Zugang zu Finanzmitteln, unterstützt Massnahmen zur Erhöhung der Produktivität und fördert die Ausfuhr serbischer Güter und Dienstleistungen. Ausserdem unterstützt die Schweiz Reformen im Bereich des öffentlichen Finanzwesens und der Finanzmärkte und trägt damit zur Stabilität des makroökonomischen Umfelds in Serbien bei.

Privatsektorentwicklung und Finanzdienstleistungen

Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Die Erhöhung der Energieeffizienz und die Verwen­dung erneuerbarer Energien sind nicht nur notwen­dig, um die Luftqualität zu verbessern und die CO2-Emissionen zu senken, sondern bilden auch eine Voraussetzung für den EU-Beitritt. Die Schweiz inves­tiert in die serbische Energieinfrastruktur und fördert die Produktion von erneuerbarer Energie, namentlich Energie aus Biomasse. Sie unterstützt unter anderem den Bau eines Fernwärmenetzes und die Einführung einer langfristigen Energieplanung und setzt sich für eine Verbesserung der beruflichen Kompetenzen auf lokaler Ebene ein.

Energieversorgung

Migration

Die DEZA und das SECO setzen die Migrations­partnerschaften Schweiz-Westbalkan 2012–2015 in enger Zusammenarbeit mit dem Staatssekretariat für Migration (SEM) um. Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen von Roma und anderen sozi­al benachteiligten Gruppen. Durch Projekte in den Bereichen Bildung und Wohnqualität mindert die Schweiz den Druck zur Auswanderung. Sie hilft auch Migrantinnen und Migranten, die sich zur Rückkehr nach Serbien entschlossen haben, und unterstützt die serbische Regierung allgemein bei der Bewälti­gung der Migration.

Migration

Herangehensweise und Partner

Die Schweiz koordiniert ihre Transitionszusammenarbeit eng mit den örtlichen Behörden, anderen Geberländern und internationalen Organisationen wie der EU, der UNO und den Internationalen Finanzinstitutionen (IFI). Alle Programme der Schweiz integrieren die Prinzipien der guten Regierungsführung und der Gleichberechtigung.

Wichtige Partner der Schweiz in Serbien sind:

  • Ministerien, Stadt-und Gemeindebehörden, nationaler Gemeindeverband
  • Schweizer NGO: Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz (HEKS) in enger Zusammenarbeit mit einer lokalen Organisation (EHO)
  • Bilaterale und multilaterale Partner: EU, Deutschland, Weltbank und Internationaler Währungsfonds (IWF), Welthandelsorganisation (WTO), Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), UNDP, UNICEF, Büro der Vereinten Nationen für Projektdienste (UNOPS), Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Geschichte der Zusammenarbeit

Von der Humanitären Hilfe zur Transitionsunterstützung

In Übereinstimmung mit dem aussenpolitischen Ziel, den Frieden und die Stabilität in Südosteuropa zu stärken, ist die DEZA seit 1991 in Serbien aktiv. Vom Beginn der Zusammenarbeit bis zum Ende der Konflikte im Oktober 2000 leistete die DEZA vorwiegend humanitäre Hilfe in Serbien. Von 2001 bis heute haben DEZA und SECO mehrere langfristige Programme zur Transitionsunterstützung durchgeführt.

Dokumente

Aktuelle Projekte

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Soziale Integration von Roma-Kindern beginnt in der Schule

Eine Gruppe Roma-Kinder beim Basteln in der Schule.

15.06.2013 - 31.05.2018

In Serbien wie auch in anderen Ländern Osteuropas haben nicht alle Kinder die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Die DEZA setzt sich in Serbien seit 2004 dafür ein, dass Roma-Kinder und Kinder mit Behinderungen besser in Vor- und Primarschulen integriert werden. Je früher die Ausgrenzung besonders benachteiligter Menschen bekämpft wird, desto grösser sind später ihre Chancen, sich in die Gesellschaft zu integrieren.

Land/Region Periode Budget
Serbien

15.06.2013 - 31.05.2018


CHF 8'460'000



Roma beteiligen sich an der Verbesserung ihrer Lebenssituation

Eine Roma-Familie baut Mauern für ihr Haus.

01.05.2013 - 31.12.2017

Roma leben in Serbien unter schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. 60% dieser Bevölkerungsgruppe werden als «sehr arm» eingestuft. In vielen Roma-Siedlungen leben die Menschen in beengten Verhältnissen, mit einer schlechten Infrastruktur und unter ungenügenden hygienischen Bedingungen. Das Projekt hat zum Ziel, die Lebensbedingungen der Roma in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Einkommen zu verbessern sowie ihre Rechte zu gewährleisten und zu stärken.

Land/Region Thema Periode Budget
Serbien
Rechtsstaatlichkeit - Demokratie - Menschenrechte
Gesundheit
Bildung
Dezentralisierung - Lokale Gouvernanz - Demokratisierung (inkl. Rechenschaftspflicht)
Bildungspolitik
Stärkung des Gesundheitswesens
REGIERUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT
BILDUNG
GESUNDHEIT
Dezentralisierung / Lokale Gouvernanz / Demokratisierung (inkl. Rechenschaftspflicht)
Politik und Verwaltung im Bildungsbereich
Politik und Verwaltung im Gesundheitswesen

01.05.2013 - 31.12.2017


CHF 4'538'000



Private Sector Development in South-West Serbia

01.06.2017 - 31.05.2022

The Private Sector Development (PSD) South-West Serbia Programme supports the development of more inclusive, equitable and non-discriminatory market systems, through interventions in the sectors of traditional products (raspberry and honey) and tourism. This will provide rural population and specifically young people and women, access to employment and income opportunities, as well as improved access to finance, social benefits and know-how.


Municipal Economic Development in Eastern Serbia

01.05.2017 - 30.04.2021

The Project will scale up successful experience of property tax collection to 1/3 of Serbian municipalities. The municipalities will be able to increase own revenue and use it to fund services and communal intrastructures for citizens and businesses. lmproved taxation will also lead to a better interaction between citizens and local governments on investment priorities. Policy dialogue will work on simplifying local government tax laws and making them fairer and more transparent.


Caritas Schweiz (Kredit Ost)

01.01.2017 - 31.12.2018

La stratégie de coopération internationale 2020 de Caritas s’intitule « End Poverty ». Pour y contribuer Caritas Suisse s’engage en faveur de la justice sociale et de la dignité humaine dans 40 pays avec 250 projets. Le programme de Caritas considère trois aspects dans son programme qui permettent la durabilité du développement humain: couvrir les besoins de base, promouvoir la résilience et créer des opportunités d’égalité en améliorant l’équité. Dans sa conception, Caritas considère la coopération au développement et l’aide humanitaire comme intégrées dans une seule démarche.


Helvetas Swiss Intercooperation (Kredit Ost)

01.01.2017 - 31.12.2018

Helvetas s’engage avec ses partenaires pour un développement librement déterminé de personnes et de communautés défavorisées dans les pays en développement et apporte une aide à s’aider par soi-même. Helvetas favorise l’accès équitable aux ressources vitales et la protection des droits sociaux, économiques, politiques, environnementaux et culturels.


Solidar Suisse (Kredit Ost)

01.01.2017 - 31.12.2018

Solidar Suisse oriente son programme de développement sur les besoins et les droits des personnes vulnérables et défavorisées dans les pays les plus pauvres et dans les pays émergents et en transition où les inégalités sont profondes. Solidar Suisse développe des programmes qui renforcent les mouvements sociaux et promeuvent l’intégration active de la société civile dans les processus politiques. Le « travail décent » est devenu l’élément phare de Solidar Suisse qui a développé une véritable expertise dans cette thématique.


Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK) / Swiss Red Cross (SRC) (Kredit Ost)

01.01.2017 - 31.12.2018

The SRC’s overall goal is to contribute to healthy and safe living for vulnerable groups and communities. Since access to quality health care services remains a key factor for good health, the SRC promotes both supply and demand side of local health systems. As healthy living also depends on the environment, SRC focuses on health determinants such as water, sanitation, nutrition and health literacy. Adressing risks and disasters, SRC programmes encompass disaster risk reduction measures and foster community resilience.


Brot für alle / Pain pour le prochain (Kredit Ost)

01.01.2017 - 31.12.2018

En tant qu’organisation de développement des églises protestantes suisses, Pain pour le Prochain a le mandat d’informer et de former, de s’engager dans la politique de développement et d’assurer la qualité. Pain pour le Prochain et les onze œuvres partenaires forment une communauté de coopération (KoGe)[1] qui est un réseau d’apprentissage avec des objectifs spécifiques. Ce réseau permet notamment de joindre le travail de politique de développement en Suisse et le travail au Sud. Son objectif commun est de contribuer à une transformation du système et des comportements économiques, sociaux, politiques et écologiques.

 

[1] Les œuvres sont les suivantes : Pain pour le prochain, cfd (Christlicher Friedensdienst), Mission 21, International Blue cross, Connexio, DM-échange et mission, Heilsarmee, Horyzon, MEB-handicap visuel, SME (service de missions et d’entraide) , Tear Fund Schweiz, HEKS 


Social lnclusion and lmprovement of Living Conditions for Roma and other Vulnerable Groups in Serbia

01.12.2016 - 31.12.2018

This project, being a part of the broad HEKS-EHO program, defines an innovative approach to tackle access to quality education and improving of housing conditions of Roma. Through the dweller driven housing model, the project is upgrading the substandard Roma settlements, providing better living conditions for Roma. By institutionalisation of Roma teacher‘s assistants in education, it assists in enrollment and higher attainment of Roma pupils and skills increase of Roma adults, contributing to a more sustainable integration of Roma.


Strengthening Oversight Function and Transparency of the Parliament

01.11.2015 - 31.10.2019

To benefit Citizens whom they represent, parliamentarians have an important stake in law making including accurate consultation mechanisms. Equally important is their oversight function over the executive's expenditures. Also, the representation of Citizens as per their political power and regional affiliation reflects important features of an effective parliament. The intervention will address identified shortcomings both in the National Assembly as well as in local assemblies of Serbia, thus enhancing their democratic legitimation.


From Education to Employment (E2E): Youth Skills Development and Public Private Partnership

01.04.2015 - 31.12.2019

One of the most challenging problems and a key concern of the Government of Serbia is high youth unemployment (51%). With the EU Accession negotiations, a new strategic dialogue on employment and social issues has been launched. The Government of Serbia has invited Switzerland to support the dual VET reform in Serbia. The E2E program aims to assist the development of a system of tailor made youth employment policies and measures to stimulate employment prospects through public private partnerships.

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