Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Ein Bauer arbeitet auf einem Maisfeld in Nicaragua
Auf dem Land ist die Landwirtschaft häufig nach wie vor die einzige Erwerbsmöglichkeit. © DEZA

Weltweite Ernährungssicherheit und Förderung nachhaltiger Landwirtschaftssysteme, die dazu beitragen, sind globale Herausforderungen. Die DEZA unterstützt Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bei der schonenden Nutzung der natürlichen Ressourcen, im Umgang mit sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen sowie den Auswirkungen des Klimawandels.

Die DEZA setzt sich für die Erfüllung des Menschenrechts auf angemessene Ernährung ein. Sie unterstützt Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bei der nachhaltigen Produktion, Lagerung und Vermarktung ihrer Produkte sowie bei der stetigen Anpassung an die sich verändernden Bedingungen. Ebenso macht sie sich für bedürfnisorientierte Forschungs- und Beratungssysteme stark.

Die DEZA unterstützt spezifisch Frauen, damit sie einen gleichberechtigten Zugang zu Wissen, produktiven Ressourcen und Märkten erhalten.

Laut dem Internationalen Agrarentwicklungsfonds (International Fund for Agricultural Development, IFAD) leben ca. 70% der Armen in ländlichen Gebieten, arbeiten oft in einem Kleinbetrieb und haben die Landwirtschaft als Haupteinnahmequelle.

Zugang zu Nahrung

Das Recht auf angemessene Ernährung mit Nahrungssystemen umsetzen, die arme und schwache Bevölkerungsschichten nicht ausschliessen.

Landwirtschaftliche Produktion und Vermarktung

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie ihre Organisationen unterstützen, damit sie nachhaltig Nahrungsmittel produzieren, lagern und vermarkten können.

Landgouvernanz

Den Zugang zu Land und natürlichen Ressourcen gerecht regeln; Grundsätze erarbeiten, die die Selbstständigkeit ländlicher Gemeinschaften fördern

Biodiversität

Die Vielfalt der Nutzpflanzen erhalten und Saatgutsysteme verbessern – das Wissen der lokalen Bevölkerung ist dabei zentral

Desertifikation verhindern

Die Fruchtbarkeit der Böden schützen und erhalten, z.B. mit Weiden- und Waldnutzungsplänen

Nahrungsmittelhilfe

In Konflikten, Krisen und Katastrophen die Grundversorgung von Menschen mit Lebensmitteln und anderen Gütern und Diensten sicherstellen

Dokumente

Aktuelle Projekte

Objekt 1 – 12 von 146

Vom Krieg vertriebene Bäuerinnen und Bauern erarbeiten sich eine wirtschaftliche Perspektive

Marktsituation in Darfur im Sudan.

01.04.2016 - 31.12.2017

Seit über 13 Jahren herrschen im Sudan schwere Konflikte, die die Menschen zur Flucht zwingen und ihre wirtschaftlichen Grundlagen zerstören. Die DEZA unterstützt ein Wiederaufbauprogramm der UNO im Sudan, mit dem unter anderem die wirtschaftliche Situation von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern verbessert wird.

Land/Region Thema Periode Budget
Sudan
Humanitäre Hilfe
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Wiederaufbau und Wiedereingliederung
Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten

01.04.2016 - 31.12.2017


CHF 1'000'000



Appui aux économies locales des collectivités de Youwarou et de Niafunké (PACY) Programme de Soutien aux Economies Locales du Delta intérieur du Niger (PSEL-DELTA)

01.07.2015 - 30.06.2019

Dans les régions du delta intérieur du Niger, au centre et au Nord du Mali, les populations rurales sont confrontées à des crises structurelles multiformes dont l’insécurité alimentaire. La DDC appuie les autorités locales avec des projets économiques dans les filières agricoles porteuses pour assurer la sécurité alimentaire et réduire la pauvreté d’au moins 150'000 personnes. En plus, elle accompagne les municipalités de cette zone dans la maitrise d’ouvrage du développement territorial et la gestion pacifique des ressources naturelles.

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Rule of Law - Democracy - Human rights
Agriculture and Food Security
Agriculture value-chain development
Decentralisation - local governance - democratization (incl. accountability)
Adaptation to the effects of climate change

01.07.2015 - 30.06.2019


CHF 9'445'000



Mikroversicherungen für Reisbauern in Asien

Arbeit in den Reisfeldern in Indien

01.05.2015 - 30.04.2018

RIICE ist der Name eines Entwicklungsprojekts, das in Partnerschaft zwischen öffentlichen und privaten Kapitalgebern realisiert wird und technologische Innovation mit einer Ernteversicherung kombiniert. Ziel des Projekts ist es, mit einer Mikroversicherung gegen Ernteausfälle die Nahrungssicherheit zu verbessern und mit fortschrittlicher Satellitentechnologie bessere Ernteprognosen zu liefern. Millionen von kleinen Reisbauern in Asien sollten von diesem innovativen Projekt profitieren.

Land/Region Thema Periode Budget
Asien
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Wirtschaft und Beschäftigung
Landwirtschaftliche Produktion (inkl. Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen)
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)

01.05.2015 - 30.04.2018


CHF 3'620'000



Menschen ernähren – dem Planeten Sorge tragen

Zwei Frauen und ein Mann sitzen auf einen Podium. Sie nehmen an einer Diskussionsrunde in Senegal zur Ausarbeitung politischer Massnahmen zur Förderung der Nachhaltigkeit im Landwirtschaftssektor teil.

01.12.2014 - 31.12.2017

Die DEZA und die Schweizer NGO Biovision führen ein gemeinsames Projekt für eine nachhaltigere Landwirtschaftspolitik auf nationaler und internationaler Ebene durch. Unter anderem werden Politiken in Senegal, Kenia und Äthiopien entwickelt, die eine nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssicherheit für alle anstreben.

Land/Region Thema Periode Budget
Weltweit
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Politik und Regelungen im Landwirtschaftsbereich (inkl. Handel)
Landwirtschaftliche Produktion (inkl. Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen)

01.12.2014 - 31.12.2017


CHF 1'550'000



Pflanzenkliniken und -ärzte für weniger Ernteverluste

Farmer in einer Pflanzenklinik in Peru

01.01.2014 - 31.12.2017

Das Plantwise Programm will Ernteverluste reduzieren, um die Ernährungssicherheit armer ländlicher Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Dezentrale, gemeindebasierte «Pflanzenkliniken»helfen Landwirten, Pflanzenschädlinge und -krankeiten frühzeitig zu erkennen und sie zu bekämpfen. Das von der DEZA unterstützte Programm arbeitet zurzeit in 34 Ländern auf allen Kontinenten und erreicht bereits zwei Millionen Bäuerinnen und Bauern weltweit.

Land/Region Thema Periode Budget
Weltweit
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Landwirtschaftliche Produktion (inkl. Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen)
Landwirtschaftliche Forschung und Innovation

01.01.2014 - 31.12.2017


CHF 8'750'000



Programme d’Appui à la Formation Professionnelle

01.01.2014 - 31.12.2017

Le marché du travail au Mali est caractérisé par une main d’œuvre peu qualifiée. Dans ce contexte, 300'000 jeunes arrivent chaque année sur ce marché sans compétences. L’offre de formation par domaine et/ou filière est en deçà des attentes du secteur productif. La formation professionnelle e 40'000 personnes dont 50% de femmes à l’horizon 2017, améliore la qualité des ouvrages et augmente la compétitivité des entreprises en contribuant à l’augmentation des revenus dans les régions prioritaires de la DDC et de la coopération danoise.

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Education
Agriculture and Food Security
Vocational training and skills development
Labor market development
Agriculture value-chain development

01.01.2014 - 31.12.2017


CHF 12'667'000



Wirtschaftliche Perspektiven für junge Menschen in ländlichen Gebieten

Bauern werden in der vertikalen Pflanzung von Tomaten geschult – eine Technik, welche die Produktion verdoppeln wird. ©DDC

01.01.2013 - 30.06.2017

Das Projekt der DEZA im ländlichen Bezirk von Aswan in Ägypten hat das Ziel, die wirtschaftlichen Perspektiven von jungen Frauen und Männern zu verbessern. Die DEZA fördert Unternehmen in den Bereichen Landwirtschaft, Viehwirtschaft und Fischerei und schafft damit neue Arbeitsstellen. Dadurch erhalten junge Leuten eine Alternative zur Abwanderung in städtische Zentren.

Land/Region Thema Periode Budget
Ägypten
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Bildung
Wirtschaft und Beschäftigung
Förderung des Arbeitsmarkts
Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten
Berufsbildung und Fertigkeitentraining

01.01.2013 - 30.06.2017


CHF 5'020'000



Marktorientierte landwirtschaftliche Ausbildung

01.01.2013 - 31.12.2018

Der georgische Landwirtschaftssektor leidet unter dem schlechten Berufsbildungssystem. Das vorliegende Projekt stärkt die Kompetenzen der Berufsbildungseinrichtungen und Beratungszentren und gewährleistet den Landwirten und den verschiedenen Marktteilnehmern in Georgien damit qualitativ gute Dienstleistungen. Langfristig können die landwirtschaftlichen Kleinbetriebe dank der Verbesserung der Produktivität und der Beschäftigungschancen höhere Einkommen erzielen.

Land/Region Thema Periode Budget
Georgien
Wirtschaft und Beschäftigung
Bildung
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Landwirtschaftliche Produktion (inkl. Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen)
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)

01.01.2013 - 31.12.2018


CHF 6'547'000



Mit Biotreibstoffen gegen die Energiekrise

Bauer Fernando vor einem Tank (Fermenter) zur Gewinnung von Biogas aus Gülle (Gemeinde Calimete, Provinz Matanzas)

01.04.2012 - 31.05.2017

Die Gewinnung von Agrotreibstoff geht nicht zwangsläufig zulasten der Nahrungsmittelproduktion und damit der Ernährungssicherheit. Beide Ziele lassen sich kombinieren. Dies beweist ein DEZA-Projekt in Kuba: Im Juli 2012 ist in Guantanamo eine Anlage in Betrieb genommen worden, die Jatrophasamen zu Biodiesel verarbeitet. Im Rahmen des Schweizer Biomassen-Projekts kommen sechs kubanische Gemeinden in den Genuss billiger, erneuerbarer und zuverlässiger Energie.

Land/Region Thema Periode Budget
Kuba
Landwirtschaft und Ernährungssicherheit
Umwelt
Milderung der Auswirkungen des Klimawandels
Förderung von landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten

01.04.2012 - 31.05.2017


CHF 5'215'000



Programme d’appui aux communes urbaines du Mali (PACUM)

01.01.2012 - 31.12.2017

Un des enjeux de la reconstruction du Mali se trouve dans la promotion de villes secondaires délivrant des services de base aux populations et redevables devant leurs citoyens. C’est l’objet de ce programme financé par la Banque Mondiale à hauteur de CHF 65’000'000. Sollicitée pour son savoir-faire en matière de développement local, la DDC apporte une contribution de CHF 18'200'000 (21% coût global) pour structurer la gouvernance à la base et soutenir les dotations d’investissement pour les villes de Koutiala et Tombouctou.

Land/Region Thema Periode Budget
Mali
Education
Agriculture and Food Security
Decentralisation - local governance - democratization (incl. accountability)
Rural infrastructure
Decentralisation - local governance - democratization (incl. accountability)
Rural infrastructure
Formal basic education (primary and lower secondary)

01.01.2012 - 31.12.2017


CHF 18'220'000



Inclusive territorial economic development in the Muskitia region

01.04.2021 - 31.12.2028

The Muskitia indigenous region requires strategic changes that favour inclusive economic development and reduce violent conflict over land use and maritime resources. For this reason the program strengthens territorial governance, improves the business climate and increases access to services. This includes supporting 8 of the 12 territorial councils in stimulating productive sector value chains such as cocoa, fish, and basic grains that generate employment and income for 10,000 families and consolidate indigenous businesses.


Resilience for Pastoralist Communities in Northern Kenya

01.08.2020 - 31.07.2025

Pastoralism is a millennia old livelihood strategy adapted to the marginal and harsh environ-ments of Arid and Semi-Arid Lands (ASAL). In order to support pastoralists, this programme contributes to strengthening public and private institutions in the water and livestock sectors, putting policy frameworks in place to ensure efficient county-wide and cross-border water and rangeland management systems, and to increase access to water and pasture.

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