Tschad

Armutsbekämpfung sowie Frieden und Stabilität sind Hauptziele der schweizerischen Aussenpolitik im Tschad. Ursachen der Fragilität sind dabei konkrete Ansatzpunkte. Die Förderung der Bereiche Gesundheit, Bildung und Landwirtschaft hat für die DEZA Priorität in diesem Land. Zudem bietet die DEZA den von Krisen heimgesuchten Bevölkerungsgruppen Schutz und Unterstützung.

Karte von Tschad

Trotz Rückkehr zum zivilen Frieden und hoher Öleinnahmen bleibt der Tschad ein fragiler Staat mit einer hohen Armutsrate. Die Regierungsführung ist stark zentralisiert und die Räume für einen politischen Dialog und eine Bürgerbeteiligung sind eingeschränkt. 2011 lebte nahezu die Hälfte der Bevölkerung von weniger als 1.30 USD pro Tag.

Mehr als drei Viertel der Erwerbsbevölkerung sind im Landwirtschaftssektor tätig. Dieser Sektor sieht sich zunehmend mit Produktionsschwierigkeiten konfrontiert (Klimawandel, Verschlechterung der Bodenqualität, demografischer Druck). Der Zugang zu einer qualitativ guten Gesundheitsversorgung und Bildung ist aufgrund ineffizienter und qualitativ unzureichender Dienstleistungen generell eingeschränkt.

Die Schweiz unterstützt im Tschad den Aufbau von leistungsfähigen Gesundheits-, Bildungs- und Produktionssystemen (Landwirtschaft, Viehzucht). Sie setzt sich ebenfalls für die Wiederherstellung des Vertrauens der Bürgerinnen und Bürger in den Staat ein und ist bestrebt, auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene zu handeln. In den Bereichen Entwicklung, humanitäre Hilfe und Friedenspolitik sollen ergänzende Massnahmen durchgeführt werden.

Gesundheit

Reduktion der Morbidität und Mortalität

Die DEZA hilft dem tschadischen Staat beim Aufbau eines landesweiten Systems zur Deckung der Gesundheitsbedürfnisse. Sie unterstützt die Schaffung von Krankenversicherungen und will in zwei Bezirken des Tschad die Organisation und die Leistungsfähigkeit der Dienste verbessern. Der Zugang zu Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung sowie die Verbesserung der Hygienepraxis sind ebenfalls wichtige Aktivitäten der DEZA in diesem Land.

Bessere Qualität der Gesundheitsversorgung

In den Einsatzgebieten der DEZA sind die Konsultationen in den Gesundheitszentren um die Hälfte angestiegen, die Qualität der Versorgung hat sich ebenfalls verbessert, was spürbare Auswirkungen auf die Gesundheit von Müttern und Kindern hat. Bis 2016 will die DEZA eine transparente, effiziente und partizipative Verwaltung des Gesundheitssektors aufbauen. Weitere Ziele sind die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit und der Prävalenz der Durchfallerkrankungen, die Kontrolle von Epidemien (Kinderlähmung, Hirnhautentzündungen und Masern) sowie die Verbesserung der Immunisierung.

Gesundheit

Bildung

Verbesserung der Bildungsqualität

Die DEZA beteiligt sich aktiv am politischen Bildungsdialog. Sie setzt sich für eine Verbesserung der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften ein, unterstützt die Führung und Beaufsichtigung der Schulen und schafft bessere Lernbedingungen. Mit ihrer Hilfe werden angepasste und innovative Bildungsangebote entwickelt.

Ermutigende Ergebnisse

Dank der DEZA konnten in den Gebieten, die bisher über keine schulischen Einrichtungen verfügten, ungefähr 59`000 Schülerinnen und Schüler, davon fast die Hälfte Mädchen, eingeschult werden. Zudem wurden mehr als 6000 Erwachsene alphabetisiert. Ab 2014 will die DEZA die Qualität der Grundbildung für Mädchen und Buben in zwei Schwerpunktregionen des Tschad verbessern und die Alphabetisierung der Erwachsenen fördern.

Bildung

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Diversifizierung der Produktion und Verbesserung der Einkommen ländlicher Haushalte

Die DEZA setzt sich dafür ein, dass die Kenntnisse und die Verwaltung der Wasserressourcen im Tschad verbessert und die periodisch überfluteten Talsohlen bewirtschaftet werden. Sie engagiert sich für die Wiedereinführung des Saatgutsystems, die Förderung der Wirtschaftszweige Karité-Nüsse, Erdnüsse und Gemüse sowie für die Erhaltung der Weideviehzucht.

Instandgesetzte Schotterpisten und ausgebaute Wasserläufe

Dank der Instandsetzung von 1000km ländlichen Schotterpisten und dem Ausbau von Wasserläufen konnte der Nordosten des Tschad besser erschlossen und die landwirtschaftliche Produktion erhöht werden. Die Unterstützung der DEZA sollte es ermöglichen, die Einkommen und damit auch die Ernährungssicherheit der Bauernfamilien zu verbessern.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Humanitäre Hilfe

Unterstützung für vertriebene Personen

Im Tschad gibt es immer noch hunderttausende Flüchtlinge (vor allem aus Darfur) und Binnenvertriebene. Der Schutz von Zivilpersonen stellt somit nach wie vor eine grosse humanitäre Herausforderung dar. Die schweizerische humanitäre Hilfe leistet einen Beitrag zu den internationalen Bemühungen, den von Krisen betroffenen Bevölkerungsgruppen Hilfe und Schutz zu bieten. Dabei stehen nachhaltige Lösungen für vertriebene Bevölkerungsgruppen und Gastgemeinschaften im Mittelpunkt. Zur Bekämpfung von Epidemien werden vermehrt Impfkampagnen durchgeführt. Zudem wird die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung erhöht, um Nahrungsmittelkrisen und Notlieferungen vorzubeugen.

Geschichte der Zusammenarbeit

Über 40 Jahre Unterstützung

Die schweizerische Entwicklungszusammenarbeit im Tschad begann 1964 mit Unterstützungsmassnahmen für die landwirtschaftliche Berufsausbildung, die öffentliche Gesundheit (1970) und die Bildung (1972). Im Januar 1984 wurde ein erstes Kooperationsbüro in N’Djamena eröffnet.

Ab 2013 hat sich die DEZA zum Ziel gesetzt, den Ursachen der Fragilität entgegenzuwirken. Sie ist weiterhin lokal tätig, stellt jedoch die Institutionen des Landes zunehmend in den Mittelpunkt ihres Handelns, um ihren Einfluss zu verstärken.

Aktuelle Projekte

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Programme d’appui à la formation professionnelle au Tchad

01.12.2016 - 31.12.2028

Le système de l’enseignement technique et de la formation professionnelle (ETFP) au Tchad ne répond, en l’état, ni à la demande du monde du travail, ni à la demande sociale. En s’appuyant sur les orientations stratégiques nationales, la DDC développe un programme de FP inclusif – prenant en compte l’équité de genre, les déscolarisés et non scolarisés – et innovant car visant à diversifier une offre de formation adaptée au contexte et répondant efficacement à la demande du marché du travail, en particulier du monde rural.


Promotion des mutuelles de santé au Tchad

01.07.2016 - 30.06.2019

Au Tchad moins de 25% de la population a accès à des services de santé de base insuffisants et de faible qualité. Afin de faciliter l’accès financier des populations aux soins, la DDC soutient le développement d’un réseau de mutuelles de santé au sud du pays. Quelques 150.000 personnes auront accès à des services de santé de qualité et les bases d’une mise à l’échelle nationale des mutuelles seront établies. La DDC contribuera ainsi à la réalisation de la Couverture Sanitaire Universelle (CSU) au Tchad.


HI Protection et éducation Lac Tchad

20.06.2016 - 31.05.2017

Par son appui financier au projet d’Handicap International (HI) en partenariat avec Cooperazione Internazionale (COOPI), la DDC souhaite contribuer à assurer la protection et améliorer l’accès des enfants touchés par la crise du Lac Tchad à une éducation de qualité inclusive dans un environnement sécurisé, plus particulièrement dans les sous-préfectures de Bol et Baga-Sola. Cette contribution permet de participer à la réponse aux besoins identifiés, souffrant particulièrement d’un déficit de prise en compte, comme la protection.


Morija - Food Aid Swiss Dairy Products (Burkina Faso, Tschad, Togo)

01.01.2016 - 31.07.2017

Through the usage of food aid in the form of Swiss dairy products, Swiss Humanitarian Aid contributes to the prevention and treatment of malnutrition, undernourishment, and disease. The SDC’s Humanitarian Aid administers the credit granted by parliament for a yearly amount of some CHF 20 million destined for the purchase of Swiss dairy products and their use for the benefit of the needy. Its task is to ensure a sustainable, targeted, and closely monitored food aid.


Gestion des eaux de ruissellement dans le Tchad sahélien

01.11.2015 - 31.10.2018

Le Tchad sahélien est caractérisé par une dégradation continue ainsi qu’une gestion non durable des ressources naturelles. Grâce aux seuils d’épandage, à la réhabilitation et à l’aménagement de plusieurs vallées, la DDC améliore la gestion de l’eau, réduit la désertification des bas-fonds et contribue à la sécurité alimentaire d’un million d’habitants. Les effets attendus des ouvrages construits permettront une extension des surfaces cultivables et la gestion équitable par les organisations des bénéficiaires.


Cartographie des Ressources en Eau

01.09.2015 - 31.08.2019

Une vaste partie du territoire tchadien souffre d’une pénurie chronique d’eau, alors que le pays dispose d’importantes ressources souterraines et de surface. Cette situation est due à un manque de connaissances des ressources et à l’absence d’une politique de l’eau au Tchad. Dans ce contexte, la DDC veut soutenir l’amélioration des connaissances sur les ressources en eau et renforcer les capacités des acteurs clés à établir une gestion active, durable et souveraine des ressources en eau au Tchad.


« Promotion de la qualité de l’éducation de base au Tchad » (ProQEB)

01.07.2014 - 30.06.2018

Au Tchad, les offres éducatives formelles et non formelles sont de faible qualité et inadaptées aux besoins et réalités des communautés, qui assurent pourtant un rôle clef dans le fonctionnement du système éducatif. La DDC entend contribuer à l’amélioration de la qualité de ces offres, par la formation des acteurs de la chaîne éducative (instituteurs, animateurs, formateurs), et l’amélioration du cadre d’enseignement-apprentissage, au Batha et au Moyen Chari. Les résultats ainsi obtenus permettront d’influencer la qualité de l’éducation au niveau national.


Soutien au développement des filières arachide et karité au Tchad

01.06.2014 - 30.06.2019

L’arachide et le karité présentent des potentiels de diversification de la production agricole et d’accroissement des revenus des exploitations familiales (EF) encore largement inexploités dans les régions du sud du Tchad. En soutenant le développement de ces deux filières, la DDC contribuera à la création de richesses en milieu rural, à la réduction de la vulnérabilité des ménages et des inégalités (en particulier entre hommes et femmes) dans une logique de développement durable.


Eau Potable, Hygiène & Assainissement UNICEF Tchad

01.12.2013 - 31.05.2017

Le programme d’une durée de 3 ans vise à réduire la prévalence des maladies diarrhéiques d’origine hydrique dans les districts de Danamadji et de Yao, à travers un accès renforcé à l’eau, à l’hygiène et à l’assainissement. Il permettra d’améliorer l’état de santé de quelques 300\'000 personnes. La DDC contribuera au Programme WASH mis en œuvre par l’Unicef au Tchad. Il s’inscrit dans les priorités du Tchad et dans la stratégie de la coopération suisse au Tchad 2013 - 2016.



Opérationnalisation de la filière semencière au Tchad

01.03.2013 - 31.03.2018

Au Tchad, les céréales sont les principales productions des exploitations familiales et la base de leur alimentation. Les rendements agricoles sont faibles et l’insécurité alimentaire reste importante. Les semences, pratiquement le seul intrant utilisé actuellement par les producteurs au Tchad, permettent l’intensification de la production à moindre coût. La DDC entend faciliter l’accès des producteurs et productrices à des semences de qualité acceptable dans quatre régions d’intervention. Cela permettra une augmentation de la production et des revenus des exploitations familiales.


Renforcement de l’élevage pastoral

01.03.2013 - 13.04.2018

L’élevage pastoral est l’activité économique dominante et le mode de vie principal des régions sahélo-sahariennes du Tchad. Il est un facteur essentiel de stabilité socioéconomique et de sécurité. Il est confronté à des difficultés croissantes, liées notamment au changement climatique. La DDC entend renforcer l’élevage pastoral dans trois régions au bénéfice direct de 700'000 personnes, par la réalisation de 100 puits pastoraux et 10 mares, le balisage de 500 km de couloirs de transhumance, et par le soutien aux services à l’élevage et aux organisations pastorales

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