Nepal

Eine nachhaltige Entwicklung ist nur in einem Kontext des Friedens möglich. In Nepal unterstützt die Schweiz eine sozial integrative und demokratische staatliche Entwicklung und fördert eine transparente und wirksame Verwaltung. Die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit ist insbesondere in den Bereichen ländliche Infrastruktur, Ernährungssicherheit und Einkommensmöglichkeiten tätig.

Karte von Nepal

Trotz Fortschritten nach Beendigung eines zehnjährigen Bürgerkriegs (1996–2006) steht das Land vor grossen sozio-politischen Herausforderungen. Im Vordergrund stehen Defizite in den Bereichen Menschenrechte, Rechtstaatlichkeit und Übergangsjustiz sowie soziale und wirtschaftliche Ungleichheiten zwischen den über 125 verschiedenen ethnischen Gruppen.

Die im September 2015 verabschiedete Verfassung konnte den Erwartungen und Forderungen benachteiligter Gruppen nicht vollumfänglich gerecht werden. Monatelange Proteste und eine Wirtschaftsblockade an der Grenze zu Indien waren die Folge. Die politischen Ereignisse ebenso wie das schwere Erdbeben im Jahr 2015 bremsten das Wirtschaftswachstum stark. Dadurch fielen zahlreiche Familien zurück in die Armut.

Nepal belegt im Human Development Index (HDI) des United Nations Development Programme (UNDP) Rang 145 von 187 Ländern. Trotz Fortschritten in der Armutsbekämpfung lebt noch immer ein Viertel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.

Nach Unterzeichnung des Friedensabkommens von 2006 wurde Nepal 2008 zu einer säkularen parlamentarischen Bundesrepublik.

Staatsreformen, lokale Gouvernanz und Partizipation

Die Schweiz engagiert sich in Nepal für den Aufbau funktionierender und inklusiver Staatsstrukturen auf nationaler und lokaler Ebene. Mit einem Schwerpunkt auf die menschliche Sicherheit, Rechtstaatlichkeit und dem Schutz der Menschenrechte trägt die Schweiz zur Minderung der Gewaltkultur, der Diskriminierung und der weit verbreiteten Straflosigkeit bei.

Ein von der Schweiz mitgetragenes Projekt unterstützt Gemeindebewohnerinnen und Gemeindebewohner, insbesondere Frauen, darin, ihre Rechte gegenüber der Lokalregierung einzufordern. Gleichzeitig wird die Rechenschaftspflicht der Regierung erhöht und durchgesetzt. Ebenfalls setzt sich die Schweiz dafür ein, dass lokale Verwaltungen und öffentliche Dienstleistungen verbessert werden. Von diesem Projekt konnten bisher rund 60 Gemeinden und 4000 Dörfer profitieren.

Anwaltschaft und gute Regierungsführung

Staats- und Wirtschaftsreformen

Gleichstellung von Mann und Frau – Gender und Frauenrechte

Ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit

Die Schweiz setzt sich für bessere Lebensbedingungen und eine höhere Ernährungssicherheit vor allem der ländlichen Bevölkerung ein. Sie unterstützt dabei den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Land, Wasser und Wälder sowie den Bau von Strassen und Brücken. Damit ermöglicht sie den betroffenen Gruppen den Zugang zu Märkten und Dienstleistungen. Zudem fördert die Schweiz die Berufsbildung junger Männer und Frauen, um ihnen eine Anstellung auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Funktionierende und verlässliche Bewässerungssysteme und Verkehrswege wurden errichtet und haben die Ernährungssicherheit von 353‘000 Haushalten, davon 60% aus benachteiligten Gruppen, nachhaltig verbessert. Marginalisierte Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, darunter viele von Frauen geführte Haushalte, erhalten dadurch  einen besseren und verlässlicheren Zugang zu Ressourcen und können ihre Produktions- und Absatzmöglichkeiten erhöhen.

Landwirtschaft und Ernährungssicherheit

Herangehensweise und Partner

In einem kohärenten, ganzheitlichen Ansatz arbeitet die Schweiz eng mit den örtlichen Behörden, anderen Geberländern und internationalen Organisationen wie der Weltbank zusammen. Das Schweizer Engagement kommt dem UNO-Projekt zur Förderung von lokaler Gouvernanz und Gemeindestrukturen (Local Governance and Community Development Programme, LGCDP) und dem Internationalen Zentrum für Nachhaltige Entwicklung der Bergregionen (International Centre for Integrated Mountain Development, ICIMOD) zugute. Alle Programme integrieren die Prinzipien der guten Regierungsführung sowie der Gleichstellung der Geschlechter und der verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen.

Wichtige Partner der Schweiz in Nepal sind:

  • Helvetas Swiss Intercooperation und AF-ITECO AG
  • Das Ministerium für staatliche Angelegenheiten und lokale Entwicklung (Ministry of Federal Affairs and Local Development, MOFALD)
  • Die lokale Organisation für Biodiversität, Forschung und Entwicklung (Local Initiative for Biodiversity, Research and Development, LI-BIRD)
  • Die multilateralen Organisationen Weltbank, Asiatische Entwicklungsbank (Asian Development Bank, ADB) und das Internationale Zentrum für integrierte Bergentwicklung (International Centre for Integrated Mountain Development, ICIMOD)

 

 

Aktuelle Projekte

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Ein Fonds für Berufsausbildungen für benachteiligte Menschen

Eine junge nepalesische Frau arbeitet an einem Sicherungskasten.

01.01.2011 - 30.06.2017

Die DEZA hat mit der nepalesischen Regierung und anderen Partnern den Employment Fund Nepal etabliert. Damit werden Ausbildungen für junge und benachteiligte Menschen ermöglicht. Die Bildungsinstitutionen übernehmen die Kosten und erhalten eine Rückvergütung aus dem Fonds, wenn die ausgebildeten Personen eine Anstellung mit einem zufriedenstellenden Einkommen finden.

Land/Region Thema Periode Budget
Nepal
Berufsbildung und Fertigkeitentraining
Förderung des Arbeitsmarkts
Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU)

01.01.2011 - 30.06.2017


CHF 5'996'665



Gender-based Violence Prevention and Response Project (GBV Project)

01.01.2024 - 31.12.2027

Gender-based violence is prevalent in Nepal because of patriarchal values, lack of rights awareness or support services and poor implementation of laws. In the first phase, the project will directly reach 50,000 households in three districts with GBV prevention activities involving women, girls, men and boys and will provide improved medical, psychosocial and legal services for a minimum of 1’000 GBV survivors. Subsequently, the coverage will be increased.


Geplantes Projekt

Enhanced Skills for Sustainable and Reliable Employment (ENSSURE)

01.01.2020 - 31.12.2025

500’000 unskilled youths enter the Nepali labour market yearly but remain un- or underemployed as the market cannot absorb them. ENSSURE aims at enhancing gainful wage and self-employment mainly for youth of disadvantaged groups through short-/medium-term training, apprenticeship and business skills development. It will work through close public-private partnerships at national and district level of the vocational training and expand service provision to sectors of high productivity and employment.


Motorable Local Roads Bridge Programme (MLRBP) – Phase III

01.03.2017 - 31.07.2020

MLRBP III will contribute directly to improved livelihoods of 1.2 million rural people through technical assistance in bridge building and facilitating improved access. Lack of access to services, markets and opportunities remains one of the reasons for high poverty. Bridges on local roads are critical for an all year round access for the rural poor, creating economic and social development opportunities for them, and reducing the huge economic costs they incur for travel, trade, health and farm inputs.



Local Roads Improvement Programme (LRIP – II)

16.07.2016 - 31.07.2018

Past SDC interventions have focussed on making rural road construction work for the poor and disadvantaged through labour-intensive construction methods. This project now takes proven approaches further by ensuring even more all-weather accessibility to markets and services by emphasising the importance of maintenance and preservation of built roads through promotion of labour-based roads maintenance methods and by fostering an institutional process in the districts, which should pave the way for the highly successful concepts of road construction and maintenance to be adopted as national standards.
 


National Human Rights Commission’s Strategic Plan Support Project (SPSP)

01.05.2016 - 31.12.2017

People in Nepal still suffer from lack of effective human rights protection, weak public accountability, and prevailing impunity. Switzerland and Denmark continue to support the National Human Rights Commission (NHRC) aiming at systematically developing its internal capacity. The third phase will enable the NHRC to better fulfil its mandate and increase its legitimacy and leverage to advocate more effectively for the protection and promotion of human rights for the people of Nepal.


Gender-based Violence Prevention and Response Project (GBV Project)

01.02.2016 - 31.12.2018

Gender-based violence (GBV) is widely prevalent in Nepal due to patriarchal values, a lack of rights awareness and support services and poor implementation of laws. Working with a wide range of actors relevant for addressing GBV, the Project will directly reach 120,000 households in three districts of Nepal with GBV prevention activities involving women, girls, men and boys. In addition, a minimum of 1000 GBV survivors will benefit from improved medical, psychosocial and legal services.


Decentralized Rural Infrastructure and Livelihood Project (DRILP) – Phase III

01.01.2016 - 31.07.2019

DRILP Phase 3 will support the Government of Nepal to accelerate recovery and reconstruction following the devastating earthquake of 25 April 2015 and the major aftershock of 12 May 2015. The project will provide the Technical Assistance (TA) to implement the Asian Development Bank (ADB) financed Earthquake Emergency Assistance Project in rebuilding 450 kms of damaged roads in 12 districts[1] of Nepal and rehabilitate 200 kms of trails in two[2] districts.

[1] The 12 earthquake affected project districts are Solukhumbu, Okhaldhunga, Ramechhap, Dolakha, Kavre, Sindhuli, Kathmandu, Lalitpur, Bhaktapur, Lamjung, Gorkha and Chitwan

[2] Dolakha and Gorkha


Contribution to Rural Housing Reconstruction Project (RHRP)

01.01.2016 - 31.12.2019

Rural households affected by the earthquake of April 25, 2015, especially from disadvantaged groups, will rebuild earthquake resistant houses through the RHRP, the Government’s lead project for housing reconstruction. With a total contribution of 7 million CHF, the Swiss support through a Multi-Donor Trust Fund managed by the World Bank, will enable an additional 3’500 rural households to rebuild. The contribution will be complemented by technical assistance through secondments and experts provided also by SDC/HA.


Contribution to Rural Housing Reconstruction Project (RHRP)

11.12.2015 - 31.12.2019

Rural households affected by the earthquake of April 25, 2015, especially from disadvantaged groups, will rebuild earthquake resistant houses through the RHRP, the Government’s lead project for housing reconstruction. The Swiss support through a Multi-Donor Trust Fund managed by the World Bank, will enable an additional 2’250 rural households to rebuild. The contribution will be complemented by technical assistance secondments provided by SDC humanitarian aid.


Nepal, Early Recovery and Expertise Reconstruction post-earthquake

01.10.2015 - 31.12.2017

Immediately after the 25th of April 2015 earthquake in Nepal, the Humanitarian Aid of SDC deployed a rapid response team to the affected area consisting of experts in the field of shelter, medicine and water and sanitation. This intervention is followed by an early recovery and reconstruction program which focuses during eleven months on knowledge transfer on seismic sound reconstruction and the provision of access to remote and mountainous areas affected by the earthquake.

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